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USA California
Gerd & Marcel im »Wilden Westen«
[Hollywood ] [Warner Filmstudio ] [Jacinto ]
Für den einen war es schon immer ein Traum, mal nach San Francisco zu kommen, ist er schließlich alt genug, um sich noch an die Hippie-, Power- und Flower-Zeit zu erinnern. Der andere arbeitet im Medienberuf und interessiert sich für Hollywood-Studios, Silicon Valley und Las Vegas! Außerdem hat er den Auftrag, einmal zu Ghiradelli Eis essen zu gehen! Alles Grund genug für Vater und Sohn, wieder einmal los zu fahren …
USA California – Arizona – Nevada 
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Los Angeles

Was man nicht vergessen sollte: bereits vor ca. 1000 Jahren lebten hier Chumash- und Tongva-Stämme und erst vor guten 230 Jahren schauten 1781 die ersten Spanier aus Richtung Mexiko vorbei. »El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de los Ángeles del Río de Porciúncula«
hieß der Ort inoffiziell, „Das Dorf Unserer Lieben Frau, Königin der Engel des Flusses Portiuncula“. Es war damals nur ein Glied in einer Kette von 21 Missionsstationen der Franziskaner. Sie sicherten nach der Landnahme die Macht und bekehrten die Heiden zum Christentum. Die Küste gehörte bis 1850 noch den Mexikanern, fiel dann bei einem Krieg der beiden an die USA. Erst als die Eisenbahn in den Westen vorstieß, verdoppelte sich die Einwohnerzahl des „Dorfes“ alle 10 Jahre. Heute ist sie die zweitgrößte Stadt der USA mit 72 Vororten. Zur Filmindustrie später mehr unter »Hollywood«.
Mich erinnerte der Bilck auf die Stadt an eine Coputerplatine mit aufgelöteten Elektronikteilchen … diese vielen kleinen Eigenheime in Rheihe und Glied, sich scheinbar unendlich ausdehnend. Dort, wo die Hochhäuser stehen, stand einst die Wiege der Stadt, in Downtown L.A.. 
Downtown L.A.
Wir fahren von unserem Hotel mit der U-Bahn zur »Union Station«. Was wie eine Kirche aussieht ist der schöne alte Hautbahnhof imArt-déco/Mission-Style von 1939. Er ist, mit seinen alten Holzbänken und Anzeigetafeln, immer noch ein wichtiger Knotenpunkt und eines der schönsten Gebäude Kaliforniens!
In den Filmen „Pearl Harbour“, „Blade Runner“ und „The Dark Knight Rises“ spielte er auch mit.



Hier im Park in Downtown wurde »El Pueblo« gegründet. Die alte Missionskirche stammt aber aus den 1860er Jahren, sie wurde zweimal neu aufgebaut. Vom Platz geht die Olvera Street ab, vollgestopft mit Souvenier- und Handarbeitsläden, die den mexikanischen Ursprung symbolisieren soll (sie wurde aber erst später angelegt).
Wir besuchen die alte Kirche und gehen anschließend durch den Hof in Richtung der Hochhäuser.
Unterwegs in Downtown
Zunächst kommen wir an unzähligen Zelten, Matratzen, Einkauswagen von Obdachlosen vorbei, die hier an der Schnellstraße campieren (z. B. N Spring St). Manche »wohnen« offensichtlich auf dem blanken Stein. Die doch so öffentliche Armut hier fällt dem Europäer auf!
Dann kommen wir auch an einem hohen weißen Gebäude im Art-déco-Stil mit vielen Flaggen an der Front vorbei, der City Hall. Das ist das »Rathaus« von L.A. 1928 gebaut überragt es mit seinen 27 Stockwerken alle anderen, auch nicht gerade kleinen Häuser. Für die anderen soll es eine Begrenzung auf 13 Stockwerke geben.

Und mittendrin: ein Kinderspielplatz! Mit der Kulisse!
Übrigens: Die City Hall bietet eine kostenlose Aussichtsterrasse mit einem Blick über das Hochhausviertel! Leider Samstag und Sonntag geschlossen.Und dann noch ein interessantes Haus: Die »Walt Disney Concert Hall«! Hier am Straßenrad gibt es auch erst mal etwas zu trinken! Wir kommen in die Mittagshitze!
Walt Disney Concert Hall: das Zuhause der Los Angeles Philharmonic!
Hier gibt es keine einzige gerade Wand. Die 2265 Sitze fassende Halle ist nicht nur einmalig in der Gestaltung, sie hat auch eine tolle Akustik.






Angels Flight ist der Name einer historischen Standseilbahn mit einer Spurweite von 762 mm[1] am Bunker Hill in Downtown Los Angeles. Die Bahn galt bei ihrer Eröffnung 1901 mit einer Streckenlänge von damals knapp 100 Metern als kürzeste Bahnstrecke der Welt. Angels Flight war Drehort zahlreicher Hollywood-Filmproduktionen.
Da es Ende der 1960er-Jahre zu einer grundlegenden Neugestaltung des heruntergekommenen Wohngebietes am Bunker Hill kam, wurde der Betrieb der Bahn 1969 eingestellt. Die Bahn wurde demontiert und ihre Einzelteile wurden eingelagert… 1996 wurde die Anlage an anderer Stelle wiedererrichtet. Seitdem verbindet die heute 91 Meter lange Strecke die Hill Street mit der California Plaza.
Dort gibt es übrigens eine alte Markthalle mit interessanten Restaurationen und freiem Verkauf. Wikipedia
Richtung Westen liegt in »Greater L.A.« (oder auf deutsch: »im Speckgürtel«) SANTA MONICA am Pazifischen Ozean! Hier endet auch die legendäre Route 66. Der Pier und die feinsandigen Strände locken die Menschen an und wir schieben uns durch das Gedränge. Aber: war das ein Sonnenuntergang! – Später sind wir in den Ort zurück und haben in einem einfachen, normalen Restaurant gut gegessen. Vorort Hollywood
Kernstück von Hollywood ist der Walk of Fame mit seinen berühmten Sternen auf dem Bürgersteig. Etwa 2.500 Stars und Sternchen aus Film, Fernsehen und Show durften sich bisher hier (für viel Geld!) auf den Fußweg einlassen. Falls sie selbst Ambitionen haben … schauen sie sich die offizielle Seite an! Dann wissen sie schon mal, wie es geht 🙂 



Seinen heutigen Namen erhielt Hollywood im Jahr 1886 von der Familie Whitley. Zu jener Zeit begann der aus Oklahoma zugewanderte Harvey J. Whitley sich hier als Immobilienmakler zu engagieren. Um 1900 hatte die Gemeinde ein Postamt, eine Zeitung, ein Hotel, zwei Märkte sowie 500 Einwohner.
Der eigentliche Aufstieg Hollywoods begann im Jahr darauf (Anm. 1911), als David Horsleys Nestor Company hier das erste Filmstudio eröffnete. Noch im gleichen Jahr siedelten 15 weitere, Independents (Unabhängige) genannte Unternehmen von New York, dem damaligen Zentrum der Filmindustrie, nach Hollywood über. Zu den Pionieren der ersten Stunde gehörte auch Carl Laemmle aus Laupheim in Württemberg, Gründer der Independent Moving Pictures Company. In den folgenden Jahren siedelten immer mehr Filmstudios nach Hollywood und einigen umliegenden Orten (z. B. Burbank), um dem in New York vorherrschenden Monopol der Motion Picture Patents Company (MPPC) zu entkommen.
aus Wikipedia

WB Filmstudios Hollywood

Die vier aus Polen stammenden Brüder Harry, Albert, Samuel und Jack L. Warner gründeten die Filmgesellschaft, indem sie ihren Vater, der im Liefergewerbe tätig war, im Jahre 1903 überredeten, sein Pferd und eine goldene Uhr zu versetzen, um einen der ersten Filmprojektoren, das Edison-Kinetoskop, zu erwerben. Damit führten sie an unterschiedlichen Standorten in den Vereinigten Staaten als Jahrmarktsattraktion Filme vor, da Kinos im heutigen Sinne noch nicht üblich waren. Mit diesem Geschäft legten die Warner Brothers den finanziellen Grundstein für ihr Filmgeschäft. Später begannen sie, eigene Filme zu produzieren und konnten 1918 mit dem Erlös ein Filmstudio am Sunset Blvd. errichten.
Wikipedia
»Explore our outdoor sets and soundstages used to create productions such as The Big Bang Theory, Pretty Little Liars, La La Land, Argo and Gilmore Girls. Each tour includes exclusive access to original props, costumes, picture cars, and sets used from Batman to Friends. Additionally, studio tour guests will stop at the DC Universe – DC Comics Exhibit, the real Central Perk Friends set, original Batman Museum – Batmobile Collection, and so much more. Visit the best studio tour in Los Angeles and interact with all the magic of film making today! We get you closer to the entertainment you love.« Warner Bros 



















Palm Springs

Der San Jacinto Peak liegt westlich von der Stadt Palm Springs und östlich vom gebirgigen Ort Idyllwild-Pine Cove. Die steile Schichtstufe an seiner Nordseite steigt oberhalb vom Snow Creek auf einer Länge von 11 km um 3000 m an. In den Continental United States entspricht dies einer der stärksten Höhenveränderungen in Relation zur kurzen Strecke.
Die Palm Springs Aerial Tramway ist eine 1963 eröffnete Luftseilbahn bei Palm Springs in Kalifornien. Von der Talstation in 806 m Höhe bis zur 2597 m hoch gelegenen Bergstation am Mount San Jacinto im Santa Rosa and San Jacinto Mountains National Monument überwindet sie einen Höhenunterschied von 1791 m und mehrere Klimazonen. Die Pendelbahn fährt dabei über 5 Stützen und legt eine schräge Länge von 3895 m zurück.
(alles aus Wikipedia)
Sie ist die größte der drei rotierenden Luftseilbahnen der Welt, seit sie im Jahre 2001 von Doppelmayr umgebaut und mit einer ROTAIR-Kabine der CWA ausgestattet wurde, deren Standfläche im Inneren sich während der Fahrt um sich selbst dreht. Diese Kabine hat einen Durchmesser von 5,5 m und fasst 80 Personen und den Kabinenbegleiter. Sie wiegt leer 10 t und beladen maximal 16,2 t.
aus einem Prospekt der Palm Springs Aerial-Tramway 






PHOENIX ARIZONA

Phoenix – die größte Stadt im Land – liegt zentral in Arizona im Valley of the Sun (»Sonnental«) der Sonora-Wüste. Das erweiterte Stadtgebiet hat vier Millionen Einwohner. Es umfasst Mesa, Scottsdale, Glendale, Tempe, Chandler, Gilbert, Peoria und viele kleinere Orte wie Goodyear, Avondale, Litchfield Park und Anthem sowie überwiegend von Rentnern bewohnte Gemeinden (Retirement Communitys) wie Sun City, Sun City West und Fountain Hills.
Der Salt River fließt vom Nordosten des Maricopa County durch den Süden von Phoenix. Die Grenze zu Tempe wird vom La Toma Crosscut Canal gebildet. Der Großraum Phoenix wird begrenzt von Gebirgen, den McDowell Mountains im Norden, den Superstition Mountains (mit der markanten Weavers Needle) im Osten, der Sierra Estrella und den South Mountains im Süden sowie den White Tank Mountains im Westen. Alles Wüste!
Mehr als 2000 Jahre lang wohnte das Hohokam-Volk im Gebiet des heutigen Phoenix. Die Hohokam schufen ein rund 135 Meilen umfassendes Netz von Bewässerungskanälen, die die Wüste landwirtschaftlich nutzbar machten. Wikipedia
Wir sind nur ersatzweise (Buchungsfehler) in diese Stadt gefahren, sie lag »auf dem Weg«. Ehrlich gesagt: man muss sie nicht gesehen haben. Schon das Hotel »Rodeway Inn« war ein Tiefpunkt. Sauber sind eigentlich alle und freundlich ja auch, aber hier gab es z. B. neben der Rezeption zwei ganze Barhocker am Wandboard, an dem die Gäste das noch spärlichere Frühstück einnehmen durften! In den USA geht man eben woanders frühstücken, z. B. zu Starbucks ;-). Auf der gesamten Tour sahen wir es nirgendwo so aufgräumte, gefegte und leer auf den Straßen wie in Phoenix. Nicht mal die Armen oder die Bettler waren zu sehen. Vielleicht lag‘s an einer Veranstaltung, zu der am Abend gefühlt die gesamte Einwohnerschaft strebte: Basball im großen Stadion! Wir mussten schauen, wo noch ein Restaurant offen war … 




Monument Valley
Im Navajo-Reservat liegt diese legendäre Landschaft, die sie ganz bestimmt schon selbst gesehen haben! Denn: Hier im Monument Valley wurden viele berühmte Western gedreht.
Über 300.000 Navajo-Indianer sollen heute noch in »ihrem« Gebiet leben (natürlich im Reservat!).






GRAND CANYON






Um den grandiosen Blick über die bis zu 1.600 m tiefen Schluchten zu verstehen, muss man wissen, dass man auf einem Hochplateau steht. Wer also den Atem anhält, ist von dieser grandiosen Sicht überwältigt oder aber er verträgt die dünne Höhenluft nicht gut! Mein Garmin hat hier am Aussichtspunkt 2.269 m NN gemessen. Man schaut sozusagen vom Gipfel hinunter ins Tal.
Das Hochplateau soll vor 65 Mio. Jahren (!) durch tektonische Bewegungen entstanden sein (der Mensch ist – soweit Knochenfunde erzählen – wohl erst seit 300.000 Jahren da!). Die Schlucht des Colorado zieht sich 450 km (!) durch das Plateau (bei einer Fläche von 337.000 km² – Deutschland misst zum Vergleich 357.385,71 km²). Zwei Talsperren im Nord-Osten und Süd-Westen haben den wilden Fluß gebändigt!







Staudamm »HOOVER DAM«

Früher fuhr man von Las Vegas nach Arizona über eine Staumauer, doch das wurde zu eng. Heute schwingt sich die O’Callahan & Tillman Memorial Bridge mit einer vierspurigen Straße über die Schlucht. Dabei hat mein einen schönen Blick über den aufgestauten Colorado River.
Mit der Talsperre hat man den Colorado gebändigt und viel für örtliche Wirtschaft einschl. des Tourismus getan! Durch die Schneeschmelze in den Bergen überschwemmte der Fluss früher immer wieder das Land. Einmal änderte der Colorado sogar seinen Flusslauf und eine Senke lief voll (Salton Sea). 1922 beschloss man, die Wassermassen durch Staudämme zu regulieren.
Das »verrückte« LAS VEGAS!


