• Marokko

    Titel Marokko Flagge

    Vater & Sohn im Maghreb

    Warum Marokko? Einmal, weil eine Reise auf dem Nil abgesagt wurde, andererseits war feststellen, dass ich kaum etwas über das Leben und die Geschichte des Landes sagen konnte: Wer lebt hier? Wie sieht es hier aus? Daten der Geschichte? Die Flagge? Fehlanzeige!

    »Das Grün und das Rot in der Flagge sind islamische Farben, das Pentagramm mit den fünf Zacken steht – laut unserem Reiseführer – für die fünf islamischen Säulen.
    Kurz etwas Geschichte: Marokko stand im 20. Jahrhundert zeitweise unter französischem und spanischem Protektorat. Seit 1956 ist es wieder unabhängig und gemäß der Verfassung, eine konstitutionelle Monarchie mit einem gewählten Parlament. Trotz leichter Fortschritte bei den Menschen- und Bürgerrechten während der 2010er Jahre regiert der König das Land weiterhin teilweise autoritär, obwohl das Land politisch stabiler ist als viele seiner Nachbarn.« (Wikipedia)

    Marokko ist ein Maghreb-Staat und die Bevölkerung besteht zum großen Teil aus Berbern. Und wir, Vater und Sohn, machen uns jetzt auf, das Land zu erkunden!

    Alle Fotos ©2025 Marcel und Gerd Buckan Köln – Verwendung nur mit Genehmigung!
    Casablanca
    Casablanca Speisen im Hotel
    Wir landeten am Abend in Casablanca und wurden vom Reiseleiter abgeholt. »Gibt es um 22 Uhr noch etwas zu essen?«, dachte ich? Aber in Marokko lebt man auch in die Nacht hinein, hält während des heißen Tages eher mal ein Mittagsschläfchen. Für das Hotel schien es nichts Besonderes zu sein.
    Casablanca (spanisch bzw. arabisch: „Das weiße Haus“) ist die größte Stadt Marokkos und liegt südlich der Hauptstadt Rabat direkt an der Atlantikküste. In der eigentlichen Stadt leben über 3 Mill. Menschen, in der Großregion Casablanca-Settat 7.688.967 (2024) aus Wikipedia.
    Vor dem Hotel wartet ein – nicht gerade bequemer – Bus auf uns.
    Casablanca Hotelhalle
    Casablanca Straße vor Hotel
    Casablanca ist die »westlichste« und die eher »wirtschaftliche« Stadt im Land; Sehenswürdigkeiten für Touristen sind eher rar. Deshalb entschieden wir uns auch anstelle einer Stadtrundfahrt eine Besichtigung der Moschee durchzuführen. »Nichtgläubigen« ist das Betreten von Moscheen grundsätzlich verboten, sofern es eben nicht in Einzelfällen – gegen Eintritt – erlaubt ist!
    Hassan-II.-Moschee
    Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Die Hassan-II.-Moschee ist die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt Casablanca. Sie ist eine der größten Moscheen der Welt und bietet in der Gebetshalle Platz für 25.000 Personen. Das Minarett der 1993 fertiggestellten Moschee ist mit 200 Metern Höhe das zweithöchste Minarett und das zweithöchste religiöse Bauwerk der Welt (Der Kölner Dom ist 157m hoch).
    Platz vor Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Brunnen vor Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Seitengebäude Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Minarett Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Marcel vor Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Mosaik Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Sie ist nach dem seit 1961 regierenden und im Jahr 1999 verstorbenen König Hassan II. benannt; sie wurde vom in Marokko lebenden französischen Architekten Michel Pinseau entworfen.
    In der Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Gebetshalle Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Mosaik in der Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Waschraum in Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Marcel und Gerd in Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Die Moschee besitzt mehrere Stockwerke: unter den Betsälen befinden sich die Waschräume, darunter eine Tiefgarage.
    Blick in Unteretage Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Hasan-II.-Mosche in Casablanca

    „Ich wünsche, dass Casablanca ein großes schönes Bauwerk erhält, auf das (die Stadt) bis zum Ende der Zeiten stolz sein kann… Ich will, dass dieses Bauwerk auf dem Wasser erbaut wird, denn Gottes Thron erhebt sich auf dem Wasser. Die Gläubigen, die dorthin gehen um zu beten, stehen auf festem Grund und können dort Gottes Himmel und Meer betrachten.“
    (Hassan II.)

