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Bis bald! Ihr
   
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07. April 2019

Wie der Urmensch zum Neanterthaler wurde!

Als ich vor kurzem Gibraltar besuchte, plauderte der britische Gentlemen von der CD im Bus auch über Knochenfunde von Urzeitmenschen auf dem Felsen, bzw. in den dort befindlichen Höhlen. Er beklagte, dass es dem Finder nicht gelungen war, den Fund rechtzeitig wissenschaftlich bekannt zu machen; die Deutschen waren wieder einmal schneller. Obwohl, wie er sagte, der Neandertaler erst viel später gefunden wurde. Also gibt es heute jenen berühmten Urzeitmenschen nahe Düsseldorf und nicht einen »Gibraltarer«!
Als Kölner suche ich immer Positives über die Landeshauptstadt im Rechtsrheinischen zu finden. Meist vergeblich. Doch heute hörte ich von Pfarrer Kuttner (Evangelischen Gemeinde Köln-Ehrenfeld) eine 'Geschichte', die Düsseldorf positiv darstellt. »Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren!«
Nein, nicht wegen Düsseldorf! Wer im »eg« unter Liednummer 317 nachschaut, und dieses weltweit(!) bekannte Kirchenlied aufschlägt, wird lesen: »Text: Joachim Neander 1680«. Neander?
Neandertaler reconst“ von Stefan Scheer - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 2.5 über Wikimedia Commons.
Erstmal hieß das kleine Kalksteintal mit der Düssel nahe Erkrath und Mettmann »das Gesteins« oder »das Hundsklipp«. Wie früher üblich, nannte man auch einzelne Teile nach ihrem Aussehen: Engelskammer, Teufelskammer, Leuchtenburg, Predigtstuhl, Feldhofer Kirche oder Rabenstein. Durch dieses Tal wanderte auch gerne der aus Bremen 1674 als Rektor der Lateinschule der reformierten Gemeinde sowie Hilfsprediger nach Düsseldorf gekommene Joachim Neander. Hier im Tale kamen ihm besonders gute Ideen zu Kirchenliedern und -texten.

Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen.
Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen.
Er ist dein Licht,
Sele, vergiss es ja nicht.
Lobende, schließe mit Amen!

Joachim Neader (1650 - 1680)
Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Mitte August 1856 entdeckten italienische Steinbrucharbeiter in einem kurz darauf dem Kalksteinabbau zum Opfer gefallenen Abschnitt des Tales, das nach rd. 180 Jahren jetzt nach dem so erfolgreich dichtenden Pfarrer »Neandertal« hieß, 16 Knochenfragmente. Dadurch wurde es weltberühmt und trug den Names des Schöpfers nicht nur eines berühmten Kirchenliedes nocheinmal auf ganz andere Art und Weise in die Welt!

Dass Neander in Bremen geboren wurde, lieber bei Erkrath oder Mettmann - also 10 km von Düsseldorf entfernt - herumlief und dort auch die besseren Ideen hatte, auch dass er von den Düsseldorfern wegen seines Pietismus wieder verjagt wurde und zurück nach Bremen floh, wo er - kaum 30 Jahre alt - vermutlich an der Pest starb, damit müssen die Düsseldorfer selbst klar kommen.
[gerd-buckan.de 03/2015]

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