Von unserem Hotel schauen wir auf die Silhuette des verrückten Las Vegas. Was wird uns erwarten? Wir gehen erst einmal essen, „zu Fuß!“, 15 Minuten – wie der Portier Auskunft gibt – »für Europäer«! Für Amerikaner ist das nicht vorstellbar, die fahren selbstverständlich mit dem Auto! Wir kämpfen uns also entlang einer sechsspurigen »Straße« (streckenweise mussten wir über den Drive auf den schmalen Mittelstreifen sprinten, weil der Bürgersteig neu angelegt wurde und komplett abgesperrt war). 
Die wohl bekannteste Bahn in Las Vegas ist »Roller Coaster«, welche direkt um das Hotel/Casino »New York New York« herum gebaut ist und mit 107,8 km/h unterwegs ist. Mit 1.456 Meter ist es der längste Coaster in Vegas. Die Bahn wurde bereits 1997 als »Manhattan Express« eröffnet und war damals die schnellste und höchste Looping-Achterbahn weltweit. Die Bahn kann man auch fahren, ohne im Hotel eingecheckt zu sein. Ein Ticket kostet aktuell 14 Dollar. Auf dem Roller Coaster kann man übrigens auch für 600 Dollar heiraten.
aus www.achterbahn-freizeitpark.de
Das muss man sich einmal vorstellen: Ein lausiges Kaff mitten in einer Wüste. Man setzte sich über das amerikanische Glückspielverbot hinweg und die Besucher strömen! Es entsteht die größte Stadt in Nevada (ca. 630.000 Einwohner im Kern). Die Einnahmen durch Touristen betrugen 2014 rd. 40 Milliarden US-Dollar! An Wochenenden kommen Familien und Einzelgänger aus allen Bundesstaaten nach Las Vegas, wohnen im Hotel, Essen und Trinken gut und feiern in die Nacht hinein, frönen dem Spieltrieb. Die großen Hotels auf dem Strip haben große Spielhallen im Keller, die meistens übergangslos mit den anderen Spielhallen anderer Hotels verbunden sind. (Denn: über die Straße gehen kann man nicht, da gibt es ab und zu eine Fußgängerbrücke.) Tausende Roulette-Tische und einarmige Banditen stehen hier, man kann sich das Essen am Tisch servieren lassen. Der Stratosphere Tower ist mit 1149 Fuß (ca. 350 Meter) der höchste freistehende Aussichtsturm der Vereinigten Staaten und birgt in seiner Aussichtsplattform das Top of the World Restaurant. Das Turm- beziehungsweise Drehrestaurant dreht sich innerhalb einer Stunde einmal um seine Achse und bietet dabei einen kompletten Rundblick über Las Vegas.
Oberhalb der Aussichtsplattform befand sich ab dem 30. April 1996 die auf 280 Meter Höhe gelegene Achterbahn High Roller, die bis zum 31. Dezember 2005 die höchstgelegene Achterbahn der Welt war und zwischenzeitlich vollständig abgebaut ist. Mit dem Big Shot kann man sich am Turmmast 40 Meter hochkatapultieren lassen, anschließend kehrt man im freien Fall auf den Ausgangspunkt, hoch über den Dächern von Las Vegas zurück. Bei Big Shot wirken 4g auf den Fahrer, an der Spitze ist man für eine kurze Zeit schwerelos. Die dritte Attraktion am Dach des Turms (seit 2003) heißt X-Scream. Mit dem Fahrgeschäft Insanity – The Ride, eine Art Kettenkarussell, hat man einen freien Blick in die Tiefe.
Seit 19. April 2010 bietet der Stratosphere Tower den höchsten Sky Jump der Welt an. [aus Wikipedia]
DEATH VALLEY
mit Zabriskie-Point

Dieser „trockenste“ Nationalpark ist Teil der Mojave-Wüste. Auf dem Weg von Las Vegas zur Küste bei Frisco muss man einen Umweg fahren, um durch das „Tal des Todes“ zu kommen. Der tiefste Punkt der USA – 85,95 Meter unter NN – liegt hier. Death Valley ist von mehreren Gebirgen umschlossen. Wir sind schon in Kalifornien, nur ein kleiner Teil liegt noch in Nevada. Als in Deutschland 2018 der heiße Sommer herrschte, war Death Valley der heißeste Ort der Welt! 
Jetzt halten Sie sich fest! Es gibt in dieser Hölle mehr als 19 Sehenswürdigkeiten: z.B. Artist’s Palette, Badwater Basin – tiefster Punkt der USA, Barker Ranch, Charcoal Kilns, Dante’s View, Devil’s Golf Course, Hidden Valley, Lippencott Road, Mesquite Sand Dunes, Mesquite Springs, Mosaic Canyon, Racetrack Playa, Salt Creek, Shoreline Butte, Telescope Peak (höchster Punkt der Wüste), Titus Canyon, Ubehebe Crater, Ventifact Ridge und Zabriskie Point!
[siehe Wikipedia!]Zabriskie Point
Der Zabriskie Point ist ein Aussichtspunkt im Gebiet des Gebirgszugs der Amargosa Range im Death-Valley-Nationalpark, der für seine bizarren Erosionslandschaften um den ehemaligen Lake Manly bekannt ist. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Christian Brevoort Zabriskie aus Wyoming benannt, dem Vizepräsidenten und Geschäftsführer der Pacific Coast Borax Company, die mit dem Boraxabbau in dem Gebiet beauftragt war.
Die Gesteinsformationen, auf die man von diesem Punkt sieht, sind die Sedimente des ehemaligen Furnace Creek Lake, der vor fünf Millionen Jahren ausgetrocknet ist.
Zabriskie Point ist auch ein Film des italienischen Regisseurs Michelangelo Antonioni von 1970. Er ist nach dem gleichnamigen Aussichtspunkt im Death Valley benannt und gilt als Hommage an die Flower-Power- und Hippie-Bewegung der späten 1960er Jahre…
YOSEMITE NATIONALPARK
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Nach der Ankunft kurz zum »Bass Lake«
Dieser See in der Sierra Nevada ist örtlich die größte Touristenattraktion, hauptsächlich als Erholungsgebiet für Familien. Angeln, Campen und Bootfahren sind beliebt. Früher soll das ein Treffpunkt der »Hell’s Angels« gewesen sein. Die Road 222 führt rund um den See Wir quartieren uns im »Confort Inn Yosemite Area« in Oakhurst ein. Die Hotelausstattung in den USA ist mit unserem europäischen Standard nicht zu vergleichen, weder beim Komfort noch beim Preis … Nachdem wir beim Frühstück genügend Plastikmüll produziert hatten, konnte es losgehen: Auf in den bekannten Nationalpark!
Wir mieten uns ein Bicycle und radelten durch das Kerngebiet des Parks. Für mehr hatten wir leider keine Zeit: Frisco wartete!Der Yosemite-Nationalpark in Kalifornien, etwa 300 Kilometer östlich von San Francisco, erstreckt er sich über 3081 Quadratkilometer entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada. Jährlich zieht der Yosemite-Nationalpark vier Millionen Besucher an, von denen ein Großteil lediglich den zentralen Teil des Parks, das Yosemite Valley, besichtigt.
Das Gebiet des heutigen Parks war das erste, das von der Bundesregierung der Vereinigten Staaten offiziell als Park eingeplant war. Der Park wurde 1864 auf der Grundlage des kalifornischen Rechts geschaffen und 1890 von der Bundesregierung übernommen. Er ist der drittälteste Nationalpark der USA und weltweit. Im Jahr 1984 wurde er zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, da seine beeindruckenden Felsen aus Granit, seine Wasserfälle und klaren Bäche, die Haine von Riesenmammutbäumen und seine Artenvielfalt weltweit bekannt sind.
[aus Wikipedia]
SAN FRANCISCO
San Francisco und Los Angeles sind Gegensätze in Kalifornien (mir kommt Köln und Düsseldorf in den Sinn). LA ist die Hauptstadt der Unterhaltungsindustrie, Frisco hat dagegen kultivierte Viertel, ist Sammelpunkt der Beat-, Hippie- und Schwulenbewegungen, hier wurden die Vereinten Nationen gegründet, hier kommen die Bluejeans her. Die Lage am Pazifik, das milde, kühle Klima, die interessante Landschaft und herrliche Natur gibt Lebensfreude und den Bewohnern Selbstbewußtsein. Freilich hält die „Schöne an der Bucht“ auch ein Risiko bereit: Erdbebengebiet!
Wahrzeichen sind u.a. die Golden-Gate-Bridge, die Cable-Cars und vielleicht der plötzlich vom Meer aufziehende Nebel. In der Stadt kommt man auch gut ohne Auto zurecht.


Hotelzimmer und Parkplätze sind teuer in San Francisco. Wir haben unser Auto also in einer Garage »eingelagert« und ein preiswertes, zentrales Hotel gefunden. Nun geht es zu Fuß oder per Netzkarte für Bus und Bahn los!
Direkt vor unserem startet die berühmte Cable-Car und es gibt meist eine endlose Schlage von wartenden Touristen. Wir folgen dem Rat des Reiseführers, fahren ein paar Stationen mit der U-Bahn und finden dort eine fast leere Station dieser Attraktion vor. Fahren Sie doch einfach mal mit!Video: Cable Car
Nob Hill

Nach der schönen Fahrt bergauf klettern wir weiter zu einer Kirche hoch: Grace Cathedral ist eine bischöfliche Kathedrale auf Nob Hill. Es ist die Domkirche der bischöflichen Diözese Kalifornien, die seit 2006 von Bischof Marc Andrus geleitet wird. Nob Hill ist ein wohlhabender kleiner Stadtteil auf einem Hügel, seit Generationen Heimat vieler vermögender Familien, der manchmal sarkastisch als »Snob Hill« bezeichnet wird. Ein Reiseführer schreibt: »Roms sieben Hügel kennt man, die Namen aller 43 Hügel San Franziscos wissen nicht einmal die Einheimischen…
Der Eingang der Kathedrale hat ein großes Türenpaar, das oft als »Ghiberti-Türen« bezeichnet wird. Sie sind Reproduktionen der Türen des Florentiner Baptisteriums von Lorenzo Ghiberti, die auch als »Tore des Paradieses« bezeichnet werden.






Auf dem Boden der Grace Cathedral befindet sich ein Labyrinth, das auf dem berühmten mittelalterlichen Labyrinth der Cathédrale Notre-Dame de Chartres (Die Kathedrale Unserer Lieben Frau von Chartres), Frankreich, basiert.
In der Kathedrale befinden sich 7.290 Quadratfuß (677 m²) Buntglasfenster von bekannten Künstlern, die über 1100 Figuren von Adam und Eva bis Albert Einstein darstellen. Zweiunddreißig Fenster oder Fenstergruppen aus den Jahren 1930 bis 1966 wurden von dem Amerikaner Charles Connick und seinem Bostoner Studio entworfen. Dazu gehören die Fensterreihe Chapel of Grace und Baptistry, die über 32.000 Glasstücke enthält und fast 77,4 m² bedeckt . (Wikipedia)
Mich hat die »Himmelsleiter« fasziniert, die aus lauer Neonröhren fast vom Boden bis ins Gewölbe ragte. Der Anblick löste Assoziation aus.
Die Kirche hat eine lange Geschichte; die Stammgemeinde der Kathedrale wurde 1849 während des kalifornischen Goldrausches gegründet.
Im Jahr 1865 veröffentlichte Mark Twain (in der kalifornischen Zeitung) angeblich eine private Korrespondenz zwischen ihm und potenziellen Kurzzeitrektoren, und verspottete die etwas erfolglosen Bemühungen der Kirche, in den 1860er und 1870er Jahren einen Kurzzeitrektor zu finden. … Zu den Kurzzeitrektoren gehörte der Rollfilm-Erfinder Hannibal Goodwin und James Smith Bush, der Urgroßvater des ehemaligen US-Präsidenten George HW Bush und Ur-urgroßvater des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush.
Am 28. März 1965 hielt Martin Luther King Jr. eine Predigt in der Grace Cathedral im Rahmen des Festes zur Feier ihrer Fertigstellung und Einweihung. Ungefähr 5.000 Menschen waren anwesend, um Kings Predigt zu hören.






Hafenviertel

Nach dem langen Weg hinunter – durch Chinatown und an der Transamerica Pyramide vorbei – ist Mittagszeit und wir haben uns eine Pause verdient! Hier unten sind wir im Hafenviertel und es gibt eine Menge Restaurants, Cafés und Snackbars … es soll über 1.000 Restaurants hier geben. Nationale Küche oder japanisch, chinesisch, mexikanisch, französisch, italienisch, vietnamesisch, indisch … 




Das Ferry Building ist ein Terminal für Fähren im Hafen San Francisco und ein Einkaufszentrum, das sich an der Straße The Embarcadero befindet. Im Turm des Gebäudes befindet sich eine große Uhr, die von der Market Street, einer der größten Durchgangsstraßen der Stadt, zu sehen ist. Tagsüber spielt die Turmuhr zu jeder vollen und halben Stunde einen Teil des Westminsterschlags. Architektonisch ist der Turm der Giralda der Kathedrale von Sevilla in Spanien aus dem 12. Jahrhundert nachempfunden. 
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Galicien Spanien
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Spanien hat in Südeuropa, neben Italien, mit die schönsten Landschaftsbilder zu bieten. Wir starteten in der Hauptstadt Madrid und fuhren durch Galicien in den Norden. Die Hauptstadt Madrid, vor allem aber das Grab des Jüngers Jakobus, sind sehr touristisch frequentierte Ziele. Eine Stunde auf dem »Camino« mit Ziel Santiago de Compostela wandern (sprich: zum »Sternenfeld des heiligen Jakob!«, mit Blick auf die Kathedrale), ist schon ein Erlebnis. Nicht jeder kann den Jakobsweg komplett laufen.
Doch auch die anderen Städte Avila mit Mauer und Teresa, die Universitätsstadt Salamanca, La Coruna (wie in der Bretagne oder Irland: mit Dudelsackmusik und dauerhaftem Regen!), Leon, Segovia und wieder zurück nach Madrid, waren sehr sehenswert.
Wie jede Hauptstadt in Europa hebt sich auch Madrid vom umgebenden Land besonders ab. Hierunter sehen wir den Königspalast, die umgebaute Markthalle und ein Standbild, das offensichtlich auch Glück bringt, wenn man es berührt…
Wir kommen am Ende der Reise noch mal ausführlicher in die Hauptstadt.


Avila

Zuerst aber fahren wir nach Avila! Die Stadt hatte kein Geld, ihre mittelalterliche Stadtmauer zu schleifen. Was für ein Glück! Heute besitzt sie die am besten erhaltene mittelalterliche Stadtmauer Europas! Über 2 km lang, mit 88 Türmen! Außerdem ist Avila die höchstgelegene Provinzstadt in Spanien: 1.131 Meter über NN! 

















Wir betreten die Stadt durch ein imposantes Tor, die »Puerta de San Vicente«. Hier ist auch die Apsis der Kathedrale in die Mauer integriert. Adolfo Suárez, der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Spaniens nach dem Tod des Diktators Francisco Franco, kommt aus dieser Gegend und steht hier in Avila an exponierter Stelle. Ebenfalls auf diesem Platz steht eine uralte Skulptur eines Veton Wildschweins. 









Ein Name wird ihnen im Zusammenhang mit Avila vielleicht schon eingefallen sein: Die heilige Teresa von Avila!
Teresa de Cepeda y Ahumada (1515-1582) ist eine Ordenserneuerinnen der katholischen Kirche. Mit 7 Jahren lief sie von zu Hause weg, um den Märtyrertod zu suchen. Ihr Onkel griff sie kurz hinter der Stadt auf. Es soll dort gewesen sein, wo man die beste Aussicht auf die Stadt mit ihren Mauern hat: »Los Cuatro Postes« an der Straße nach Salamanca (s. unten!). Sie wurde Nonne, lehnte sich gegen ihren Orden auf und gründete ein eigenes Kloster. Danach bereiste sie ganz Spanien und gründete viele weitere Klöster der »Unbeschuhten Karmeliten«.
Ist das nicht eine wunderbare Sicht auf die alte Stadt und die komplett erhaltenen Mauern?