    Anschließend fahren wir eine kleine Schleife durch die Stadt und werden vom Leuchtturm »El Hank« aus Casablanca verabschiedet.
    Leuchtturm El Hank Casablanca
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes in Casablanca

    Einmal legen wir noch einen Stopp in Casablanca ein: an einer katholischen Kirche!
    Die Pfarrkirche wurde nach der Planung von Achille Dangleterre und Gaston Zimmer von 1954 bis 1956 erbaut. Sie steht am Rond-Point d’Europe in Casablanca.
    Die Anordnung der Kirche entspricht einer nach Westen orientierten Basilika. Das herausragendste äußere Merkmal der Kirche ist eine massive Betonhaube, ausgebildet als Zelt mit gestreckten und schrägen Wänden, die die Türöffnungen der Kirche überragt. An ihrer höchsten Stelle ist ein kleines Kruzifix befestigt. Das Gebäude ist 60 Meter lang, 26 Meter breit und 26 Meter hoch. Auf jeder Seite stehen 24 Fensterbänder von 17 Metern Höhe, um das Betongewölbe zu stützen, und nehmen Glasmalerei auf.
    (aus Wikipedia)

    Die 800 Quadratmeter umfassenden Buntglasfenster stammen von dem Glaskünstler Gabriel Loire aus Chartres, der auch die Glasfenster der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin fertigte. Durch die Fenster fallen die farbigen Lichtstrahlen in einen offenen und luftigen Innenraum.
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes in Casablanca
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes in Casablanca
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes in Casablanca
    Rabat, die Hauptstadt
    Hauptstadt Rabat

    An der Mündung des Bou Regreg in den Atlantik liegen die Schwesterstädte Rabat und Salé (zusammen 1,7 Einwohner). Rabat ist seit 1912 Hauptstadt, Fes und konkurrierten früher um dieses Privileg. In Rabat besuchen wir die Medina (Altstadt) mit der „Kasbah des Oudayas“ (Kasbah = Burg oder auch Altstadtviertel arabischer Städte).
    In der Medina (Altstadt) von Rabat
    In der Medina (Altstadt) von Rabat
    In der Medina (Altstadt) von Rabat
    In der Medina (Altstadt) von Rabat
    Durchgang zur Kasbah des Oudayas in Rabat
    Rabat ist zudem eine „Königsstadt“. Als Königsstädte Marokkos bezeichnet man die vier Städte Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat. Jede von ihnen war zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte Marokkos die Hauptstadt einer der großen Dynastien des Landes (Idrisiden, Almoraviden, Almohaden, Meriniden, Saadier und Alawiden). In jeder Königsstadt gibt es einen Palast des Königs.
    Wir marschieren durch die Kasbah bis zur Burg am Fluss.
    Viele Katzen in der Medina
    Kasbah des Oudayas in Rabat
    Kasbah des Oudayas in Rabat, Blick auf Flussmündung
    Mohamed-VI.-Turm zwischen Rabat und Salé

    Hier an der Mündung des Bou Regreg schauen wir rechts auf Rabat und links auf Salé.
    In der Mitte sehen wir den Mohamed-VI.-Turm von Rafael de la Hoz & Hakim Benjelloun. Er hat 55 Stockwerke und ist 250 Meter hoch, vermutlich das höchste Gebäude Afrikas. Die obersten 5 Stockwerke sind dem König vorbehalten. Der Bau sieht aus wie eine Rakete auf der Startrampe. Oben befindet sich eine Aussichtsterrasse.
    Zum Ausgang hin stoßen wir auf einen kleinen Park: den „Andalusische Garten“. Er wurde in der französischen Kolonialzeit angelegt.