Salamanca




Schon von weitem sehen wir die beiden aneinander gebauten Kathedralen und fahren an der »Puente Romano«, der alten Brücke der Römer aus dem 1. Jahrhundert n.Chr. vorbei. Später, wenn wir über den Rio Tormes gefahren sind, treffen wir sie auf der anderen Seite wieder. Sie besitzt noch 15 der ursprünglich Bogen.
Übrigens: Nicht weit weg in Valladolid ist der Comandante Cristóbal Colón verbittert und in Armut gestorben! Christoph Kolumbus, der Entdecker Amerikas im Auftrag der Spanischen Könige, der eigentlich Indien gesucht hatte. Sein Leichnam ruht allerdings in Teilen über die ganze Welt verstreut.





Die alte Kathedrale von Salamanca (Catedral Vieja de Santa María del Asedio) ist zusammen mit der angrenzenden größeren neuen Kathedrale die Bischofskirche des römisch-kat8olischen Bistums Salamanca. Die romanisch-frühgotische Basilika erhielt 1854 den Rang einer Basilica minor. Seit 1988 ist sie Teil der UNESCO-Welterbestätte Altstadt von Salamanca. –>Wikipedia
Uns wurde erzählt, dass der alte Turm bei dem großen Erdbeben von Lissabon 1755 (das Epizentrum lag tatsächlich noch weiter im Atlantik) beschädigt wurde, und man kann auch sehen, dass er nicht mehr ganz gerade aufragt.Die beiden Kathedralen von innen
























…




Eine der beiden „wichtigen Attraktionen für Touristen“ befindet sich um die Ecke an einem Portal. Als es restauriert wurde, all die Verzierungen und Figuren gereinigt und zum Teil erneuert waren, fand sich ein Stückchen Steinmetzarbeit als Reminiszens an unsere technischen Errungenschaften: der russische Raumfahrer Gagarin! Ihn zu finden, scheint ein wesentliches Ziel der Besucher zu sein! 



Die Universität wurde 1218 von Alfonso IX gegründet. Die Fassade aus dem 16. Jh. gilt als Musterbeispiel für den plateresken Stil. Hier wartet die zweite Aufgabe für die Touristen: Finden sie den Frosch! Es heißt, dass jeder Student, der den Frosch findet, gute Arbeiten schreibt …(Er sitzt auf dem linken Totenkopf). Eigentlich ist es eine Kröte. Sie symbolisiert die Ausschweifungen im Leben, die nach dem Tod gesühnt werden – eine Mahnung an die lebenslustigen Studenten.
Gegenüber dem Portal steht das Standbild von Luis de León, der hier Theologie unterrichtete. Er wurde 5 Jahre von der Inquisition gefangen gehalten und „befragt“. Als er den Unterricht wieder aufnahm, soll er seine Studenten mit „Wo waren wir stehen geblieben …“ begrüßt haben!






Ein Tierkreisfresko an der Decke finden wir nebenan im Escuelas-Menores-Gebäude (der Himmel von Salamanca).
Víctor oder Vítor stammt vom lateinischen Wort victor, „Sieger“. Das Wort wird zudem als Interjektion einer Beifallsbekundung verwendet, insbesondere im Rahmen der Feierlichkeiten bei der Verleihung eines Doktortitels. Es hieß, bei der künstlerischen Gestaltung des Symbols gebe es regelrechte Wettbewerbe(V-Í-T-O-R bzw. V-Í-C-T-O-R).





Oben links sehen wir das »Haus der Muscheln« (Casa de las Conchas), das heute eine Bibliothek beherbergt. Die Muscheln sind ein Symbol des Ordens von Santiago und des Jakobweges. Unten sehen wir den großen »Plaza Mayor«. 





Zamora







In Zamora sind einige romanische Kirchen zu sehen. Die Stadt war während der Rückeroberung durch die Christen Schauplatz heftiger Kämpfe. Zunächst aber beindruckt auch hier die uralte Stadtmauer. Aber auch die erhaltenen Paläste »Palacio de los Momos« und der »Palacio de Cordón« sind sehenswert. Prunkstück aber ist die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert mit der imposanten Kuppel. 








Die Kathedrale entstand zwischen 1151 und 1174 im romanischen Stil, für den sie eines der besten Beispiele in Spanien ist. Mehrere spätere Maßnahmen fügten gotische (Apsiden und Chorraum) Elemente und solche im Herrerastil (Kreuzgang) hinzu. Die dreischiffige Kirche besitzt ein Querhaus und drei halbrunde Apsiden. Die einzigartige Vierungskuppel im byzantinischen Stil, das Wahrzeichen der Stadt Zamora, wird von 16 Doppelsäulen getragen. Der Glockenturm besitzt einen quadratischen Grundriss. Im Innern sind zahlreiche Kunstschätze wie das Chorgestühl, die Christusfigur Cristo de las Injurias und eine heilige Jungfrau Nuestra Señora de la Majestad zu sehen. Am Portal Puerta del Obispo weisen beide Bogenfelder Reliefs auf. Eins zeigt die Jungfrau Maria mit dem Kind, das andere die Apostel Johannes und Paulus.(aus spain.info)
Das Museum neben dem Kreuzgang besitzt eine Sammlung flämischer Gobelins aus dem 15./16. Jahrhundert.





Nach der Kathedrale war diese Kirche das schönste und größte Gotteshaus der Stadt. Sie wurde im 11. Jahrhundert auf den Resten der ehemaligen Kirche Santa Leocadia errichtet und vereint aufgrund der zahlreichen Umbauarbeiten verschiedene architektonische Stile. 
Von Zamora hat man auch einen wunderschönen Blick über die Landschaft und den Douro, der in westliche Richtung nach Porto in den Atlantik fließt. Ihn quert eine Brücke aus dem Mittelalter. Iglesia de San Pedro y San Ildefonso












Santa Maria Magdalena






Die römisch-katholische Kirche Santa María Magdalena in der Rúa de los Francos wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts begonnen. Die Bauarbeiten zogen sich bis ins frühe 13. Jahrhundert hin. Die Maria Magdalena geweihte Kirche war ursprünglich im Besitz des Johanniterordens. 1910 wurde die romanische Kirche zum Baudenkmal (Bien de Interés Cultural) erklärt.
(aus Wikipedia)


Santiago de Compostela
Von Constantin Uhde – Constantin Uhde, Baudenkmäler in Spanien und Portugal. Aufnahmen einer Reise 1988-1989, Gemeinfrei
Der Name
Der Name setzt sich zusammen aus Santiago, was über die Zwischenform Sant Jago eine abgeschliffene Form von lateinisch Sanctus Iacobus (deutsch heiliger Jakob) darstellt, und Compostela. Der zweite Namensteil wird verschieden gedeutet. Volksetymologisch und wegen der Erwähnung einer Lichterscheinung in Zusammenhang mit dem Jakobsgrab wird gern das lateinische campus stellae („Sternenfeld“) angenommen (siehe Stadtwappen: Stern und Reliquienschrein). Allgemein geht man heute von einem Friedhof – die Römer begruben ihre Toten an Wegen und Kreuzungen – an einer Straße als Namensgeber aus und erklärt etwa mit lateinisch compostum („Friedhof“). Im Museum der Kathedrale kann der alte Weg unterhalb der Kathedrale besichtigt werden.
Weil aber auch diese Erklärung letztlich nicht beweisbar ist, finden sich in der Fachliteratur (unter anderem bei Legler) weitere Deutungsversuche, die das in der Translatio erwähnte vorchristliche Heiligtum einbeziehen.
Wikipedia



Es weiß also niemand so genau ob es stimmt, und die meisten Menschen interessiert es auch nur am Rande. Wurde der Apostel Jakob der Ältere (lt. Wikipedia: lateinisch Jacobus Maior „Jakobus der Ältere“, … , lat. Iacobus Zebedaei „Jakobus (Sohn des) Zebedäus“, oder spanisch Santiago, † ca. 44 n. Chr.), wirklich in Galicien begraben? Fest steht dagegen: Vor über 1000 Jahren gelang einer Region im Norden Spaniens eine Meldung in „die Medien“ abzusetzen, die sich sehen lassen konnte! Ein unbekannter Bauer erkannte 813 in den Sternen über ihm einen Hinweis auf ein Feld bei Iria Flavia. Dort fand er das Grab des Apostels Jakobus! Santiago … de Compostela! Oder: „Jabob auf dem Sternenfeld“.
Der Apostel soll nach dem Tode Jesus in Spanien gepredigt haben. Dann wurde er von den Römern in Jerusalem enthauptet. Der Legende nach ist er in ein führerloses Boot gelegt worden und in Galicien angetrieben, auf dem Feld begraben und vergessen worden. Bis der Bauer ihn schließlich fand.
Nun war Santiago auf Augenhöhe mit Rom und Jerusalem! Oder mussten die Spanier dringend etwas unternehmen, weil die Mauren im eroberten Süden sehr erfolgreich agierten? Dem Pilger auf den Jakobswegen wird das egal sein, für ihn ist der Weg das Ziel!






Da hinten, da ist unser Ziel! Nach Tausenden von Kilometern Fußweg! Aber weit gefehlt. Was man von der Bushaltestelle sieht, ist ein Kloster der Franziskaner vor der Stadtmauer. Sie kümmerten sich um die herbeiströmenden Pilgerscharen, z. B. wenn die Stadt abends schon geschlossen war. Man fiel im Mittelater – auch an heiliger Stelle – sehr schnell unter die Räuber! 



Vorbei an einem Hospital ziehen wir zum „Sternenplatz“ und zur Kathedrale, dem Ziel unzähliger Pilger!
Doch auch hier ist zu ergänzen: Santiago de Compostela war im Mittelalter nicht die letzte Station auf der Pilgerreise! Man lief noch ein Stück weiter bis „Finisterre“, dem Ende (fines) der Erde (terrae)! Hier am Atlantik hörte damals die Welt auf! Die Welt war eine Scheibe, um die sich die Sonne drehte. Streng überwacht von der Inquisition.



















A Coruña
Wenn man nach A Coruña fährt, sollte man unbedingt einen Regenschirm mitnehmen! So wie in Bergen in Norwegen oder irgendwo an der Atlatikküste. Auch bei unserem Besuch goss es in Strömen! 
Unter dem spanischen Namen La Coruña findet die Stadt erstmals im 13. Jahrhundert urkundliche Erwähnung. Die Blütezeit der Stadt lag im 14. und 15. Jahrhundert, als sie sich zum Zielhafen englischer Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela entwickelte. Heute ist die Route des Camino Inglés wieder mit der Jakobsmuschel gekennzeichnet. Im Jahr 1588 war die Stadt Ferrol (Provinz A Coruña) Station der spanischen Armada auf ihrem Weg nach England. In der Folge wurde A Coruña im Jahr 1589 von einem englischen Flottenverband unter der Führung von Sir Francis Drake angegriffen, dabei jedoch nicht eingenommen.[Wikipedia] 






Am nordwestlichen Rand der Altstadt liegt die kleine Praza de Santa Barbara umgeben von gotischen Kirchen und Klöstern. Das Kloster Santa Barbara wurde gegründet in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und birgt eine alte Kapelle zu Ehren der hl. Barbara. Der abgeschiedener Plaza ist ein Muss für Kulturinteressierte. .jpg)






Santa María del Campo
Der Tempel ist spätromanisch, eine Basilika mit drei Schiffen und einer Apsis. Es beherbergt ein Bildnis des Heiligen, deren Tympanon die Heiligen Drei Könige zeigt.
Auf dem großen Hauptplatz »Plaza Maria Pita« befindet sich – von Arkaden umgeben – das neoklssizistische Rathaus. 


Die erfolgreiche Verteidigung der Stadt wird, gemäß der Überlieferung, mit der Bürgerin María Pita in Zusammenhang gebracht, nach der auch heute noch der Hauptplatz der Stadt benannt ist. María Pita, eine Metzgersfrau, hob sich bei der Bekämpfung der englischen Freibeuter um den Piraten Sir Francis Drake 1589 durch ihre Hartnäckigkeit hervor. Sie wird heute noch als Heldin und als Symbol für Freiheit gesehen.[Wikipedia] 
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Die Torre de Hércules ist Europas ältester funktionierender Leuchtturm! Ihn haben noch die Römer erbaut. Über 242 Stufen kann man nach oben gehen und die Aussicht genießen (wenn es nicht gerade regnet …). .jpg)
Pilgern am »Camino« nach Santiago
Wie schon oben erwähnt, pilgerten die Menschen im Mittelalter bis nach Finesterre zum »Ende der Welt«. Auch wir sind ein Stück des »Camino« zurück nach Santiago de Compostela gegangen und haben ein wenig nachempfinden können, wie es ist, die Kathedrale am Horizont auftauchen zu sehen … 

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Von Santiago de Compostela geht es nun wieder in südliche Richtung zurück nach Madrid. Nächstes Etappenziel wird aber erst mal Léon sein. Auf der Fahrt dorthin besuchen wir in 1.300 m Höhe ein kleines Pilgerdorf.
O Cebreiro

O Cebreiro besteht als Pilgerstation, seit Alfons II der Keusche 836 hier ein Pilgerhospital und ein Kloster zu dessen Betreuung stiftete. Es ist gleichzeitig wichtig für das aktuelle Pilgerwesen: Von hier – der Wirkungsstätte des Pfarrers Don Elías Valiña Sampedro – gingen wichtige Impulse für die Neubelebung des Jakobswegs aus.
Als wir den Ort in der Höhe erreichen, hat ihn liebevoll eine Wolke umschlungen und wir haben dichten Nebel! Natürlich ist es auf 1.000 m auch ein wenig frischer!





Berühmt ist Cebreiro durch ein Hostienwunder, das sich im Jahr 1300 hier zugetragen haben soll: Ein frommer Bauer kommt trotz Sturm den Berg hinauf zur heiligen Messe, die ein an Gott zweifelnder Mönch zelebriert. Er macht sich insgeheim lustig über den Bauern. Während der Eucharistie wandelt sich jedoch tatsächlich Brot und Wein in Fleisch und Blut Christi, worauf der Mönch geheilt ist. 




Die Pilgerkirche in O CebreiroDie Iglesia Santa Maria ist die älteste Pilgerkirche am Jakobsweg und wurde zusammen mit dem oben erwähnten Kloster gebaut.
Ihr Glockenturm stellt insofern eine Besonderheit dar, als die Glocken nicht im Innern aufgehängt sind, sondern – wie in einem Glockengiebel – in den Bogenöffnungen. In der linken Apsis befindet sich eine Figur des Heiligen Benedikt; die Mittelapsis birgt eine romanische Marienfigur Santa Maria la Real aus dem 12. Jahrhundert, davor ist das Grab des zweifelnden Mönches zu sehen; die rechte Apsis beinhaltet die Gerätschaften des Wunders.
Das Taufbecken aus dem 9. Jahrhundert ist ein Untertauchbecken, wie es bis ins 13. Jahrhundert üblich war. aus Wikipedia


Der Nebel hat sich verzogen, die spanische Sonne scheint und wir machen uns wieder auf Richtung Léon! 





Astorga
Wir machen Mittagspause in Astorga, einer Stadt in der Provinz León, die auf dem Weg liegt. Es ist ein Bischofssitz, wie man gleich sehen wird, sogar eine der größten Diözesen Spaniens.
Historisch gesehen entwickelte sich Astorga am Schnittpunkt wichtiger Verkehrswege, deren wichtigste als Camino Francés (Ost-West) und Vía de la Plata (Nord-Süd) bekannt sind. Heute liegt Astorga etwa 50 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt León in einer Höhe von ca. 870 Metern ü. d. M. am Fuß der Montes de León, die im Peña de Teleno, ca. 20 km westlich der Stadt, 2188 m Höhe erreichen. Astorga ist Hauptort der Comarca Maragatería. Etwa anderthalb Kilometer östlich der Stadt fließt der Río Tuerto. aus Wikipedia 


Sehenswürdigkeiten sind:
die Kathedrale Santa Maria, der Bischofspalast von Antonio Gaudi und Reste der Stadtmauer.





Léon
León wurde 68 n. Chr. vom römischen Kaiser Galba gegründet, der hier die Legio VII Gemina – „siebte römische Doppellegion“ – zur Befriedung der aufständischen Bergbewohner Asturiens und Kantabriens stationierte. Der Name ist auf eine Form von lateinisch »legio – Legion« zurückzuführen und nicht, wie im Wappen und an allen Ecken der Stadt zu sehen, auf den Löwen! 



Unser Hotel »Alfonso V.« am Plaza Santo Domingo kann ein imposantes Treppenhaus vorweisen!
Die Real Basilica De San Isidoro wurde vom 10. bis zum 12. Jahrhundert erbaut und gilt als ein Meisterwerk romanischer Baukunst.
Das Nationalheiligtum ist seit 1063 Grabstätte des Heiligen Isidor von Sevilla, im 7. Jahrhundert Erzbischof von Sevilla und wichtigster westgotischer Kirchenlehrer. Wegen der einmaligen Deckenmalereien wird der Panteón real, die königliche Grabkammer, auch „sixtinische Kapelle der Romanik“ genannt. Die in Ausführung und Zustand beispiellosen Malereien geben einen plastischen Einblick in die Bilder- und Alltagswelt des 12. Jahrhunderts. In großer Farbenpracht zeigen sich biblische und alltägliche Szenen, wie etwa eine Serie von Monatsbildern. Im Kirchenmuseum sind kostbare Stücke der Schatzkammer ausgestellt, etwa der Reliquienschrein des Heiligen Isidor aus dem 11. Jahrhundert. [aus Wikipedia]




Seit 1980 ist León das Zentrum einer leónesischen Autonomiebewegung, die eine Trennung von Kastilien fordert, aber bisher keine entscheidenden politischen Mehrheiten erringen konnte. León war eine wichtige Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. In den Vororten ließen sich Händler und Kunsthandwerker nieder, die ab dem 13. Jahrhundert die Entwicklung der Stadt stark beeinflussten. 


Zentraler Platz ist die Plaza de San Marcelo mit der Märtyrerkirche (13.-16.Jh.) und dem Renaissance-Rathhaus von 1585. 


Kathedrale Santa Maria de Regla









Die Hauptbauzeit liegt zwischen 1255 (oder kurz vor 1255) und 1302 (oder 1303; fast vollendet, aber ohne Türme). Seitdem 1254 Martín Fernandez zum Bischof ernannt wurde, ist in den schriftlichen Quellen häufiger von einer neuen Kirche die Rede. Die Bauarbeiten begannen 1255.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts stand das Bauwerk kurz vor dem Einsturz und musste vollständig restauriert werden. Der Neubau zog sich hin von 1859 bis 1901.
Die Kathedrale von León ist ca. 90 m lang und 30 m breit.
Berühmt sind die Glasfenster der Kirche, die vom 16. bis zum 20. Jahrhundert von unbekannten Meistern geschaffen wurden (nach anderen Angaben bereits ab 1263). Die 125 Fenster sind teils 12 Meter hoch und bedecken eine Fläche von 1800 m². Daneben gibt es 57 Öffnungen und Rosen und drei große Rosettenfenster.
Es dauert ca. 25 Jahre, bis alle Fenster einmal gesäubert bzw. restauriert wurden!



















Segovia-Video
Auf dem Rückweg in die Hauptstadt Madrid besuchen wir eine Stadt mit Sehenswürdigkeiten! Segovia! Anstelle der Bilder sehen Sie einen kleinen Film vom Aquädukt am Anfang und dem Alcazar am Ende, sowie der Kathedrale in der Mitte! {source}
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Hauptstadt Madrid
Die Metropolregion Madrid zählt mit etwa sieben Millionen Einwohnern zu den größten Metropolen Europas. Madrid ist (ohne Vororte) mit rund 3,2 Millionen Einwohnern nach London und Berlin die drittgrößte Stadt der Europäischen Union und die größte Stadt Südeuropas. Madrid ist seit Jahrhunderten der geographische, politische und kulturelle Mittelpunkt Spaniens (siehe Kastilien) und der Sitz der spanischen Regierung. Hier residieren auch der König, ein katholischer Erzbischof sowie wichtige Verwaltungs- und Militärbehörden. Als Handels- und Finanzzentrum hat die Stadt nationale und internationale Bedeutung. In Madrid befinden sich sechs öffentliche Universitäten sowie verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen.
Die Einwohner Madrids nennt man »Madrilenen« (span. madrileños) oder „Madrider“.
(aus Wikipedia)
Stadtrundfahrt mit dem Bus



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Der Ritter von der traurigen Gestalt reitet gegen Windmühlenflügel: Madrid hat ihrem Schriftsteller Miguel de Cervantes hier in der Hauptstadt ein Denkmal gesetzt.
Alonso Quijano, ein kleiner Landadeliger, lebt „irgendwo“ in der Mancha in Spanien. Er hat schon nahezu alle Ritterromane gelesen, deren Begebenheiten er ab einem bestimmten Moment für absolut wahr hält. Diese Lektüre hat ihn so weit der Realität entrückt, dass er eines Tages selbst ein „fahrender Ritter“ werden will, um sich todesmutig mit seinem dürren Gaul Rosinante und seinem trotteliger Begleiter Sancho Pansa in Abenteuer und Gefahren zu stürzen, das Unrecht zu bekämpfen … die Erzählung nimmt ihre Spannung auf..jpg)





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Der Bahnhof Madrid »Puerta de Atocha« ist der größte Bahnhof in der Hauptstadt, er verbindet alle Vororte von Madrid mit den Cercanías Linien. Der heutige Bahnhof besteht aus zwei Teilen. Die Fernzüge, darunter der Hochgeschwindigkeitszug AVE nach Sevilla, enden im wiederum als Kopfbahnhof gebauten oberirdischen Bahnhofsteil. Regionalzüge und S-Bahnen nutzen einen unterirdischen Durchgangsbahnhof, an den sich zwei zweigleisige Tunnels anschließen. (Bilder oben und links) Der Bahnhof war auch Schauplatz der Zuganschläge vom 11. März 2004, drei Tage vor den spanischen Parlamentswahlen, die mit einer Serie von zehn durch islamistische Terroristen ausgelösten Bombenexplosionen 191 Menschen das Leben kosteten. 2051 wurden verletzt, 82 davon schwer. (Denkmal rechts) 
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Parque del Retiro – Madrids Stadtgarten
Die Anlage war für das Königshaus vorbehalten, wurde 1873 dem Volk übergeben, das es nutzt und genießt! Leider sind wir nur daran vorbeigefahren: keine Zeit! 



Die Stierkampfarena
»Der neuen Bürgermeisterin kullerten die Augen aus dem Gesicht, als sie erfuhr, dass der Stierkampf hoch aus dem Stadtsäckel subventioniert wird!“, erzählte uns die Reiseführerin. Imposant ist der Bau aber schon und läd viele Leute zu einem Selfie ein! 




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Puerta de Europa
Das Markenzeichen der Plaza de Castilla ist das »Tor zu Europa«! Die 250m hohen Glastürme neigen sich gegen die Statik über die Straße (Sir Norman Forster). Der Obelisk von 92m wurde von dem Architekten Santiago Calatrava entworfen. .jpg)









Eine lohnenswerte Reise! -
Bremen
Alle Rechte ©gerd-buckan.de Köln 2012 – Verwendung der Bilder nur mit Genehmigung! Bilder einer Hansestadt

In Bremen war ich schon häufig beruflich gewesen, doch dabei sieht man nur wenig und lernt die Stadt nicht wirklich kennen. Ein privater Besuch musste deshalb sein: Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Stadt ist eigentlich ein »Bundesland«, zusammen mit dem 60 km weiter an der Nordsee gelegenen Bremerhaven und die fünftgrößte Stadt der Bundesrepublik. Sie ist sozusagen auch »Landeshauptstadt«. Bremen rivalisiert mit der benachbarten Hansestadt Hamburg! Zum Schlüssel des Petrus im Wappen sagen sie: „Hamburg ist das Tor zur Welt, aber Bremen hat den Schlüssel dazu.“ . Die Einwohnerzahlen gehen kontinuierlich zurück, liegen heute bei rund 550.000 Menschen.

Rund um den Marktplatz

Der Roland ist Mittelpunkt und ein Wahrzeichen der Stadt. Der originale Kopf des Roland ist im Focke-Museum ausgestellt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er aus Furcht vor Zerstörung durch Bombenangriffe durch eine Kopie ersetzt. Sein Blick ist auf den Dom St. Petri gerichtet, der für Besucher das Dom-Museum und den Bleikeller bereithält. Neben dem Roland steht das Rathaus, in dessen Ratskeller Wein serviert und verkauft wird. Roland und Rathaus gehören zum UNESCO-Welterbe. An der Westmauer des Rathauses sind die Bremer Stadtmusikanten, ebenfalls ein Wahrzeichen der Stadt, zu finden. Hier endet die Deutsche Märchenstraße. Es schließt sich die ehemalige Ratskirche Unser Lieben Frauen an.
In Verbindung mit dem alten Rathaus steht das Neues Rathaus, dass nach Plänen von Gabriel von Seidl im Stil der Neorenaissance gebaut und 1913 eingeweiht wurde. Hier befindet sich die Senatskanzlei, also die Regierungszentrale von Bremen. (Wikipedia)












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Auf der gegenüberliegenden Seite des Marktplatzes befindet sich der Schütting , das Haus der Kaufleute. Die Ostseite des Platzes nimmt das Gebäude der Bremischen Bürgerschaft ein, an der Westseite steht eine Reihe von vier Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zwischen dem Schütting und der Bremer Baumwollbörse öffnet sich die Böttcherstraße, ein zwischen 1922 und 1931 entstandenes Gesamtkunstwerk. Sie führt zur Martinikirche an der Weser. .jpg)
In Würdigung des Bauensembles, das von den Bremern gern als gute Stube bezeichnet wird, gab die Deutsche Post AG in der Serie Deutschlands schönste Panoramen einen Briefmarkenzusammendruck im Wert von zweimal 60 Eurocent heraus. Der Zusammendruck aus dem Designbüro Klein und Neumann KommunikationsDesign erschien am 6. Juni 2014.
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Das Schnoorviertel

Der Schnoor ist ein mittelalterliches Gängeviertel in der Altstadt Bremens und wahrscheinlich der älteste Siedlungskern. Das Quartier verdankt seine Bezeichnung dem alten Schiffshandwerk. Die Gänge zwischen den Häusern standen oft in Zusammenhang mit Berufen oder Gegenständen: So gab es einen Bereich, in welchem Seile und Taue hergestellt wurden (Schnoor = Schnur), und einen benachbarten Bereich, in dem Draht und Ankerketten gefertigt wurden (Wieren = Draht). Zahlreiche Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind noch erhalten und vermitteln einen romantischen Eindruck vom Leben in früheren Zeiten. In den Jahren 1856/57 wurde hier das Dienstgebäude der Landherren errichtet, und erst am 19. September 1945 wurde die Stellung des Landherren aufgehoben.
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Das Übersee-Museum

Ferne Kontinente faszinieren seit jeher die Reisenden und Daheimgebliebenen. Bereits vor 100 Jahren präsentierte das Übersee-Museum Bremen „Die Welt unter einem Dach“ und setzt bis heute mit seinen modernen Präsentationsformen Maßstäbe.




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Weint die ägyptische Schönheit vor dem Übersee-Museum etwa bei unserem Abschied? 
Jetzt zur »Schlachte« an die Weser!

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Als Schlachte wird in der Bremer Altstadt die historische Uferpromenade an der Weser bezeichnet. Im amtlichen Sinne ist die Schlachte ein parallel zum Ufer verlaufender Straßenzug … von etwa 660 Meter Länge … Die Schlachte, ursprünglich der Hafenplatz Bremens, hat sich heute zur Gastronomie- und Biergartenmeile gewandelt. .jpg)

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Was gab es sonst noch?



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Hauptbahnhof 


Mühle bei Nacht! Botschaft Rheinland Nachtwächter … und der darf auch nicht fehlen! 
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Amrum
Alle Rechte ©gerd-buckan.de Köln 2019 – Verwendung der Bilder nur mit Genehmigung!Eine eigenwillige Insel
»Unsere Frühgeschichte ist dunkel wie die Nacht«, schrieb einst ein kundiger Norddorfer. Während die anderen Inseln viel früher in der Geschichte auftauchen, findet sich Amrum erst 1231 im sog. »Erdbuch« des dänischen Königs Waldemar II. erwähnt. »Ein Zeichen für die Isolation«, schreibt Georg Quedens in ‚Amrum – Aus alter Zeit‚, »für die Bedeutungslosigkeit der Insel.« Die „Anderen“, das sind vor allem Föhr und Sylt, die unmittelbaren Nachbarn.Der Name leitet sich vermutlich von „Am Rem“ ab, das soviel bedeutet wie »sandiger Rand«. Dies bezieht sich morphologisch auf den der Insel Amrum im Westen vorgelagerten Kniepsand. Eine andere Theorie geht davon aus, dass die Insel ihren Namen von den einst hier siedelnden Ambronen hat. Im oben genanten Erdbuch wird sie als „Ambrum“ erwähnt.



Die Fähren der W.D.R. (erste Irritation des Kölners ???) verkehren in unserem Fall von Dagebüll – Wyk auf Föhr – nach Wittdün/Amrum. Wenn man mit der Bahn anreist, steigt man in Niebüll aus, dort, wo man auch auf den Autozug nach Westerland/Sylt auffahren kann, und lässt sich mit der „Neg-Bahn“ nach Dagebüll an die Mole zum Schiff bringen. Diese Kleinbahn, die heute gar keine mehr ist, gibt es schon seit 1895. Und als ich als Kind nach Wyk zur Erholung geschickt wurde, hörte ich von einer „rasenden Emma“ erzählen.
Nach dem Anlaufen in Wyk geht es mit der Fähre weiter entlang der Insel Föhr bis zum Südstrand (alter Leuchtturm) und dann zur Südspitze Amrums. So kann man quasi „en passant“ noch ein wenig von Wyks Boulevard „Sandwall“ und dem Sonnenuntergang über dem kleinen Leuchturm mitbekommen.