    Andalusischer Garten Rabat
    Brunnen Andalusischer Garten Rabat
    Andalusischer Garten Rabat
    Mauer der Medina und Kasbah
    Hassan Turm und das Mausoleum Mohamed V. in Rabat
    Hassa-II.-Turm mit Säulen geplanter Moschee

    Wir fahren weiter zum Mausoleum Mohamed V. und kommen an den Hassan-Turm (oben), das bauliche Wahrzeichen Rabats. Er sollte eigentlich das Minarett einer sehr großen Moschee werden. Das wollte jedenfalls der Almohadensultan Yacoub El Mansour, der 1190 mit dem Bau begann.
    El Mansours Tod (1199) und die Verlegung der Almohadenresidenz nach Marrakesch verhinderten die Vollendung des gigantischen Bauprojekts. Das Erdbeben von 1755 zerstörte einen großen Teil der schon fertiggestellten Anlagen. Heute sind noch Reste der 424 Säulen und 16 Tore zu sehen, und natürlich der Turm.
    Macel im Schatten der Säule
    Abstammung Könige
     Hierunter eine »Abstammungsliste« eines königlichen Geschlechts.
    »Abstammungsliste«
    Kuppel Mausoleum Mohamed V.

    Dem Hassanturm gegenüber, am anderen Ende der Moscheeruine, wurde 1961-67 die Grabstätte König Mohameds V errichtet. Mohammed V. wurde 1909 in Fès geboren. Er folgte seinem Vater Mulai Yusuf (reg. 1913–1927) am 18. November 1927 auf den Alawiden-Thron. Er starb am am 26. Februar 1961.
    (Links sehen Sie die Kuppel des Mausoleums)

    Der 160 x 50 m messende Komplex besteht aus dem Mausoleum, einer Moschee und einem kleinen Museum mit Andenken aus dem Leben des Königs. Auch der 1984 verstorbene Bruder von Hassan II., Prinz Moulay Abdallah, ist hier bestattet, ebenso Hassan II.
    Mausoleum Mohamed V.
    Wachen am Eingang Mausoleum Mohamed V.
    Wachen am Eingang Mausoleum Mohamed V.
    Wache Mausoleum Mohamed V.
    Zugang Mausoleum Mohamed V.
    Sarg Mausoleum Mohamed V.
    Innenraum Mausoleum Mohamed V.
    Unterwegs …
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Chefchaouen

    Wir fahren weiter in den Norden und kommen am Abend nach Chefchaouen im Rif-Gebirge. Hier erwartet uns eine Ferienanlage, ein Zimmer und gutes Essen!
    Anfahrt Hotel Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Treppe Wohnung Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Balkon Wohnung Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Betten Wohnung Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Haus Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Hotel Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Chefchaouen Medina

    Chefchaouen liegt oberhalb des Flusses Laou im nordwestlichen Rif-Gebirge in einer Höhe von etwa 560 bis 600 m. Die Bewohner der Stadt sind ganz überwiegend Berber; darunter befinden sich auch zahlreiche Nachfahren der im 15. und 16. Jahrhundert aus Al-Andalus zurückgekehrten Mauren.
    Chefchaouen galt über Jahrhunderte als heilige Stadt, deren Betreten Ausländern unter Androhung der Todesstrafe versperrt war; dies hat dazu beigetragen, dass ihre mittelalterliche Architektur erhalten blieb.
    Die gesamte Altstadt mit ihren reizvollen engen Gassen, kleinen Plätzen, blau- und weißgetünchten Häusern lädt zum Spazieren ein. Die blaue Farbe soll angeblich vor dem bösen Blick schützen. Die Bemalung wurde jedoch in den späten 1970er Jahren initiiert, um den Tourismus zu fördern. (aus Wikipedia)
    Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Verkauf Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Gerd in Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
     