Die Dörfer der Insel sind von Süd nach Nord:
Wittdün, Steenodde, Süddorf, Nebel und Norddorf.
Die ältesten Orte sind Norddorf und Süddorf (-torp), wobei die Namen wohl früher anders gelautet haben müssen, weil die Bezeichnung „Dorf“ erst relativ spät benutzt und die Inseldörfer eher auf -um (friesisch „-heim“) ausgingen (Beispiel Föhr: Alkersum, Borgsum, Dunsum (Groß- und Klein-!), Midlum, Nieblum mit Goting, Oevenum, Oldsum, Süderende, Utersum mit Hedehusum, Witsum und Wrixum!).
Was aus den Wegweisern schon abgelesen werden kann: die Insel ist etwa 6 km lang und 2,5 km breit. Amrum besitzt zudem relativ viel Waldanteil.

Was ist denn „Kniepsand“?Ein Wort zum „Kniepsand“ (aus Wikipedia): Der Kniepsand bildet einen scheinbar zu Amrum gehörenden, 15 Kilometer langen und bis zu 1,5 Kilometer breiten Sandstrand, der der gesamten Westküste der Insel vorgelagert ist und unmittelbar in die tatsächlich zur Insel gehörenden Sanddünen übergeht. Dennoch ist der Kniepsand geologisch gesehen kein Teil Amrums. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wird ein Weiterwandern des Kniepsandes um die Nordspitze Amrums, die Amrumer Odde, herum erwartet.
Hinter dem breiten Dünengürtel liegt der Kniepsand an!
Ankommen in Wittdün
Hier kommt man also heute mit der Fähre an (In früheren Zeiten hatten auch Norddorf und Süddorf ihre Häfen).
Wittdün ist, anders als die übrigen Orte der Insel, ein relativ junger Ort. Er wurde im Jahr 1890 an einem neuen Fähranleger zum Festland als Urlaubsort gegründet. Hintergrund war die Furcht vieler Amrumer vor dem Verfall der inselfriesischen Kultur durch Badegäste aus dem Süden. So glaubten damals viele Insulaner durch die Konzentration des beginnenden Bädertourismus auf einen Ort im Süden der Insel die einheimischen Dorfgemeinschaften vor „neuen Moden“ und „Luxus“ schützen zu können. Ein erster Antrag eines Kurgastes von Wyk auf Föhr zur Gründung eines Seebades auf Amrum war noch im September 1885 von der Gemeinde Amrum abgelehnt worden, „da man den Verderb der guten hiesigen Sitten durch Badeleute befürchten muss […].“ (aus Wikipedia)



Früher gab es eine Inselbahn …Die Amrumer Inselbahn war eine Schmalspurbahn mit 900 mm Spurweite, die von 1893 bis 1939 existierte.
In der maximalen Ausdehnung umfasste das Streckennetz etwa 14 km, nämlich die Strecken Wittdün–Norddorf (Brücke) (12 Kilometer) und Wriakhörn–Wittdün Strand (2 Kilometer). Die Hauptstrecke verband zwei Häfen und wies in Nebel, etwa auf halber Strecke, einen Kopfbahnhof mit Gleisdreieck auf.
Die Amrumer Inselbahn diente vorrangig dem Transport der Touristen in die Ferienquartiere in Nebel und Norddorf sowie dem Transport zum Norddorfer Hafen (Kniephafen), von dem man einige Jahrzehnte lang per Schiff weiter nach Hörnum (Sylt) reisen konnte. Der in einer Bucht des Kniepsandes gelegene Kniephafen versandete später.
(aus Wikipedia)… heute fährt der Bus.



Steenodde … ist heute ein Ortsteil von Nebel mit ca. 70 Einwohnern.
Steenodde war bereits in prä- und frühhistorischen Zeiten besiedelt. Davon zeugen der Dolmen Steenodde und der 4,7 Meter hohe Esenhugh, der größte bronzezeitliche Grabhügel auf Amrum. Nahe dem Esenhugh liegt ein wikingerzeitliches Gräberfeld mit zahlreichen Kuppen. Aus der Eisen- bzw. Wikingerzeit stammt der 1,8 Kilometer lange Krümwal, ein Erdwall, der von Westen her auf Steenodde zuläuft. 1721 wurde das erste Haus in Steenodde gebaut. Es gehörte anfangs einem Hamburger Austernfischer, wurde später zur Gaststätte „Lustiger Seehund“ und ist heute das älteste Amrumer Wohnhaus. (aus Wikipedia)Gemeinde NebelDie Ortsteile Nebel und Süddorf sind durch die Hauptstraße Amrums, die Landesstraße 215, mit den beiden anderen Inselgemeinden verbunden. Die
Gemeinde Nebel ist mit vier Haltestellen an die einzige, auf der Hauptstraße verkehrende Buslinie der Insel angeschlossen. Steenodde hat jedoch keinen Busanschluss. Bis 1939 gab es in Nebel einen Kopfbahnhof der Amrumer Inselbahn. Ein Hafen mit Mole und einigen Liegeplätzen für kleinere Schiffe befindet sich in Steenodde. (aus Wikipedia)
Öömrang (im Deutschen auch Amrumer Friesisch, Amring) ist ein Dialekt der nordfriesischen Sprache, der auf der Insel Amrum im Kreis Nordfriesland gesprochen wird. Zusammen mit dem Dialekt Fering auf der benachbarten Insel Föhr bildet das Öömrang einen der zehn Hauptdialekte der nordfriesischen Sprache, dabei gehört es zum inselfriesischen Zweig. Öömrang wird von etwa 600 Personen gesprochen. Alle Öömrang-Sprecher sind mindestens zweisprachig, das heißt, sie beherrschen zumindest auch Hochdeutsch. Öömrang bezieht sich auf die friesische Bezeichnung für Amrum, Oomram. (aus Wikipedia)


Sankt-Clemens-Kirche
Zwischen den alten Dörfern Norddorp und Suder baute man vermutlich Anfang des 12. Jh. die Sankt-Clemens-Kirche auf freiem Feld. Im Laufe der Jahre bildete sich der Ort Nebel um sie herum. Später wurde auch das Pastorat von Norddorf nach hier verlegt.
Es wird erzählt, dass ein Schiffer aus Holland eine Luther-Übersetzung der Bibel mitbrachte, worauf der katholische Priester des Seemanns einsames Haus in der Marsch anzündete. Dummerweise ließ er sein Feuerwerkzeug am Ort liegen und wurde überführt.
Aus heutiger Sicht auch eher lustig: Angesichts der Botschaft, dass sich die Lehre Luthers in Mitteldeutschland durchgesetzt habe, reiste ein Mönch aus Nieblum auf Föhr nach Amrum, um die Gläubigen dort bei der Stange zu halten. Sankt-Clemens unterstand offensichtlich der Sankt-Johannes in Nieblum. Der Mönch untermauerte sein Anliegen mit den Worten, sollte die katholische Religion nicht die wahre und rechte sein, wolle er nicht lebendig nach Hause kommen! Er erreichte die Insel Föhr ohne Schaden und ritt weiter nach Nieblum. Auf dem Weg dorthin scheute sein Pferd, er stürzte auf die Straße und brach sich das Genick! Die Reformation war nach diesem „Zeichen“ kein Problem mehr auf Amrum.



Die „erzählenden Steine“
Auf dem Friedhof um die Sankt-Clemens-Kirche gibt es eine Sammlung alter Grabsteine, um die sich viele Geschichten der Amrumer aus alter Zeit ranken: Erzählende Grabsteine
Die Interessanteste Geschichte ist wohl die des Oluf Jensen. Sein Schiff „Hoffnung“.wurde bei den Scilly-Inseln von Piraten gekapert, sein Sohn Harck Olufs und Neffe Harck Nickelsen wurden von den Türken auf dem Markt in Algier als Sklaven verkauft. Jeden Tag ging Jensen zu einer Düne und hielt nach seinem Sohn Ausschau. Nach 10 Jahren zahle er unter Vermittlung eines Hamburger Kaufmanns ein Lösegeld, um seinen Sohn freizukaufen. Doch es kam zu einer Namensverwechslung und ein Bremer Seemann wurde an Stelle seines Sohnes freigelassen. Sein Sohn hatte indessen als Sklave eine erstaunliche Karriere gemacht und wurde vom Bey von Constantin nach 12 Jahren freigelassen.
Zwischen Nebel und Norddorf


Will man zur Post oder sonntags in die Kirche, muss der Norddorfer nach Nebel fahren. Oder den schönen lanwirtschaftlichen Weg paralell der Landstraße durch die Wiesen der Ostseite nehmen (Hoofstich/Waasterstigh). Von Ortsmitte zu Ortsmitte etwa 4 km lang. Im Herbst ist das natürlich öfter mal nur „gut eingepackt“ wirklich schön.

Nonnengänse … oder Weißwangengänse kommen aus Alaska, Kanada, Grönland, Sibirien, Island, Spizbergen usw. und rasten bzw. überwintern hier im Wattenmeer. Interessanterweise gehört die Weißwangengans (Branta leucopsis) zur Familie der Entenvögel. Wikipedia)
Auf dem Weg zwischen Nebel und Norddorf kann man die scheuen, aber gewätzigen Vögel antreffen.

Norddorf
Norddorf ist und war immer der Hauptort, auch wenn sich Vieles in die Mitte nach Nebel verlagert hat, doch Nebel ist klein. In Wikipedia steht: »Norddorf ist zusammen mit Süddorf das älteste der Amrumer Dörfer. … Der Kniephafen konnte auch von größeren Schiffen angelaufen werden und diente vor allem dem Schiffsverkehr nach Hörnum auf Sylt. «


Wie oben angezeigt, ist der Weg durch die Dünen zum Strand hier über einen km weit weg. Aber die Norddorfer haben sich etwas zum Dünenschutz einfallen lassen und über die gesamte Strecke einen Weg aus Holzbrettern verlegt. Zwischendurch geht es in leichten Stufen hoch und runter. In regelmäßigen Abständen stehen Bänke zum Ausruhen oder Verweilen. Ein Bohlenweg zweigt zur Aussichtsdüne ab. Am Ende steht die »Himmelsleiter« zum Stran hinuter.






Tourismusabgabesatzung Norddorf
Satzung
über die Erhebung einer Tourismusabgabe in der Gemeinde Norddorf auf Amrum vom 12.10.2019
Aufgrund des § 4 der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein und der §§ 1, 2 und 10 des Kommunalabgabengesetzes des Landes Schleswig-Holstein (KAG) wird nach Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung vom 24.09.2019 folgende Satzung über die Erhebung einer Tourismusabgabe in der Gemeinde Norddorf auf Amrum erlassen:
§ 1
Allgemeine Erhebungsvoraussetzungen
Die Gemeinde Norddorf auf Amrum erhebt aufgrund ihrer Anerkennung als Kurort eine Tourismusabgabe gemäß § 10 Absatz 6 KAG als Gegenleistung für besondere Vorteile aus der gemeindlichen Tourismusförderung. Die Abgabe dient zur Deckung eines Anteils von 70% vom gemeindlichen Aufwand für die Tourismuswerbung.
und so weiter …






Auf Wiedersehen Amrum! 
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Algarve
Alle Rechte ©gerd-buckan.de Köln 2014 Sonne, Wind und Felsen



KARTE In der Regel kommen die sonnenhungrigen Besucher in Faro an und werden – wenn sie sich nicht einen Mietwagen nehmen – per Tranfer zu ihrem Hotel gefahren.
Grob gesagt, geht es von Faro in Richrung Osten zur „Sandalgarve“ (warme, sonnige Sandstrände) und Richtung Westen zur „Fels-Algave“ (steile Felsen, windig, aber mit atemberaubenden Buchten). Auch vom westlichsten Punkt Europas (Sagres) gibt es an der felsigen Atlantikküste nordwärts wunderbare Buchten. Doch wir fahren zuerst zu unserem Home »Colina da Lapa«.








Die Anlage liegt nahe dem Ort »Cavoeiro«, ziemlich in der Mitte der Algarve, grob dort, wo der Rio Arade in einem Delta in den Atlantik mündet. Hier haben sich auch deutsche Residenten einen Namen gemacht. 


Über »Ferragudo«, das direkt an der Mündung liegt, fahren wir zu einer größeren Hängebrücke, um auf die andere Seite des Flusses nach Portimão zu gelangen, die nächste größere Stadt. In Portimão bereiten sich auch deutsche Fußballmannschaften auf die nächste Saison vor (der 1. FC Köln war nach uns dort). 



Portimão


Die Ursprünge menschlicher Besiedlung im Kreisgebiet gehen bis auf die Jungsteinzeit zurück. Auch aus der Zeit der römischen Bewohner sind eine Vielzahl Spuren erhalten geblieben, darunter Gefäße, Münzen und Gebäudereste. Die Araber hinterließen insbesondere botanische und architektonische Spuren, darunter zu heutigen Kapellen umfunktionierte Gebäude oder markante Schornsteine im Häuserbau. Nach Abschluss der Reconquista wurde der Ort als Vila Nova de Portimão erst im 15. Jahrhundert unter König D.Afonso V. wieder nennenswert bevölkert. Im Zuge der aufkommenden Portugiesischen Entdeckungsreisen nahm die Bedeutung des Hafenortes zu. Nach den Zerstörungen, die der Ort beim Erdbeben von Lissabon 1755 erlitt, erholte sich Portimão nur langsam. Erst im 19. Jahrhundert, mit der Entwicklung der Nahrungsmittelindustrie (insbesondere Konservenfabriken, Trockenfrüchte und Fischerei und Weiterverarbeitung der Fänge), erhielt der Ort einen wesentlichen Entwicklungsschub. 1924 wurde Portimão zur Stadt (Cidade) erhoben, durch Staatspräsident Manuel Teixeira Gomes, der selbst aus Portimão stammte. aus Wikipedia!



Silves


Fahren wir den »Rio Arade« hinauf ins Landesinnere, erreichen wir die alte Festungsstadt »Silves«, in der wir noch eine mittelalterliche Brücke überqueren. Silves liegt an einem Hang, über dem die stattlichen (sehr gut restaurierten!) Ruinen der Burg thronen. So stärken wir uns erst einmal mit einem Kaffee in einem der typischen Straßencafés hier, bevor wir uns auf den Weg nach oben machen! 
Unter den Römern wuchs die Siedlung zu einer bedeutenden Stadt, obwohl sie keinen Hafen hatte, sondern am Rande der Serra de Monchique lag. Ob die Zisterne, Vorratsgruben und die Stadtmauer auf die römische Zeit zurückgehen, ist unklar. Ebenso unklar ist, ob die alte Brücke ein römischer oder westgotischer Bau, oder ob sie noch jüngeren Datums ist. Mehrere Inschriften, dazu Keramik und das Straßennetz stammen in jedem Falle aus römischer Zeit. Ende des 5. Jahrhunderts fiel die Algarve an das Westgotenreich. Sie fiel auch während der Expansionsphase unter Kaiser Justinian I., im Gegensatz zu Südspanien, nicht an das Oströmische Reich. (aus Wikipedia) 






Anstelle der früheren Moschee wurde 1189 mit dem Bau der dreischiffigen Kathedrale Sé begonnen, deren Bau 1242 fortgeführt und durch das Erdbeben 1755 fast vollständig vernichtet wurde. Er wurde im gotischen Stil wieder aufgebaut, erfuhr aber infolge der häufigen Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten, die die Erdbeben nötig machten, einige Änderungen.
Einige der Kreuzritter, die bei der Eroberung Silves gefallen waren, wurden in der Kathedrale bestattet. Die Capela de Nossa Senhora dos Mártires in der Unterstadt soll von König Sancho I. eigens für diesen Zweck erbaut worden sein. Der Dom von Silves beherbergt außerdem das Grab von Dom João II., der 1495 in Alvor starb sowie die Sarkophage der Bischöfe von Silves. Infolge des Erdbebens soll sich allein das manuelinische Portal aus dieser Zeit erhalten haben..jpg)




Vor dem Castelo dos Mouros, das mit seinem roten Sandstein nicht nur das Wahrzeichen der Stadt, sondern den wichtigsten Anziehungspunkt darstellt, steht eine massive Bronzeplastik von König Sancho I.. Ein Schacht führt in eine von den Römern und später von den Mauren ausgebeutete Kupfermine. Daneben sind die maurischen Zisternen, die von vier bis sieben Meter hohen Bögen umgeben sind und denen in Cáceres und Palästina ähneln, sehenswert. Die Porta de Loulé wurde als Teil der almohadischen Stadtmauer restauriert.
(aus Wikipedia)









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Spiekeroog
Alle Rechte ©gerd-buckan.de Köln 2014 – Verwendung der Bilder nur mit Genehmigung!Wieder mal Spiekeroog – 2014

[Alte Kirche] [Häuser] [Altes Haus] [Utkicker] [Aussicht] [Johanne] [Kapdüne] [Kath.Kirche] [West] [Inselvilla]
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von der »kleinen« und »feinen« Insel!
Spiekeroog,
man könnte jetzt auch denken: … von der „extravaganten“ oder „eingebildeten“ Insel, doch wer will sowas schon laut schreiben! Ganz falsch ist es aber auch nicht. Beispielsweise erreicht man die Hausverwalter oder gar Wohnungsvermieter auf Spiekeroog telefonisch niemals direkt! Alle haben permanent einen Anrufbeantworter laufen und melden sich auf keinen Fall sofort zurück. Selbst eine Vertretung von der Vertretung nicht. Natürlich erscheint am Folgetag doch jemand und erfüllt fast alle Wünsche der „Inselgäste“ ( Dieser komischen Sorte Mensch, welche aus ihren schönen Wohngegenden, aus ihren komfortablen Häusern und weg von ihren freundlichen Nachbarn hierher nach Ostfriesland ans Meer flüchten! Warum nur? Etwa, um hier das sauer verdiente Geld los zu werden? ). Oder haben die Insulaner einfach nur Angst, sich mit dem“Nordrhein-Randalen-Ebola“ zu infizieren? Man weiß es nicht.
Jedenfalls ist die Luft, die Gegend und die Wohnung wieder einmal sehr, sehr schön, so, wie der Preis es ja schon vermuten ließ.
Alles beginnt in Neuharlingersiel

Noch ist der Gepäckanhänger (unten links) leer, obwohl es gleich los gehen soll. Aber man hat sich inzwischen nicht nur an die jodhaltige Nordseeluft gewöhnt! Fahrt und Kofferservice wurden schon vor Wochen gebucht und bezahlt, dennoch findet man sich in einer Schlange stehend vor zwei geschlossenen Schaltern wieder: „ Die Fahrkartenausgabe öffnet 1 Stunde vor Abfahrt der Schiffe. „, steht dort. Jeder muss, trotz Vorbuchung, seine richtige Fahrkarte noch einmal am Schalter abholen. Für meine Koffer, die ich an den Containern vorbei zum Schalter geschleppt habe, bekomme ich Banderolen, die ich am jeweiligen Koffer befestigen muss. Nun darf ich das Gepäck doch noch in die Container hineinwuchten. „Haben sie auch wirklich eine Banderole am Koffer?“, fragt zweifeld der »Oberkofferaufseher« von der anderen Seite, ohne selbst nachsehen zu kommen. Joooh, hab‘ ich! Sach ich.Jetzt freue ich mich, denn 30 Minuten vor Abfahrt darf man auf das Schiff. Habe ich gelesen. Beim Warten am Schalter. Steht gleich neben dem Schalter auf einem großen Schild. Zur Abfahrtszeit steht die Menge Menschen jedoch immer noch im Wind vor dem Schiff und wartet und friert, wartet darauf, dass die Ampel an der Fähre (für Kenner: oben rechts bei der Brücke!) von Rot auf Grün springt. Aber: das Gepäck ist noch nicht vollständig an Bord. Die Zugvögel sind derweil längst über Spiekeroog hinweg gezogen (oben Mitte) und der Fischkutter, der im malerischen Abendrot Neuharlingersiel verläßt (oben rechts), wird auch schon längst an der Insel zu seinen Fischgründen vorbeigezogen sein. Hier schiebt noch ein schicker grüner „Spiekeroog-Unimog“ zwei Anhänger rückwärts auf die Fähre. Das will gelernt sein! – Dann laufen die Leute plötzlich „in Horde“ los, denn die Sitzplätze unten im Bauch der Fähre sind begrenzt. Die Schiffsampel steht immer noch auf Rot! Und der Grog, den es dort unten in der kleinen Verkaufsstelle gibt, ist wirklich lauwarm … .jpg)
Doch nun sind wir auf der Insel, die Sonne scheint, es ist saukalt, und das ist auch gut so. So wollen wir es ja haben im November hier oben an der See. Die schöne Unbekannte (oben) gleich vorne am Rathaus sieht doch verdammt gut und ‚unnahbar‘ aus. Typisch Spiekeroog, denke ich.Und im Rathaus auf’n Flur steht gleich noch einer mit staatmännischer Mine: Johannes Rau. Jawohl, unser „Bruder Johannes“ aus NRW! Ob die den hier verehren, weil er die größte zahlende Truppe Kurgäste befehligte?
Nein, nein, das ist ganz anders. Rau, NRW-Politiker, langjähriger Ministerpräsident und später auch Bundespräsident, hat hier auf Spiekeroog in der Inselkirche geheiratet (in der neuen großen, denn die alte schöne war dafür zu klein, wie man liest), er hat hier seine Kinder taufen lassen und die Familie seiner Frau besitzt auf der Insel ein schönes Haus. Alles Grund genug, Johannes Rau zum Ehrenbürger von Spiekeroog zu machen und ihn auf einen Sockel vor die Tür zu setzen, oder besser: zu stellen.

Star unter den Hotels hier auf der Insel ist für mich immer noch das Haus „Zur Linde“, weil mit einer imposanten Linde fast direkt vor der Eingangstür. Am ersten Abend wollten wir dort essen gehen, um unsere Ankunft ein wenig feierlich zu beginnen und weil wir ja noch nichts eingekauft hatten und , doch im Haus wurde ‚Karoke‘ oder ähnliches gesungen und wir hätten vorher reservieren und mit mitsingen müssen. Am ersten Morgen gehen wir auch immer gut frühstücken, ehe es dann wirklich zum Einkaufen geht. Doch siehe da: die Linde hatte Ruhetag. Na, dann mal eben den Kurbeitrag einzahlen: auch hier Fehlanzeige, die Kurverwaltung war auf Betriebsausflug! Das Bad ist zu der Zeit sowieso nur an drei Tagen offen. Also musste ich mein Geld noch etwas behalten.
Fahrräder sind auf Spiekeroog unerwünscht. Das liegt an den kurzen Wegen und an der gegenseitigen Belästigung im sommerlichen Vollbetrieb. Aber eindeutig mag man sich auch nicht (mehr) dazu äußern. Auf der Seite Spiekeroog.de steht:
„Auf Spiekeroog gibt es keine Möglichkeit, ein Fahrrad zu mieten. Die Wege auf Spiekeroog sind so kurz, dass man eigentlich kein Fahrrad benötigt, das Straßennetz ist für Fahrräder auch nur begrenzt ausgelegt.
Die Einheimischen gehen damit aber ganz cool um, wie man unten sieht.Die alte Inselkirche!

Diese schöne alte und kleine Inselkirche soll die älteste noch bestehende Kirche an der ganzen friesischen Küste sein! Sie wurde 1696 gebaut. Der Opferstock scheint noch älter zu sein, wie die Jahreszahl „1676“ ausweist. Wir hatten das Glück, einen Gottesdienst in der nur 100 Sitzplätze umfassenden Kirche mitzufeiern: ein Jugendchor bereicherte den Gottesdienst und der Pastor predigte über eine Umfrage, was wir wohl in einen Koffer für die letzte Reise packen würden. Diese kleine alte Inselkirche, vollbesetzt und nur im Winter oder bei besonderen Anässen genutzt, war ein Erlebnis!
Es gibt eine Seite mit einem „Rundblick“ durch die Kirche und die beiden anderen auf Spiekeroog:
3 Kirchen (Flash-Player erforderlich!)
Feine Häuser
Das »alte Inselhaus«!

Das alte Inselhaus liegt im alten Zentrum der Insel und wurde um 1705 erbaut. Es ist ein »Schwimmdachhaus«! Jetzt werden sie fragen: „Was ist den das?“. Das ist etwas ganz besonderes: Wenn die Insel überflutet und das Haus mit seinen Bewohnern vom Hochwasser bedroht wird, kann das Dach wie ein Boot abheben und schwimmen! Die Menschen können sich im Dachboden wie weiland Noah in einer Art Arche retten.
Übrigens:
die alte Inselkirche besitzt ebenfalls ein »Schwimmdach«!»De Utkieker«!
Auf einer 18m hohen Düne steht der „Ausgucker“ und schaut, bei bester Sicht, bis nach Helgoland … Aber er soll eigentlich auf die Insel aufpassen! Zumindest können die Insulaner und Touristen die Aussichtsdüne nicht verfehlen! Die umstrittene Skuptur gefällt mir. Sie wurde von dem freischaffenden Kölner(!) Bildhauer Hannes Helmke gestaltet.
Seit 2007 steht er da, in Bronze und von den Möwen bekleckert, was sich in den Dünen wohl nicht vermeiden läßt.Die Aussichtsdüne
Das ist der Aufgang zur Aussichstdüne, 18m hoch. Das ist beträchtlich, weil die höchste Düne Ostfrieslands 24,5m hoch ist. Von hier aus hat man vielfältige Aussichten: auf die Fahrrinne der Nordsee mit den ganz dicken Pötten, auf die Nachbarinsel Wangerooge (der Turm ist die Jugendherberge) und auf den Hafen. Die Düne heißt übringens »Kohhuckdüne«, was einfach nur Kuhstall bedeutet. Untergang der »Johanne«

Remmers Oltmanns Janssen war Vormann des Rettungsbootes von Spiekeroog. Das Rettungswesen wurde aufgebaut, nachdem die Spiekerooger 1854 zusehen mussten, wie die „Johanne“ – auf ihrer Jungfernfahrt mit Auswanderern nach New York – in schwerer See vor der Insel kenterte und sank. Überlebende konnten erst bei Ebbe aus der eisigen See gerettet werden, weil es kein Boot gab. Dies führte später zur Gründung der »Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)«, für die überall Spenden gesammelt werden (Bestimmt kennen sie das kleine Schiff, in das man Geld einwerfen kann).
Damals kamen 77 Menschen ums Leben. Sie wurden am Ortsrand der Insel beigesetzt.
Mehr auf Wikipedia.
Pragmatisch!
Ein Seezeichen heißt auf Friesisch »Kap«. Und die Düne, auf der ein Seezeichen steht, könnte »Kap-Düne« oder »Kapdüne« heißen. Und im Ort könnte eine Straße »Kapdünenweg« heißen.
Auf Spiekeroog ist das tatsächlich so, dort gibt es diese Straße. Nun verhielt es sich aber so, dass die einen meinten, es würde richtig »Kaap« heißen, die anderen wollten aber bei »Kap« bleiben. Was also tun?
Die Friesen-Lösung: Auf der einen Seite des Weges heißt die Straße »Kapdünenweg« (oben), auf der anderen Seite heißt sie eben (unten) » Kaap dünenweg“!
Wo ist das Problem!Die katholische Inselkirche – ein Wahrzeichen!
Die wenigen nach der Reformation in Esens wohnenden Katholiken wurden sporadisch durch Meppener Jesuiten, später durch Aschendorfer Franziskaner betreut. Am 1. 4. 1959 wurde die Insel Spiekeroog in den Seelsorgebezirk einbezogen.
Adresse: St. Peter, Up de Höcht 7
Erbaut 1970 (Architekten Rau und Bunsmann, Hamburg). Renovierung 1980-1983. – Polygonaler zeltartiger Zentralbau, dessen Wände außen mit Metallplatten, innen mit Holz verkleidet sind. 250 Sitzplätze. (aus Handbuch Bistum Osnabrück)Die Westseite der Insel
Was im Osten angeschwemmt wird (Osterplate), bricht hier im Westen weg. Das Wetter kommt überwiegend von West! Sturmfluten besorgen ihr Handwerk. Den Abbruch und das Wegschwemmen des Strandes sollen Mauern und Buhnen – die in das Wasser hinaus gegen die Strömung gebaut werden – verhindern. Die wuchtige Mauer hier hat auf der Insel den Namen »Hessenmauer«, weil die Arbeiter überwiegend aus Hessen kamen.
Links unten kann man über dem Wasser die Ostseite der Nachbarinsel Langeoog sehen!Die ist eine Forschungsplattform der Uni Oldenburg, die Meerwassersedimente, Salzgehalt und vieles mehr untersucht und erforscht. Unwillkürlich denkt man zuerst an eine Ölbohrinsel …
Ich gehen jetzt auf der Landseite hinter den Dünen wieder zurück. Hier oben befindet sich z. B. der Zeltplatz.Und so laufen wir hinter den Dünen im Land zurück und kommen zur
Inselvilla
Die Ostseite der Insel
Die Ostseite ist nicht zu jeder Zeit begehbar. Dieser Bereich ist bei Flut meist unpassierbar und während der Brutzeit der Vögel ganz gesperrt. Die »Ostplate« ist inzwischen 10km² groß! Man kann aber – vorbei an der Aussichtsdüne – etwa 3 km nach Osten bis zum Internatsgymnasium, dem Umweltzentrum »Wittbülten« und dem Café laufen. Zurück bietet sich der Weg über den Sandstrand an.
Internetseite der Schule: „Die Hermann Lietz-Schule liegt im Osten der Nordseeinsel Spiekeroog, mitten in der einzigartigen Landschaft des Weltnaturerbes Wattenmeer. Wasser, Strand, Dünen und Salzwiesen tragen wesentlich zum pädagogischen Konzept bei: Ökologie und Segelsport sind Bildungsschwerpunkte.“
„Mit einer faszinierenden Ausstellung und spannenden Veranstaltungen lädt das Nationalpark-Haus Wittbülten große und kleine Besucher zu einer Entdeckungsreise durch die einmalige Naturlandschaft des Wattenmeeres ein.“ (Homepage Wittbülten)Die neue Inselkirche
Weil die alte Inselkirche zu klein für die vielen Touristen im Sommer wurde, hat man eine neue Kirche erbaut. Der Glockenturm steht allein und eine hohe Mauer schließt einen (Vor-)Hof ein, der bei Überfüllung durch Öffnen der Tore als erweitereter Kirchenraum dienen kann. Manche sehen in dem Bau ein umgedrehtes Schiff. Sie wurde 1961 eingeweiht. Es gibt gegenüber dem Altar eine große Leinwand, die man nutzen kann, die Sitzbänke lassen sich zu diesem Zweck umklappen! Das schmiedeeiserne Tor zum Vorhof der Kirche läßt uns einen Bibeltext lesen:
Es sind mancherlei Gaben,
aber es ist ein Geist
und es sind mancherlei Kräfte
aber es ist ein Gott
der da wirket in uns allen.
(1. Korinther – Kapitel 12 Vers 4ff.)
Die Post hat man vom Westerlog ganz in den Osten vor’n Deich verbannt. Es handelt sich um eine Agentur. Als wir unser Paket mit Schuhen usw. abholen mussten, haben wir bei der Kurverwaltung für 5 Euro einen Bollerwagen gemietet. Denn ein Paket über die ganze Insel schleppen, geht nicht.
Damit die Touries die Post auch finden, ist die Insel mit gelben Hinweisschildern gepflastert!
Und auch Noah alles Gute!
Wenn alle sieben man betrachtet
Auf Gutes und auf Schechtes achtet
Man alles in Erwägung zog
Dann ist die Schönste Spiekeroog!
(Johannes Delius aus »Unterwegs auf Spiekeroog« Husum)
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Riesengebirge
Alle Rechte ©gerd-buckan.de Köln 2019 – Verwendung der Bilder nur mit Genehmigung![Stabkirche Wang] [via sacra] [Schneekoppe] [Gerhard Hauptmann] [Kloster Grüssau] [Adersbacher Felsen] [Trautenau] [Schreiberhau] [Wroclaw/Breslau] [Bobertalsperre] [Hirschberg] Reise durch das Riesengebirge
Den Rübezahl kennt fast jedes Kind, noch mehr die Schneekoppe: »Schneeeeeeeeeekoppe …«. Wir sind alle Kinder der Werbung, hier wird es wieder einmal deutlich. Die Schneekoppe ist der höchste Berg im Riesengebirge! Und Rübezahl hat etwas mit Gerhard Hauptmann zu tun! Wussten Sie das? Wo liegt denn das Gebirge überhaupt? Beginnen wir unsere Reise.