    Wappen Medina Chefchaouen
    Gesamtansich Medina Chefchaouen
    Römische Garnision Volubilis
    Ort Volubilis
    Grabstätte König Mohameds V - Kuppel

    Über die fruchtbare Rharb-Ebene erreichen wir das antike Freilichtmuseum Volubilis mit ausgegrabenen Ruinen der Römer. Es ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten hier in Nordafrika. Es liegt landschaftlich sehr schön und besitzt, neben den Ruinen, gut erhaltene Mosaiken. Besiedelt war der Platz bereits im Neolithikum (Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu Hirten- und Bauernkulturen). In der Provinz Mauretania war die römische Garnison – neben Tingis (Tanger) – wichtigster Stützpunkt. Sie handelten mit Korn und Olivenöl, lieferten wilden Tiere wie Löwen und Geparden aus dem Gebirge nach Rom und erreichten großen Wohlstand. Mit dem Rückzug der Römer ab dem 3. Jahrhundert begann der Niedergang von Volubilis. Die Steine wurden für Neubauten genutzt und das schwere Erdbeben von 1755 tat ein Übriges.
    Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Museum Römische Ausgrabungen Volubilis

    Im »Haus der Venus« findet man die schönsten Mosaiken: Bacchus und die vier Jahreszeiten, ein Wagenrennen, Diana mit Nymphen und Entführung der Hylas.
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Säulenhaus Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Gerd vor Kathedrale Museum Römische Ausgrabungen Volubilis

    Sehenswürdigkeiten:
    • Basilika (Gerichtshalle)
    • Vier Thermenanlagen
    • Tempel des Saturn
    • Kapitol
    • Caracallabogen, Ehrenbogen und Eingangstor zur Stadt aus dem 3. Jahrhundert
    • Mosaiken in den Villen, z. B. im sogenannten Orpheus-Haus
    • Forum
    • Getreidespeicher
    • Ölpresse (rekonstruiert)
    Außerdem gab es im Restaurant am Eingang leckeres Essen!

    Meknès


    Nun fahren wir nach Meknès! 750.000 Einwohner.
    Zuerst steigen wir am Place El Hedim aus, besichtigen das mächtige vom Sultan erbaute Tor Bab el Mansour (unten) und gehen dann durch die Markthalle, was immer ein Erlebnis ist.
    Meknès ist eine der vier Königsstädte! Der Name leitet sich vom Berberstamm der Meknassa ab.
    Gruppe im Bus
    Meknès Tor Königspalast
    Markt in Meknès
    Markt in Meknès
    Markt in Meknès
    Markt in Meknès

    Interessant war, dass wir zur Zeit des Ramadan unterwegs waren. Gläubige Muslime verzichten im heiligen Fastenmonats 30 Tage lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Speisen und Getränke sind erst nach Sonnenuntergang wieder erlaubt. Das bedeutete: unser Fahrer und unser Reiseführer durften tagsüber nicht essen und nicht trinken (für den Reiseführer war fast noch schwerer, nicht zu rauchen…).
    So kehrten wir bei Sonnenuntergang – wie hier auf der Dachterasse in Meknès – stets in ein Lokal ein und die beiden verspeisen ein ausgiebiges Mahl! – Nun, Morgen ist Fastenbrechen.
    Essen nach Sonnenuntergang - Ramadan
    Fès

    Fès ist mit rund einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Marokkos. Sie ist die älteste der vier Königsstädte des Landes (neben Marrakesch, Meknès und Rabat) und galt nach der Gründung der Qarawiyin-Universität als geistiges Zentrum des arabisch-islamischen Westens (Maghreb).
    Fès liegt ca. 60 km (Fahrtstrecke) östlich von Meknès am Ostrand der fruchtbaren und teilweise bewässerten Sais-Ebene. Nach Süden führt die Nationalstraße 8 (route impériale), die alte Karawanenroute, am Westrand des Mittleren Atlas entlang nach Marrakesch.
    (Wikipedia)

    Wir fahren erst einmal nach oben zum Aussichtspunkt Borj Sud, um einen sehr schönen Blick über Fès zu haben. Als Teil der Medina von Fès gehört es seit dem Jahr 1981 zum UNESCO-Welterbe. Im Bild unten kann man deutlich erkennen: oben ist die Altstadt, unten die Neustadt.

    Wir besuchen den Raumausstatter (Töpferei) »Art Naji«. Hier werden viele Gegenstände aus Ton hergestellt, vor allem Mosaike.
    Am Place des Alaouites befindet sich der Palast des Königs und wir bewundern die goldenen Tore.
    Auch das ist erwähnenswert: der Blechkollege!
    Der Postdienst in Marokko wird von La Poste Maroc betrieben, die landesweit verschiedene Post- und Finanzdienstleistungen anbietet. Aber es gibt auch noch andere Botschafter …
    Weil wir den Innenhof als Ungläubige nicht betreten dürfen, nimmt ein Aufpasser mein Handy und fotografiert für mich die Moschee.
    Die Moschee der Universität Karaouiyne wurde 859 von Fatima al-Fihri, Tochter des reichen Kaufmanns Mohammed Al-Fihri, gegründet. Sie hatte geschworen, ihr gesamtes Erbe für den Bau einer Moschee für ihre Gemeinde, die im frühen 9. Jahrhundert aus Kairouan (Tunesien) eingewandert waren, zu verwenden. Der Name der Hochschule bedeutet sinngemäß »Universität der Menschen aus Kairouan«.
    Die Medina von Fez ist ein herausragendes Beispiel einer mittelalterlichen Stadt, die während der ersten Jahrhunderte der Islamisierung Marokkos entstand und einen ursprünglichen Typ menschlicher Besiedlung und traditioneller Landnutzung darstellt, der für die marokkanische Stadtkultur über einen langen historischen Zeitraum repräsentativ ist.
    (UNESCO)
    Ein immer wieder gezeigtes Bild von Fès finden wir im Gerberviertel, wo Naturfarben angerührt werden. Hier werden in riesigen Bottichen Naturfarben gemischt, Häute werden zum Trocknen aufgespannt und Tierfelle bearbeitet. Der Zugang zu den Terrassen, von denen man auf die Gerberbecken schauen kann, ist ausschließlich über die Lederwarengeschäfte ringsum möglich (Verkaufsveranstaltung).
    Bevor wir essen gehen, besichtigen wir die ehemalige Koranschule »Madrasat al Attarin«. Sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe (1981).
    Die Madrasa wurde in den Jahren 1323 bis 1325 im Auftrag des Merinidensultans Abu Said Uthman erbaut. Sie war noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Nutzung.
    Die äußerlich unscheinbare, aus – an keiner Stelle sichtbaren – Ziegelsteinen gemauerte, Koranschule besteht aus mehreren Teilen: einem etwa 3 m² großen Vorraum, einem etwa 7 × 10 m messenden Innenhof mit zentraler Brunnenschale aus Marmor, einem angrenzenden ca. 5 × 6 m messenden Gebetsraum mit einer nach Osten (Mekka) weisenden Mihrab-Nische und einem Annexraum, in welchem sich die Wohn- und Schlafzellen der Koranschüler befinden.
    (Wikipedia)
    Und dann gibt es leckeres marokkanisches Essen!
    Gewürze und Heilmittel
    Bei einer Verkaufsveranstaltung im Gewürzladen lernen wir die vielseitigen Wirkungen von Kräutern kennen. Es gibt viel zu schauen, zu riechen und zu schmecken. Einige lassen sich zur Entspannung auch die Schläfen einreiben … Es ist eine lustige Veranstaltung! Am Ende wird auch erstaunlich viel mitgenommen.

    Wir verlassen Fès und fahren weiter Richtung Süden. Der nächste Ort Merzouga wird am Rand der Wüste Sahara liegen, von der ein kleiner Teil hier zu Marokko gehört. Nicht so weit weg liegt auch die Grenze zu Algerien.
    Wir sind jetzt schon in wärmeren Gefilden!

    Zunächst aber gibt es eine Pause beim Löwen!

    Auf dem nächsten Parkplatz im Nationalpark Ifrane haben wir es nun mit Affen zu tun!
    Auf dem Weg in die Wüste nach Merzouga machen wir Pause in dem mondänen Kur- und Wintersportort Ifrane. Er liegt mit 1600 m schon recht hoch im Mittleren Atlasgebirge. Hier befindet sich auch eine private Eliteuniversität. Die Besucher zieht es aber zuerst einmal zum Löwen …
    Im Riad Mimouna De Timnay verbrachten wir, hier an der Nationalstraße 13 in Richtung Süden, unsere Mittagspause. Es gab leckere Suppen auf der Speisekarte!

    Übrigens: Das arabische Wort Riad bedeutet eigentlich »Garten« und bezeichnet in Marokko traditionelle marokkanische Häuser mit Innenhof. Dieser besteht meistens aus vier Orangenbäumen.
    Die Riad-Hotels in den Städten haben ihre Fenster oft nur zum Innenhof.
    Die Nationalstraße 13 ist auch eine fantastische Möglichkeit, das Ziz-Tal zu erkunden. Diese Straße, die Midelt und Erfoud verbindet, verläuft über 200 Kilometer entlang des Flusses Ziz und bietet atemberaubende Landschaften: Berge, Kalksteinfelsen, grüne Flecken, Denkmäler, Schluchten.
    Am Ziz verbrachten wir eine weitere Pause am Nachmittag und nahmen dabei Kontakt in die Heimat auf.
    Am Abend komnmen wir zu unserem Hotel am Rande der Sahara!
    Am Rande der Sahara
    Das Hotel in Merzouga war eine Oase, in der wir uns von der Fahrt erholen konnten. Es gab Abendessen und ein schönes Zimmer mit besonderem Balkon. Nach einem guten Frühstück am Morgen fuhren wir gegen Mittag in die Wüste zu unseren Zelten! Die Koffer passten nicht alle in die Pkw und wurden auf den Dachträger geladen.

    Der Vorplatz und die Wege zu den Zelten (Untergrund ist Sand) waren mit guten Teppichen ausgelegt! Die Zelte waren recht komfortabel: großer Wohnraum, abgetrennte Dusche, Toilette und Waschraum.
    Kamelausritt

    Der unvermeidliche Ausritt mit den »Wüstenschiffen« darf in der Sahara natürlich nicht fehlen (Es müsste m. E. auch Dromedare statt Kamele heissen?). Wir reiten ein Stück durch den Sand, steigen ab und geniessen den Sonnenuntergang.

    Mein Kamel hat es beim hinlegen relativ eilig und ich muss mich sehr festhalten, um nicht kopfüber in den Sand zu fliegen.
    Auf nach Dades Boumalne
    Die Koffer sind zur Weiterfahrt gepackt! Eben noch das Zelt abschließen und wir fahren ca. 45 Minuten nach Erfoud. Dort soll es lt. Reiseleiter die besten Datteln geben! Und wir gehen eben noch ein paar Meter zu einem Hammelmarkt.

    Wir besichtigen einen Quanat

    Was ist ein Quanat? Bei Wikipedia lesen wir: Es »ist eine traditionelle Form der Frischwasserförderung meist in Wüstengebieten, um Trink- und Nutzwasser aus höher gelegenen Regionen zu beziehen. Ein Qanat besteht aus einem Mutterbrunnen, mehreren vertikalen Zugangsschächten und dem Qanat-Kanal. Der Qanat-Kanal ist ein Freispiegelstollen, der mit geringem Gefälle vom Mutterbrunnen über die Zugangsschächte bis zum Qanat-Austritt führt. «
    Es ist also, einfach gesagt, eine Wasserleitung, die – meist aus den Bergen – eine Wüsenregion mit Wasser versorgen kann. Dieser Quamat ist offensichtlich trocken und für die Touristen zur Besichtigung hergerichtet worden. In den Gängen ist es teilweise sehr dunkel, die Handylampe muss helfen.
    Mitten auf einer Brücke halten wir an, steigen aus und gehen aufs Feld! Eine Art Wiese, auf der landwirtschaftliche Produkte angebaut werden. Der Weg ist teilweise schwierig, das Ziel aber stets vor unseren Augen: Tinghir. Hier wollen wir in die Altstadt und eine Teppichmanufaktur besuchen.
    Mitten im Ort brauche ich beim Aufstiegt eine Pause! Eine Frau stellt mir einen Stuhl zur Verfügung! Die Marokkaner sind, das stelle ich immer wieder fest, sehr freundlich!
    Die Todra-Schlucht
    Wieder eine Touristen-Attraktion:
    Der Oued Todra hat sie auf dem Weg nach Süden in die letzten Gebirgsketten des Hohen Atlas eingeschnitten, bevor der Flusslauf bei der Provinzhauptstadt Tinghir das Hochland zwischen dem Hohen Atlas und der Djebel-Sarhro-Gebirgskette erreicht.

    Die bis zu 300 Meter hohen Steilwände der Schlucht, deren Boden etwa auf 1400 m über Meereshöhe liegt, sind sehr attraktiv für den Klettersport. Eine Vielzahl von Kletterrouten und etliche Hotels erschließen das Gebiet für den internationalen Tourismus. (Wikipedia)
    Wir verlassen unser schönes Hotelzimmer in Boumalne und fahren weiter. Unser Ziel heute ist Quarzazate, der Provinzhauptstadt des Draa-Tales. Unterwegs werden wir noch einiges sehen!
    Quarzazate
    Ouarzazate ist die knapp 80.000 Einwohner zählende Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Drâa-Tafilalet im Süden Marokkos.
    Die überwiegend moderne Stadt bietet kaum Sehenswürdigkeiten. Lediglich die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Thami El Glaoui erbaute Kasbah Taourirt und das unmittelbar benachbarte Kasbah-Viertel lohnen einen Besuch. Auch die meist außerhalb gelegenen Filmstudios können im Rahmen von Führungen besichtigt werden.
    (aus Wikipedia)
    Kasbah Tourirt
    Kasbah Tourirt aussen
    Taourirt liegt am Oued Za im Nordosten Marokkos an der Strecke Fès-Taza-Guercif-Oujda in einer hügeligen bis bergigen Umgebung etwa 400 bis 450 m. Das Klima ist meist trocken; der eher spärliche Regen (ca. 220 mm/Jahr) fällt – abgesehen von wenigen Sommergewittern – eigentlich nur in den Wintermonaten.
    Ein kleiner Teil der Kasbah (Foto) wurde in den 1990er Jahren mit Hilfe der UNESCO restauriert und ist nun als historische Attraktion geöffnet. Einige unrestaurierte Gebiete der Kasbah sind bis heute von Familien bewohnt. Die Kasbah trat in Filmen wie Gladiator und Prinz von Persien auf. Auf dem Dach hat man eine schöne Aussicht.
    Atlas-Filmstudios
    Atlas Studios ist ein 5 Kilometer westlich der Stadt Ouarzazate gelegenes Filmstudio. Der größte Teil des Anwesens liegt in der nahe gelegenen Wüste und den Bergen. Viele Sets aus den Dreharbeiten verschiedener Filme bleiben bestehen, es werden Führungen angeboten und so sind die Studios zu einem beliebten Touristenziel geworden.
    Aït-Ben-Haddou
    Aït-Ben-Haddou ist ein befestigtes Dorf (ksar) am Fuße des Hohen Atlas in der Provinz Ouarzazate im Südosten Marokkos. Der komplette alte Ortskern ist seit dem Jahr 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
    Das alte Dorf besteht aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen (Tighremts). Deren Lehmmauern ruhen auf natürlichem Fels und haben eine Sockelzone aus größeren oder kleineren Findlingen. Die Bauten mit ihren Ecktürmen und Zinnen verleihen dem Ort sein wehrhaftes Aussehen, welches durch die Hanglage noch verstärkt wird. Die meisten Ecktürme waren im oberen Bereich mit geometrischen Motiven dekoriert, wobei die immer wiederkehrenden Rautenmotive als abstrahierte Augen gedeutet werden können und ursprünglich wohl eine apotropäische (Unheil abwehrende) Funktion hatten.
    (Wikipedia)
    Dort oben war es ziemlich windig und nicht leicht zu gehen. Doch wir fanden in der Mitte noch ein sehr gemütliches Café!
    Trotz der Touristenströme und der sich immer wieder einfindenden Filmschaffenden aus aller Welt ist Ait Benhaddou eine der wenigen noch einigermaßen gut erhaltenen Lehmbausiedlungen in Südmarokko (auch als Filmkulisse bekannt!).

    Frühstück mit Aussicht!
    Über den hohen Atlas
    Der Hohe Atlas erhebt sich vom Westen an der Atlantikküste in östliche Richtung bis vor die marokkanisch-algerische Grenze, wo er noch Höhen von 2500 m erreicht. Weiter östlich werden Höhen von 2000 m nur selten überschritten. Zum Atlantik wie südwestlich zur Souss-Ebene hin fällt er steil ab und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zur Küste bzw. dem Antiatlas. Zum Norden hin, Richtung Marrakesch, fällt er weniger abrupt ab. Er ist die west-östlich verlaufende Wetterscheide Marokkos gegen die saharischen Klimaeinflüsse, die besonders im Sommer stark abgemildert werden.
    (Wikipedia)
    Nach unseren Aufzeichnungen haben wir beim Überqueren eine Höhe von 2216 Metern erreicht.

     

    Marrakesch
    Wir fahren – vorbei am Palast – zu einem Restaurant ins Zentrum. Hier fällt als erstes der 77 Meter hohe Turm der Koutoubia-Moschee auf. Der Turm ist der höchste in Marrakesch und ist so etwas wie das Wahrzeichen der Stadt. „Koutoubia“ heißt übersetzt „… des Buchhandels“. Die Moschee wurde im 12. Jahrhundert während der Almohaden-Dynastie erbaut.
    Marrakesch (deutsch ‚Land Gottes‘) ist eine Stadt im Zentrum Marokkos, mit über einer Million Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes. Marrakesch ist neben Fès, Meknès und Rabat eine der vier Königsstädte Marokkos. Marrakesch wurde am 7. Mai 1070 durch Abu Bakr ibn Umar gegründet, um der neuen Bewegung der Almoraviden ein Zentrum zu geben. Abu Bakrs Nachfolger Yusuf ibn Taschfin (1009–1106) eroberte das heutige Nordmarokko und Andalusien und ließ Marrakesch zur Hauptstadt seines Reiches ausbauen. Unter seinem Sohn Ali ibn Yusuf wurde die Stadt erheblich erweitert und die bis heute erhaltene Stadtmauer errichtet.
    (aus Wikipedia)
    Palais de la Bahia
    Die 8 ha große Palastanlage (etwa 2 ha mit Gebäuden und Ausgängen zu Gärten) in der Medina, der Altstadt von Marrakesch, wurde um 1900 vom Großwesir des Sultans Si Moussa als Harem angelegt. Es gibt 150 Zimmer in dieser, nach andalusischem und marokkanischen Stil angelegten Anlage, die durch Khettaras (unterirdische Wasserleitungen) versorgt wird. In den Gärten und Höfen wachsen Orangen, Bananen, Zypressen, Hibiskus und Jasmin Bäume. Auch die französische Verwaltung hatte sich später hier einquartiert. Heute ist die Anlage ein Museum und Kulturzentrum, das dem Ministerium für Kultur untersteht.
    Bei YouTube können Sie ein kleines Video sehen: Palais de la Bahia

    – WIRD FORTGESETZT –

    OBEN