Zunächst fahren wir nach Görlitz, dort über die Grenze nach Polen (Wie schön! Man merkt es kaum!) und weiter in die Stadt Karpacz. Früher – zu deutschen Zeiten – hieß sie »Krummhübel«, wobei „Hübel“ altdeutsch tatsächlich für „Hügel“ steht. Wir quartieren uns in dem beliebten Ferienort ein.
Karpacz zieht sich 6 km lang an der Straße bis in 820 m Höhe. Es ist – das wird sofort klar – ein Sommer-Urlaubsort und ein Ort des Wintersports. Speiselokale und kleine Läden, Hotels und kleinere Unterkünfte säumen die Straße; viele Kinder sind zu sehen. Und es gibt eine Sprungschanze!





Stabkirche Wang
Die größte Sehenswürdigkeit hier in Niederschlesien ist die Stabkirche Wang. »Wang« hört sich erst einmal asiatisch an, jedenfalls ging es mir so. Doch der feine Unterschied machts: »Vang« heißt der Ort in Norwegen am See Vangsmjøsa (Google-Maps), wo die Stabkirche einst stand. Aber was ist denn eigentlich eine »Stabkirche«?
Anstelle der Vierung in unseren Kirchen sind Stabkirchen, einfach ausgedrückt, mit vier senkrecht stehenden Baumstämmen, dem Tragwerk, konstruiert. Das Werk mit den Stämmen trägt das Dach. Alles wird aus Holz und ohne Schrauben und Nägel gebaut. Stabkirchen wurden in Skandinavien in der Übergangszeit zum Christentum gebaut und dort, in Borgund in Norwegen, steht auch ihr berühmtestes Original (Wikipedia)..jpg)
Im 12. Jh. wurde die Stabkirche abgebaut, weil sie den Norwegern zu klein geworden war. Ein Schriftsteller wollte wenigsten eine dieser Stabkirchen retten und kaufte sie. Sein Plan, diese in Oslo sozusagen als Museumsobjekt aufzubauen, misslang. Er wandte sich an den Preußenkönig Friedrich-Wilhelm IV., der ihm auch tatsächlich half. Doch eine Stabkirche passte auch nicht ins preußische Berlin und so fand man schließlich einen geeigneten Ort: Krummhübel im Riesengebirge! Der König baute einen steinernen Glockenturm neben die Kirche, damit man sie im Gebirge auch hörte. 
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via sacra Mein persönlicher Bezug zum Riesengebirge und verschiedenen Sakralbauten dort ergibt sich aus der Nähe zur Oberlausitz (Geburtsort!) und der von dort initiierten »via sacra«:
Sie ist eine touristische Route mit 20 Stationen, die herausragende sakrale Bauwerke und Kunstschätze in der trinationalen Euroregion Neisse-Nisa-Nysa vernetzt. Sie verläuft entlang der Via Regia und weiterer Handels- und Pilgerwege durch die Oberlausitz, Niederschlesien und Nordböhmen. Neben der Stabkirche werden wir noch eine weitere Station besuchen!
Mehr erfährt man unter: www.via-sacra.infoNoch erstaunlicher war das Ergebnis meiner Nacharbeit der Riesengebirgsfahrt in bezug auf diese Stabkirche:
Ich wollte wissen, wo genau der alte Standort Vang am See Vangsmjøsa in Norwegen liegt. Außerdem, wie weit waren wir davon entfernt, als wir 1978(!) in Mittelnorwegen unseren Urlaub verbrachten.
Ergebnis: Unser spitzes Ferienhaus lag in Vang am Vangsmjøsa!!! Nur 1,3 km entfernt vom ursprünglichen Platz der Stabkirche! Rund 60 km weiter westwärts auf der E16 steht auch die alte Stabkirche Borgund!
Google Street View
Die Schneekoppe

Zugegeben, das war halt vom Reiseunternehmen so geplant: am 15. August zur Schneekoppe! An diesem Tag war »Mariä Himmelfahrt«. Bei der Marienverehrung der Polen ein höchster Feiertag! Alles war an diesem schönen Sonnentag unterwegs. So mussten wir uns auch lange anstellen, um in den Sessellift zu kommen. 


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Die Schneekoppe ist mit 1603,2 m n.m. die höchste Erhebung des Riesengebirges.
Sie liegt im Mittelteil des Riesengebirges auf dessen Hauptkamm. Über ihren Gipfel verläuft die Staatsgrenze von Tschechien und Polen. Südlich des Berges liegt in der tschechischen Region Královéhradecký die Stadt Pec pod Snezkou (Petzer) und nördlich in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien die Stadt Karpacz (Krummhübel). [aus Wikipedia]
Anstelle der alten Heldmann Baude wurde erst im Jahr 1904 eine neue Herberge errichtet. Diese muste aber schon 18 Jahre später dem heutigen Gebäude weichen. Dies ist der dritte Bau an diesem Ort und entstand zwischen 1921 und 1922 nach den Entwürfen des renommierten Breslauer Architekten Herbert Eras, der auch das ehemalige Jugendkammhaus »Rübezahl« (heute Schronisko Odrodzenie) plante. Der neue Inhaber war Frederick Lang aus Zillerthal (Myslakowice), der als erster den Namen »Schlesierhaus« benutzte. Lang hielt sich aber nur kurze Zeit und schon im Jahre 1924 kam es erneut zu einem Besitzerwechsel. Karl Kuhne, der neue Gastwirt, erweiterte 1925 das Gebäude zum Koppenkegel hin mit einer verglasten Veranda. Die Herberge verfügte über 66 Betten in 1-, 2- und 3-Bett-Zimmern und 60 Plätzen in einem Gemeinschaftsschlafsaal.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Besitzer enteignet und erlitt zusammen mit der übrigen deutschen Bevölkerung das Schicksal der Vertreibung. [Wikipedia]


Gerhard Hauptmann, Agnetendorf

Dichten im Wiesenstein
Hauptmann entwirft den Wiesenstein bewusst als Dichterstädte, als „Observatorium und Laboratorium“. Das innere Zentrum bildet der Turm mit zwei Arbeitszimmern. In ihnen ist er möglichst abgeschieden und hat doch zugleich einen freien Blick nach draußen.
Hauptmanns Schaffen orientiert sich an einem täglichen Ritual: frühes Aufstehen, ausgiebiger „Produktivspaziergang“ mit Notizbuch und anschließendes Diktat.
Nach einer Mittagsruhe trinkt er starken Kaffee und diktiert bis zum Abend essen. Nächtliche Einfälle schreibt er direkt an die Wände seines Schlafzimmers.Literatur:
Hans Pleschinski »WIESENSTEIN« Verlag C.H.BECK ISBN: 978 3 406 70061 3
Gerhart Hauptmann wurde am 15. November 1862 im schlesischen Kurort Obersalzbrunn geboren und starb am 6. Juni 1946 in Agnetendorf/Agnieszków (Bild oben) in Schlesien. Er war ein deutscher Dramatiker, Schriftsteller und Dichter, auch Shakespeare-Übersetzer. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.Die Weber:
Kassierer Neumann, Geld aufzählend. Bleibt sechzehn Silbergroschen, zwei Pfennig.
Erste Weberfrau, dreißigjährig, sehr abgezehrt, streicht das Geld ein mit zitternden Fingern. Sind Se bedankt.
Neumann, als die Frau stehenbleibt. Nu? stimmt’s etwa wieder nich?
Erste Weberfrau, bewegt, flehentlich. A paar Fenniche uf Vorschuß hätt‘ ich doch halt aso neetig.
Neumann. Ich hab‘ a paar hundert Taler neetig. Wenn’s ufs Neetighaben ankäm‘ -! Schon mit Auszahlen an einen andern Weber beschäftigt, kurz. Ieber den Vorschuß hat Herr Dreißiger selbst zu bestimmen.
Gerhard Hauptmann hat in diesem Schauspiel die bittere Armut dieser Gegeng thematisiert. Wir kommen weiter unten noch einmal auf Hauptmann zurück!





Es geht weiter auf der »via sacra« … 


»via sacra«: Wallfahrtskirche Grüssau

Ehem. Zisterzienserabtei Gnadenvolle Mariä 


Das Kloster Grüssau (polnisch: Opactwo Cysterskie w Krzeszowie; tschechisch: Klaster Kresobor) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei im gleichnamigen Ortsteil Krzeszów der Landgemeinde Kamienna Góra (Landeshut) im Powiat Kamiennogórski in der Wojewodschaft Niederschlesien.
Der Komplex wurde 2004 zum polnischen Historischen Denkmal erklärt. Die Klosteranlage gehört zu den bedeutendsten Barockanlagen Europas und ist für das UNESCO-Weltkulturerbe nominiert.
Text Wikipedia
Bauwerke:- Klosterkirche Mariä Himmelfahrt
- Fürstenkapelle
- Loretokapelle
- Maria-Magdalena-Kapelle
- St.-Josephs-Kirche
- Klostergebäude
- Kalvarienberg
- Bethlehem
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Die Loretokapelle wurde 1728 durch Martin Schuppert errichtet. Die Skulpturen des Altars stammen aus der Werkstatt von A. Dorazil. Die Statue der Madonna von Loreto schuf 1676 Georg Schrötter für die Vorgängerkapelle. .jpg)
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Die Fürstenkapelle, deren Kuppel einen Durchmesser von 9,4 m hat, wurde von 1735 bis 1747 errichtet. Sie gehört zu den schönsten Barockmausoleen. Die Fresken von G. W. Neunhertz illustrieren die Geschichte der Abtei. Das bildhauerische Dekor schuf A. Dorazil, die Stuckaturen Ignaz Albrecht Provisore. Die Gemälde der Altäre Allerheiligen, Heiliger Wenzel und Heilige Hedwig stammen von F. A. Scheffler.
An der Westwand befinden sich zwei gotische Sarkophage für die Herzöge Bolko I. († 1301) und Bolko II. († 1368). An der Südwand eine Renaissance-Tumba für W. von Zedlitz.

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Die Klosterkirche wurde bereits 1292 durch den Breslauer Bischof Johannes Romka eingeweiht. An ihrer Stelle wurde unter Abt Innozenz Fritsch in den Jahren 1728 — 1735 eine Barockkirche errichtet, an der im 17. und 18. Jahrhundert die bekanntesten Künstler Böhmens, Mährens, Österreichs und Bayerns wirkten. Der Entwurf wurde aus dem Kreis um Kilian Ignaz Dientzenhofer beeinflusst. Die Bauleitung lag in den Händen des Stiftsbaumeisters Joseph Anton Jentsch aus Hirschberg. Die Entwürfe für die bildhauerisch gestaltete Fassade, die in drei Geschosse gegliedert ist, schuf Ferdinand Maximilian Brokoff. Nach seinem frühen Tod übernahm sein Schüler Anton Dorazil mit einer Bildhauerwerkstatt aus Prag die Leitung der Arbeiten. Ihm folgte Dorazils Schwiegersohn Joseph Anton Lachel. 


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Adersbacher Felsen (Tschechien)
Wir fahren in den tschechischen Teil des Riesengebirges nach Adršpach (Adersbach). 
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Das Gebiet der Felsenstadt umfasst eine Fläche von 17,7 Quadratkilometer. Es bildete sich im Verlauf der Kreidezeit eine einheitliche Sandsteinplatte, die auf älteren Sandsteinen, Konglomeraten und Tonsteinen aus permokarbonischer Zeit und Arkosen der Trias der Innersudetischen Senke (Vnitrosudetská pánev) aufliegt. Durch den erosiven Einfluss von Wasser, Sonne, Frost und Wind ist diese allmählich zergliedert worden und es formten sich auf diese Weise Klüfte und Schluchten aus, die bis zu 100 m tief sind. So entstanden auch viele Felsnadeln, Terrassen und Mulden mit steilen Wänden oder Höhlen.
Leider fiel unser Besuch buchstäblich ins Wasser, als sich gleich zu Beginn ein Wolkenbruch über dem Park entlud.
Wikipedia InformationenTrautenau/Trutnow

Wo wir schon einmal in Nordböhmen sind, auch einem Teil des Riesengebirges, fahren wir zum »Tor des Riesengebirges« nach Trautenau.
Der Ringplatz oder Ring (heute: Krakonošovo námestí, dt. Rübezahlplatz) mit seinen Arkaden ist mitten im historischen Stadtzentrum. Darauf stehen die barocke Pestsäule der hlg. Dreifaltigkeit von 1704, der Rübezahlbrunnen (1892, erneuert 2011) und ein Denkmal des Kaisers Joseph II. von 1886 (Entfernung 1923, Wiedererrichtung 2009). Das Rathaus befand sich ursprünglich mitten auf dem Platz.
Nach einem Brand 1583 wurde es 1591 nach Plänen von Carlo Valmadi im Renaissancestil an der Marktseite neu aufgebaut. Nach einem weiteren Brand 1861 wurde es im Stil der Neugotik neu errichtet. Das Palais der Industriellen-Familie Haase (Haasepalais) wurde nach dem Stadtbrand 1861 nach den Plänen des Trautenauer Baumeisters Novotný im Neorenaissancestil errichtet.
Die Johannes-Nepomuk-Statue in der Horská-Straße auf der ehemaligen Brücke über den Mühlgraben schufen Schüler des Matthias Bernhard Braun im Jahre 1728.
Die Erz-Dekanalkirche der Jungfrau Maria steht auf einer Anhöhe über der Aupa neben dem alten Friedhof und den Fundamenten der ehemaligen Burg. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet, 1755 bis 1782 im Barockstil umgebaut. Sie hat ein harmonisch gestimmtes Geläut.
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Szklarska Poreba
Seit Jahrhunderten wird im Riesengebirge Glas hergestellt, denn Quarzsand ist reichlich vorhanden. Und den Brennstoff lieferten die umliegenden Wälder. Die Fertigkeit sollen Leute aus Murano, einer Inselgruppe nordöstlich der Altstadt von Venedig, mitgebracht haben. Dem Glas verdankt Szklarska Poreba, das frühere Schreiberhau, seine Existenz. Sein polnischer Name ist dem polnischen Wort szkio (Glas) entlehnt.
Und dem Glas verdankt es auch seine Länge: Szklarska Poreba ist 20! Kilometer lang und neun Kilometer breit! Ursache: An den Erzvorkommen bildeten sich Siedlungen. Sobald das Erzvorkommen erschöpft und der Wald ringsum abgeholzt war, zogen die Glasbläser ein Stück weiter, und gründeten eine neue Siedlung.
Schreiberhau ist heute – neben Krummhübel – das zweite touristische Zentrum im Riesengebirge.


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Im Jahre 1890 erwarben die Brüder Carl und Gerhart Hauptmann das alte Dorfhaus im Hirschberger Tal, heute ein Museum. »Ich dachte nicht anders, als daß keine Macht der Welt mich vor meinem Ende von diesem Asyl und Grund trennen sollte«, meinte Gerhart Hauptmann. Der ältere Bruder Carl Hauptmann (1858-1921) – Philosoph, Biologe, Dichter, Dramatiker, wurde vor allem durch sein „Rübezahlbuch“ bekannt. 







Wroclaw/Breslau

Als Hauptstadt der historischen Region Schlesien ist die kreisfreie Großstadt an der Oder (Odra) Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs und eines evangelischen Diözesanbischofs. Mit zahlreichen Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen bildet Breslau das wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zentrum Niederschlesiens. Wikipedia 
Wir waren schon das dritte Mal hier und immer wieder lassen wir uns rund um den so schön restaurierten Rynek, den Marktplatz mit dem Rathaus in die Außengastronomie treiben (jedesmal bei schönstem Sonnenschein!) .
Doch jedes Mal sieht man wieder neue Ecken. Diesmal die Jahrhunderthalle und die musikalischen Wasserspiele.





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Das ist der Rynek (Ring), der so schön restaurierte Marktplatz von Breslau, der vom 91 m hohen Turm der Elisabethkirche (Bild links oben) gut zu sehen ist. In der Mitte rechts steht das Rathaus. Auf dem Vorplatz der Kirche steht das Denkmal für Dietrich Bonhoeffer, der in Breslau geboren wurde. Ganz rechts (nicht auf dem Bild) schließt sich der Salzmarkt an. Bobertalsperre
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Die Bobertalsperre (poln. Jezioro Pilchowickie) wurde von 1902–1904 bis 1911–1912 nordwestlich von Hirschberg (Jelenia Góra) im heute polnischen Teil des Riesengebirges (Schlesien) zum Zwecke des Hochwasserschutzes und der Wasserkraftgewinnung gebaut. Der Fluss Bober wird hier gestaut. Der Stausee ist etwa 4 km lang; die nächstgelegenen Orte sind Pilchowice (Mauer) und Wrzeszczyn (Boberullersdorf). Die Talsperre befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Wlen (Lähn) und Jezów Sudecki (Grunau). Wikipedia .jpg)



Jelenia Góra/Hirschberg



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Von meinem Geburtsort in der Oberlausitz war es vor dem Krieg nicht einmal eineinhalb Stunden Fahrt mit dem Auto bis Hirschberg, so hörte ich den Namen oft in der Kindheit, ohne mir ein Bild von dem Ort machen zu können. Jetzt fahre ich nach Jelenia Góra und komme in ein schmuckes Städtchen!
Wikipedia: Die Stadt liegt in Niederschlesien im Hirschberger Tal am Fuß des Riesengebirges, das die Grenze zu Tschechien bildet. rund 90 km südwestlich von Breslau und 70 km östlich von Görlitz. Sie gehört zur Euroregion Neiße und ist Sitz des Karkonoski Park Narodowy (Nationalpark Riesengebirge).
Aus dem Herzogtum Schweidnitz kam es unter die böhmische Krone, dann unter Preußische Herrschaft. Nach dem Potsdamer Abkommen gehört die Stadt zu Polen. Die Stadt hat etwa 80.000 Einwohner.






In Hirschberg spielt die Rübezahl-Sage Rübezahl als Holzhauer. Nach der Sage lebte im Ort ein geiziger Bäcker, der die Not der ihm Holz liefernden Bauern ausnutzte. Rübezahl bot dem Bäcker an, ihm für eine Hucke Holz die von einem Bauern gerade erworbene große Menge Holz zu hauen. Der Bäcker willigte ein. Rübezahl zog daraufhin sein eigenes linkes Bein aus der Hüfte und hackte damit das Holz rasend kurz und klein und lud sich schließlich die gesamte Holzmenge auf. Das Holz warf er beim Hof des Bauern ab. Der schockierte Bäcker nutzte fortan die Bauern nicht mehr aus. (Wikipedia)
Übrigens: Bautzen und Erftstadt sind Partnerstädte von Jelenia Góra!

Schloss Lomnitz

Eines der zahlreichen Schlösser im Hirschbergtal, das zu einem Hotel umgebaut wurde: Lomnitz bzw. Lomnica. Hier wurde zudem ein Museum eingerichtet, welches das Leben im Schloss über drei Jahrhunderte zeigt. 
Wir verabschieden uns aus dem Riesengebirge, von Rübezahl und einer schönen Reise!
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Zuletzt aktualisiert: 13.09.2019 -
Norderney
©2021 gerd-buckan.de – Verwendung von Bildern und Text nur mit Genehmigung! Ein paar Tage an die Nordsee! Wenn es kalt ist! Wenn der Wind bläst! – Wenn es soooo gesund ist!
Die Insel Norderney gehört zum Landkreis Aurich in Niedersachsen. Sie hat eine Fläche von gut 26 km² und 5820 Einwohner (Was natürlich täuscht, denn die meiste Zeit sind viel mehr Kurgäste ‚an Bord‘!). Sie ist nicht tiedeabhängig, was so viel heißt wie: die Schiffe können dauernd fahren, auch bei Ebbe.
Hier wurde das erste Seebad eingerichtet, aber es dürfen leider auch Autos fahren (was ich nicht so gut finde). So hat die Insel auch wenig »Inselflair« und mächtige Bausünden. Günstig war dagegen die Bahnverbindung aus NRW direkt nach Norddeich-Mole neben den Dampfer! Im Herbst/Winter gibt es die nicht mehr: Umsteigen in Münster! Umsteigen in Emden! Bei den Verspätungen der Bahn stets ein Abenteuer.
Auf dem Wappen ist das Wahrzeichen der Insel, das schwarze Kap, abgebildet. Darunter befinden sich eine Düne und das stilisierte Meer. Die schwarze Farbe des Kaps rührt von der Versiegelung des Holzbauwerks mit Pech her.
Das Kap (auch Kaap) ist ein Seezeichen und diente vor dem Bau des Leuchtturms als Landmarke zur Erkennung der Inseln von der Seeseite aus. Auf Borkum, Langeoog und Wangerooge gibt es ähnliche Bauwerke, die entweder aus Holz bestehen oder in massiver Ziegelstein-Bauweise errichtet wurden. Das Norderneyer Kap ist eine 13 m hohe Bake, die sich am östlichen Rand des Stadtgebietes auf dem Weg zur Siedlung Nordhelm an der Bürgermeister-Willi-Lührs-Straße befindet. Sie wurde im Jahr
1848 auf Bitte der Emder Kaufleute als pyramidenförmiges Balkengerüst aus mit Pech versiegeltem Holz auf einer Düne errichtet, um Schiffsunfälle und Fehldeutungen einzuschränken. Im Jahr 1871 wurde sie durch einen Ziegelsteinbau an gleicher Stelle ersetzt und 1930 aus Stein erneuert. Auf dem sechseckigen Unterbau in ist ein auf dem Kopf stehendes
Holzdreieck montiert. Dahinter wurde von 1848 bis 1874 ein Feuer (auch als Blüse bezeichnet) entzündet, das zur Identifikation der Insel bei Nacht diente. Wegen der fehlenden Bebauung und der niedrigen Vegetation war die Bake von der See aus gut zu erkennen. Heutzutage geht das Kap aufgrund seiner geringen Höhe, des nahen Kiefernwäldchens und der höheren Gebäude im Stadtbild der Insel unter. Seit dem 10. Juli 1928 wird das Kap als Norderneyer Wappenzeichen verwendet und ist das Wahrzeichen der Insel. [aus Wikipedia]


Sinngemäß fällt mir ein alter Kalauer ein: Luther steht vor der Kur-Apotheke, müsste er nicht vor dem Reformhaus stehen?
Er steht selbstverständlich vor der backsteingotischen Evangelische Inselkirche!
Über die Ursprünge des christlichen Glaubens liegen wenige Quellen vor. Das erste kirchenartige Gebäude der Insel Norderney entstand bereits kurz nach der Reformation im Jahr 1518 … Nachdem die Kirche im Laufe der Jahrhunderte zur Seefahrerkirche für die stetig wachsende Einwohnerzahl ausgebaut worden war, entschied man sich 1878 für einen Neubau im neugotischen Stil. Das alte Gebäude aus Holz wurde durch einen Steinbau mit einem 25 m hohen Kirchturm ersetzt. Eingeweiht wurde die Kirche am 11. Juni 1879, dem Tag der goldenen Hochzeit des deutschen Kaiserpaares Wilhelm I. und Augusta, als neue Evangelische Inselkirche an der Kirchstraße. Eine Gedenktafel am Haupteingang erinnert an dieses Datum. Am 23. Mai 2008 wurde die durch Spendengelder finanzierte neue Orgel der Kirche feierlich eingeweiht. Sie wurde von Harm Dieder Kirschner erbaut, verfügt über 30 Register auf drei Manualen und Pedal und weist eine romantische Disposition auf. [aus Wikipedia]Eine der wichtigen und schönen Beschäftigungen an der Nordsee, und noch mehr auf den Inseln, ist das „Teetrinken“! Es liegt am Wasser, dass der Tee (und auch der Kaffee) viel, viel besser schmeckt als zuhause. Außerdem ist das hier eine Zeremonie: Tee gut ziehen lassen, Kluntje (Kandis) in die Tasse, heißen Tee darüber und einen kleinen Teelöffel Sahne obenauf! Und dann wieder nachgießen …
Kino macht auf Norderney ebenfalls Laune: die Insel besitzt ein Opernhaus!, in dem Filme gezeigt werden.
Die See bietet ein sog. „Reizklima“ für Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien, aber auch zur Stärkung der Widerstandkräfte durch hohe Windgeschwindigkeiten und die salzhaltige Luft.
Das lässt sich Norderney im November 2021 mit einem „Gästebeitrag“ (besser bekannt als „Kurtaxe“) in Höhe von täglich 2,00 Euro pro Erwachsenen bezahlen. Das System wird dabei immer „sicherer“: alle Zahlungen sind im System gespeichert, die Kurkarte dient nur noch als Kennung; Einzahlungsautomaten soweit das Auge reicht. Geblieben ist aber, dass du ohne Zahlung deines Beitrags nicht aufs Schiff und von der Insel runterkommst.Norderney (ostfriesisches Plattdeutsch: Nördernee) ist eine der Ostfriesischen Inseln in der Nordsee, die dem Festland des Landes Niedersachsen zwischen der Ems- und Wesermündung in der Deutschen Bucht vorgelagert sind. Mit einer Fläche von 26,29 Quadratkilometern ist Norderney nach Borkum die zweitgrößte Insel dieser Inselgruppe.
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Villa Hügel
Alle Rechte ©gerd-buckan.de Köln 2005 - Verwendung der Bilder nur mit Genehmigung!Auf der Seite der Stiftung https://www.villahuegel.de/ kann man lesen, was dieses Haus ist:
»Die Villa Hügel in Essen war von 1873 bis 1945 das Wohnhaus der Unternehmerfamilie Krupp. Mit ihren 269 Räumen inmitten eines 28 Hektar großen Parks über dem Baldeneysee gelegen, ist sie weit mehr als der Wohnsitz einer bekannten Unternehmerfamilie – sie ist ein Symbol des Zeitalters der Industrialisierung Deutschlands.«
Ich habe sie besucht.
KARTE Ein Besuch - Essen liegt ja gar nicht so weit weg von Köln - lohnt sich definitiv! Viele verbinden das Ruhrgebiet nur mit Kohle und Stahl, hier aber zeigt sich die Industrie, zeigt sich speziell die Familie Krupp von einer anderen, privaten Seite. Gleichzeitig lernt man das »grüne« Ruhrgebiet kennen. 


Über die Autobahn (Abfahrt Essen-Haarzopf) oder die S-Bahn (Essen-Hügel) erreichen wir den Eingang und machen einen kleinen Spaziergang hinauf auf den Hügel. 



Zu den Öffnungszeiten können die Räume in der Villa und der Park besichtigt werden. Es empfiehlt sich, vorher auf die Homepage zu schauen, ob eine Veranstaltung stattfindet und die Villa vielleicht nicht zugänglich ist. 






Wie die äußere Erscheinung des Gebäudes wurde auch die Aufteilung im Inneren durch Alfred Krupp selbst festgelegt. Im Erdgeschoss sollten sich die gesellschaftlichen Räume befinden. Diese wurden, in Dreiergruppen zusammengefasst, um die große Halle gruppiert. Der erste Stock war für die privaten Räume vorgesehen. Zu diesen zählten auch private Geschäftsräume. In der zweiten Etage waren, neben den Räumen für das Personal, auch Dachboden- und Stauräume untergebracht. Das Kellergeschoss wurde von der Küche, den Vorratsräumen und den Baderäumen für das Personal eingenommen. Diese Anordnung wurde, auch wenn sich die Wohnvorstellungen der auf Alfred Krupp folgenden Generationen änderten, bis zum Ende der Bewohnung der Villa beibehalten. (Wikipedia) 









Der Park




Die Parkanlage wurde von Alfred Krupp ab 1869 geplant und 1883 in seinem Sinne fertiggestellt. Nach seinem Tod 1887 wandelte sich der Park unter seinem Sohn Friedrich Alfred Krupp, und später Bertha Krupp von Bohlen und Halbach, mehr und mehr zu einem Repräsentationsobjekt. In den 1950er- und 1960er-Jahren erfuhr der Park eine umfassende Umgestaltung zu einem englischen Landschaftspark. (s. Wikipedia: Hügelpark) 




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Hinweis
»Falls Sie demnächst einen Politiker treffen, der Sie ungefragt mit Geld bewerfen möchte, seien Sie wachsam. Am besten lehnen Sie ab. Laufen weg, sagen, dass Sie damit nichts zu tun haben wollen.«
Anna Mayr in DIE ZEIT Nr. 27 vom 30. Juni 2022
zur »Konzertierten Aktion« von Olaf Scholz zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften