• Isle of Wight


    Alle Rechte ©gerd-buckan.de Köln 2016 – Verwendung der Bilder nur mit Genehmigung!

    Auf nach Britannia!

    Liebe Besucher,

    wenn wir aus dem Rheinischen zur »Isle of Wight« fahren, und wenn die Reiseleiterin bei Grenzübertritt jeweils die Nationalhyme erklingen lässt, so hören wir
    »Das Lied von Brabant« (Dir unser Blut, o Heimaterde, Wir schwörens Dir, o Vaterland!),
    die Maseillaise (Zu den Waffen, Bürger, Formt eure Truppen, Marschieren wir, Marschieren wir! Unreines Blut Tränke unsere Furchen!) und
    kaum über dem Ärmelkanal heißt es „God Save the Queen“, die De-facto-Nationalhymne des heutigen Vereinigten Königreiches (O Herr, unser Gott, steh ihr bei, Zerstreue ihre Feinde, Und bring sie zu Fall). KARTE
    Wer all das unbeschadet überstanden hat, kann nun im Bus weiter durch die Grafschaft Kent rollen und – den Fussballfans in den Stadien gleich – weiter singen, brüllen oder pfeifen: „Rule, Britannia!“, „Land of Hope and Glory“ und/oder „Jerusalem“ (Till we have built Jerusalem, In Englands’s green an pleasant land). Hymnen satt.
    Wir erreichen die „Insel der Wichte“ und der britische Humor erreicht uns, und zwar beim Besuch von

    Blossom,
    Dizzle,
    Dazzle,
    Busby,
    Murphey,
    Paddy,
    Daisy,
    Doris,
    Bruno und
    Konsorten

    in der „Donkey Sanctuary“, einer Pflegestation für alte, kranke Esel. Es gibt dreißig alte Esel und achtzehn Modelle, um zu spenden: Fundraising Ideas! Der gemeine Reisende kommt derweil ins Grübeln, ob es vielleicht auf dieser Reise weitere Esel zu sponsern gilt, oder „My Goodness!“, ob er am Ende selbst einer von ihnen ist …
    Ganz im Gegensatz zu den patriotischen Gesängen ist die Bevölkerung friedlich, überaus gut gelaunt, höflich, hilfsbereit und freundlich! Das schlägt sich unmittelbar auf die Hüften: ein »Cream Tea« für ‚four pounds fifty‘ besteht aus einer großen Kanne Tee, zwei dicken Gebäckstücken (Kreuzung aus Rosinenbrötchen und unserem (Hefe-)Bobbes) und einer Schale fetter, fetter Sahnebutter, dazu ‚marmalade and jam‘! Zwei weitere Butterstückchen liegen etwas verloren auf dem Teller herum. Was soll ich damit?

    Das Halbliterglas Bier ‚Pint of Beer‘ wird immer voll gezapft. Voll heißt hier einen Zentimeter, sorry, we are in Great Britain!, einen ‚half Inch‘ über dem Glasrand. Das Gemüse wird in kochendes Wasser getaucht und kommt so auf den Teller. Salz und Pfeffer stehen ja auf jedem Tisch. Für Soßen habe ich jetzt hier keine Zeit. Wenn im Garten die Blätter nicht grün genug sind, so wird mit der Farbspraydose nachgeholfen; gerne auch mal pink oder lila. Entsteht eigentlich so der „Englische Rasen“?
    Wir besuchen die HMS VICTORY in Portsmouth. His Majesty’s Ship!, auf der Vizeadmiral Horatio Nelson Napoleon (obwohl: dieser soll gar nicht vor Ort gewesen sein!) vor Trafalgar den Hintern versohlt hat, dabei jedoch leider sein Leben verlor. Die HMS VICTORY ist immer noch offizielles Flaggschiff des Ersten Seelords Ihrer Majestät und soll jederzeit auslaufen können! Ich hätte auf dem Dreidecker gar nicht dienen können, musste ich doch auf allen drei Decks sehr gebeugt auf allen Vieren herumkriechen.
    Wir besuchen Gärten, Parks, Chines (tiefe, enge Schluchten) and Botanische Gärten und trinken dabei „Botanic Ale“!
    Die Sonne scheint ununterbrochen bis auf einen Tag, an dem es ununterbrochen regnet, nein gießt. Der englische Regen wäscht hoffentlich die Farbe von den besprühten Blättern. Ich hole mir in England(!) einen Sonnenbrand auf der Stirnglatze und denke wehmütig an die beiden Butterstückchen vom „Cream Tea“ zurück: ich hätte sie ganz anders einsetzen müssen! Wir wandern an der Kante der Kreidefelsen und schweben per Sessellift zu den Needles.

    All Saints’s Church

    Auf der Heimfahrt erlebten wir mit den anderen 28 Rheinländern südlich von London ein Highlight: die kleine Kirche All Saints bei Tudeley hat alle(!) Fenster von Marc Chagall bekommen; es soll die einzige so ausgestattete Kirche sein. Der Kirchenvorstand hat 12 Jahre gebraucht, um dem Austausch alt gegen neu zuzustimmen (Bilder unten). Es geht also auch ganz normal in GB!
    Die Geschichte:
    Ein Mädchen ertrinkt in der See nahe Rye. Ihr Vater wendet sich an Chagall mit der Bitte, ein Fenster in der kleinen Kirche von Tudeley zu gestalten. Marc Chagall malt ein Altarfenster in Tudeley zur Erinnerung an das Mädchen, das nun im Himmel ist. Bei der Einweihung begeistern ihn die Lichtverhältnisse in der kleinen Church so, dass er auch alle anderen Fenster der Kirche gestalten will. Gegen den langjährigen Widerstand des Gemeindevorstandes!

    Nun sitze ich unter tiefblauem Himmel an Deck der P&O-Fähre, blicke zurück auf die Kreidefelsen von Dover und pfeife still „Rule Britannia“ vor mich hin. Wir haben doch wieder einmal viel gesehen, haben gut gegessen und getrunken und waren viel unterwegs, hatten eine gute Reiseleitung und haben hoffentlich auch etwas dazugelernt. Nicht schlecht! Wisst Ihr, worauf ich mich jetzt freue? – In Aachen Lichtenbusch: „Einigkeit und Recht und Freiheit …“!

    Viele Grüße von einer schönen Reise!

    Siehe auch mein Video KENT – Schlösser und Gärten !

    Zuletzt aktualisiert am 13.09.2019
  • Marokko

    Titel Marokko Flagge

    Vater & Sohn im Maghreb

    Warum Marokko? Einmal, weil eine Reise auf dem Nil abgesagt wurde, andererseits war feststellen, dass ich kaum etwas über das Leben und die Geschichte des Landes sagen konnte: Wer lebt hier? Wie sieht es hier aus? Daten der Geschichte? Die Flagge? Fehlanzeige!

    »Das Grün und das Rot in der Flagge sind islamische Farben, das Pentagramm mit den fünf Zacken steht – laut unserem Reiseführer – für die fünf islamischen Säulen.
    Kurz etwas Geschichte: Marokko stand im 20. Jahrhundert zeitweise unter französischem und spanischem Protektorat. Seit 1956 ist es wieder unabhängig und gemäß der Verfassung, eine konstitutionelle Monarchie mit einem gewählten Parlament. Trotz leichter Fortschritte bei den Menschen- und Bürgerrechten während der 2010er Jahre regiert der König das Land weiterhin teilweise autoritär, obwohl das Land politisch stabiler ist als viele seiner Nachbarn.« (Wikipedia)

    Marokko ist ein Maghreb-Staat und die Bevölkerung besteht zum großen Teil aus Berbern. Und wir, Vater und Sohn, machen uns jetzt auf, das Land zu erkunden!

    Alle Fotos ©2025 Marcel und Gerd Buckan Köln – Verwendung nur mit Genehmigung!
    Casablanca
    Casablanca Speisen im Hotel
    Wir landeten am Abend in Casablanca und wurden vom Reiseleiter abgeholt. »Gibt es um 22 Uhr noch etwas zu essen?«, dachte ich? Aber in Marokko lebt man auch in die Nacht hinein, hält während des heißen Tages eher mal ein Mittagsschläfchen. Für das Hotel schien es nichts Besonderes zu sein.
    Casablanca (spanisch bzw. arabisch: „Das weiße Haus“) ist die größte Stadt Marokkos und liegt südlich der Hauptstadt Rabat direkt an der Atlantikküste. In der eigentlichen Stadt leben über 3 Mill. Menschen, in der Großregion Casablanca-Settat 7.688.967 (2024) aus Wikipedia.
    Vor dem Hotel wartet ein – nicht gerade bequemer – Bus auf uns.
    Casablanca Hotelhalle
    Casablanca Straße vor Hotel
    Casablanca ist die »westlichste« und die eher »wirtschaftliche« Stadt im Land; Sehenswürdigkeiten für Touristen sind eher rar. Deshalb entschieden wir uns auch anstelle einer Stadtrundfahrt eine Besichtigung der Moschee durchzuführen. »Nichtgläubigen« ist das Betreten von Moscheen grundsätzlich verboten, sofern es eben nicht in Einzelfällen – gegen Eintritt – erlaubt ist!
    Hassan-II.-Moschee
    Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Die Hassan-II.-Moschee ist die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt Casablanca. Sie ist eine der größten Moscheen der Welt und bietet in der Gebetshalle Platz für 25.000 Personen. Das Minarett der 1993 fertiggestellten Moschee ist mit 200 Metern Höhe das zweithöchste Minarett und das zweithöchste religiöse Bauwerk der Welt (Der Kölner Dom ist 157m hoch).
    Platz vor Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Brunnen vor Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Seitengebäude Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Minarett Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Marcel vor Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Mosaik Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Sie ist nach dem seit 1961 regierenden und im Jahr 1999 verstorbenen König Hassan II. benannt; sie wurde vom in Marokko lebenden französischen Architekten Michel Pinseau entworfen.
    In der Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Gebetshalle Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Mosaik in der Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Waschraum in Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Marcel und Gerd in Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Die Moschee besitzt mehrere Stockwerke: unter den Betsälen befinden sich die Waschräume, darunter eine Tiefgarage.
    Blick in Unteretage Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Hasan-II.-Moschee in Casablanca
    Hasan-II.-Mosche in Casablanca

    „Ich wünsche, dass Casablanca ein großes schönes Bauwerk erhält, auf das (die Stadt) bis zum Ende der Zeiten stolz sein kann… Ich will, dass dieses Bauwerk auf dem Wasser erbaut wird, denn Gottes Thron erhebt sich auf dem Wasser. Die Gläubigen, die dorthin gehen um zu beten, stehen auf festem Grund und können dort Gottes Himmel und Meer betrachten.“
    (Hassan II.)

    Anschließend fahren wir eine kleine Schleife durch die Stadt und werden vom Leuchtturm »El Hank« aus Casablanca verabschiedet.
    Leuchtturm El Hank Casablanca
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes in Casablanca

    Einmal legen wir noch einen Stopp in Casablanca ein: an einer katholischen Kirche!
    Die Pfarrkirche wurde nach der Planung von Achille Dangleterre und Gaston Zimmer von 1954 bis 1956 erbaut. Sie steht am Rond-Point d’Europe in Casablanca.
    Die Anordnung der Kirche entspricht einer nach Westen orientierten Basilika. Das herausragendste äußere Merkmal der Kirche ist eine massive Betonhaube, ausgebildet als Zelt mit gestreckten und schrägen Wänden, die die Türöffnungen der Kirche überragt. An ihrer höchsten Stelle ist ein kleines Kruzifix befestigt. Das Gebäude ist 60 Meter lang, 26 Meter breit und 26 Meter hoch. Auf jeder Seite stehen 24 Fensterbänder von 17 Metern Höhe, um das Betongewölbe zu stützen, und nehmen Glasmalerei auf.
    (aus Wikipedia)

    Die 800 Quadratmeter umfassenden Buntglasfenster stammen von dem Glaskünstler Gabriel Loire aus Chartres, der auch die Glasfenster der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin fertigte. Durch die Fenster fallen die farbigen Lichtstrahlen in einen offenen und luftigen Innenraum.
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes in Casablanca
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes in Casablanca
    Kirche Unsere Liebe Frau von Lourdes in Casablanca
    Rabat, die Hauptstadt
    Hauptstadt Rabat

    An der Mündung des Bou Regreg in den Atlantik liegen die Schwesterstädte Rabat und Salé (zusammen 1,7 Einwohner). Rabat ist seit 1912 Hauptstadt, Fes und konkurrierten früher um dieses Privileg. In Rabat besuchen wir die Medina (Altstadt) mit der „Kasbah des Oudayas“ (Kasbah = Burg oder auch Altstadtviertel arabischer Städte).
    In der Medina (Altstadt) von Rabat
    In der Medina (Altstadt) von Rabat
    In der Medina (Altstadt) von Rabat
    In der Medina (Altstadt) von Rabat
    Durchgang zur Kasbah des Oudayas in Rabat
    Rabat ist zudem eine „Königsstadt“. Als Königsstädte Marokkos bezeichnet man die vier Städte Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat. Jede von ihnen war zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte Marokkos die Hauptstadt einer der großen Dynastien des Landes (Idrisiden, Almoraviden, Almohaden, Meriniden, Saadier und Alawiden). In jeder Königsstadt gibt es einen Palast des Königs.
    Wir marschieren durch die Kasbah bis zur Burg am Fluss.
    Viele Katzen in der Medina
    Kasbah des Oudayas in Rabat
    Kasbah des Oudayas in Rabat, Blick auf Flussmündung
    Mohamed-VI.-Turm zwischen Rabat und Salé

    Hier an der Mündung des Bou Regreg schauen wir rechts auf Rabat und links auf Salé.
    In der Mitte sehen wir den Mohamed-VI.-Turm von Rafael de la Hoz & Hakim Benjelloun. Er hat 55 Stockwerke und ist 250 Meter hoch, vermutlich das höchste Gebäude Afrikas. Die obersten 5 Stockwerke sind dem König vorbehalten. Der Bau sieht aus wie eine Rakete auf der Startrampe. Oben befindet sich eine Aussichtsterrasse.
    Zum Ausgang hin stoßen wir auf einen kleinen Park: den „Andalusische Garten“. Er wurde in der französischen Kolonialzeit angelegt.

    Andalusischer Garten Rabat
    Brunnen Andalusischer Garten Rabat
    Andalusischer Garten Rabat
    Mauer der Medina und Kasbah
    Hassan Turm und das Mausoleum Mohamed V. in Rabat
    Hassa-II.-Turm mit Säulen geplanter Moschee

    Wir fahren weiter zum Mausoleum Mohamed V. und kommen an den Hassan-Turm (oben), das bauliche Wahrzeichen Rabats. Er sollte eigentlich das Minarett einer sehr großen Moschee werden. Das wollte jedenfalls der Almohadensultan Yacoub El Mansour, der 1190 mit dem Bau begann.
    El Mansours Tod (1199) und die Verlegung der Almohadenresidenz nach Marrakesch verhinderten die Vollendung des gigantischen Bauprojekts. Das Erdbeben von 1755 zerstörte einen großen Teil der schon fertiggestellten Anlagen. Heute sind noch Reste der 424 Säulen und 16 Tore zu sehen, und natürlich der Turm.
    Macel im Schatten der Säule
    Abstammung Könige
     Hierunter eine »Abstammungsliste« eines königlichen Geschlechts.
    »Abstammungsliste«
    Kuppel Mausoleum Mohamed V.

    Dem Hassanturm gegenüber, am anderen Ende der Moscheeruine, wurde 1961-67 die Grabstätte König Mohameds V errichtet. Mohammed V. wurde 1909 in Fès geboren. Er folgte seinem Vater Mulai Yusuf (reg. 1913–1927) am 18. November 1927 auf den Alawiden-Thron. Er starb am am 26. Februar 1961.
    (Links sehen Sie die Kuppel des Mausoleums)

    Der 160 x 50 m messende Komplex besteht aus dem Mausoleum, einer Moschee und einem kleinen Museum mit Andenken aus dem Leben des Königs. Auch der 1984 verstorbene Bruder von Hassan II., Prinz Moulay Abdallah, ist hier bestattet, ebenso Hassan II.
    Mausoleum Mohamed V.
    Wachen am Eingang Mausoleum Mohamed V.
    Wachen am Eingang Mausoleum Mohamed V.
    Wache Mausoleum Mohamed V.
    Zugang Mausoleum Mohamed V.
    Sarg Mausoleum Mohamed V.
    Innenraum Mausoleum Mohamed V.
    Unterwegs …
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Unterwegs
    Chefchaouen

    Wir fahren weiter in den Norden und kommen am Abend nach Chefchaouen im Rif-Gebirge. Hier erwartet uns eine Ferienanlage, ein Zimmer und gutes Essen!
    Anfahrt Hotel Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Treppe Wohnung Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Balkon Wohnung Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Betten Wohnung Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Haus Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Hotel Chefchaouen im Rif-Gebirge.
    Chefchaouen Medina

    Chefchaouen liegt oberhalb des Flusses Laou im nordwestlichen Rif-Gebirge in einer Höhe von etwa 560 bis 600 m. Die Bewohner der Stadt sind ganz überwiegend Berber; darunter befinden sich auch zahlreiche Nachfahren der im 15. und 16. Jahrhundert aus Al-Andalus zurückgekehrten Mauren.
    Chefchaouen galt über Jahrhunderte als heilige Stadt, deren Betreten Ausländern unter Androhung der Todesstrafe versperrt war; dies hat dazu beigetragen, dass ihre mittelalterliche Architektur erhalten blieb.
    Die gesamte Altstadt mit ihren reizvollen engen Gassen, kleinen Plätzen, blau- und weißgetünchten Häusern lädt zum Spazieren ein. Die blaue Farbe soll angeblich vor dem bösen Blick schützen. Die Bemalung wurde jedoch in den späten 1970er Jahren initiiert, um den Tourismus zu fördern. (aus Wikipedia)
    Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Verkauf Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
    Gerd in Gasse Medina Chefchaouen
    Gasse Medina Chefchaouen
     
    Wappen Medina Chefchaouen
    Gesamtansich Medina Chefchaouen
    Römische Garnision Volubilis
    Ort Volubilis
    Grabstätte König Mohameds V - Kuppel

    Über die fruchtbare Rharb-Ebene erreichen wir das antike Freilichtmuseum Volubilis mit ausgegrabenen Ruinen der Römer. Es ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten hier in Nordafrika. Es liegt landschaftlich sehr schön und besitzt, neben den Ruinen, gut erhaltene Mosaiken. Besiedelt war der Platz bereits im Neolithikum (Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu Hirten- und Bauernkulturen). In der Provinz Mauretania war die römische Garnison – neben Tingis (Tanger) – wichtigster Stützpunkt. Sie handelten mit Korn und Olivenöl, lieferten wilden Tiere wie Löwen und Geparden aus dem Gebirge nach Rom und erreichten großen Wohlstand. Mit dem Rückzug der Römer ab dem 3. Jahrhundert begann der Niedergang von Volubilis. Die Steine wurden für Neubauten genutzt und das schwere Erdbeben von 1755 tat ein Übriges.
    Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Museum Römische Ausgrabungen Volubilis

    Im »Haus der Venus« findet man die schönsten Mosaiken: Bacchus und die vier Jahreszeiten, ein Wagenrennen, Diana mit Nymphen und Entführung der Hylas.
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Mosaik Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Säulenhaus Museum Römische Ausgrabungen Volubilis
    Gerd vor Kathedrale Museum Römische Ausgrabungen Volubilis

    Sehenswürdigkeiten:
    • Basilika (Gerichtshalle)
    • Vier Thermenanlagen
    • Tempel des Saturn
    • Kapitol
    • Caracallabogen, Ehrenbogen und Eingangstor zur Stadt aus dem 3. Jahrhundert
    • Mosaiken in den Villen, z. B. im sogenannten Orpheus-Haus
    • Forum
    • Getreidespeicher
    • Ölpresse (rekonstruiert)
    Außerdem gab es im Restaurant am Eingang leckeres Essen!

    Meknès


    Nun fahren wir nach Meknès! 750.000 Einwohner.
    Zuerst steigen wir am Place El Hedim aus, besichtigen das mächtige vom Sultan erbaute Tor Bab el Mansour (unten) und gehen dann durch die Markthalle, was immer ein Erlebnis ist.
    Meknès ist eine der vier Königsstädte! Der Name leitet sich vom Berberstamm der Meknassa ab.
    Gruppe im Bus
    Meknès Tor Königspalast
    Markt in Meknès
    Markt in Meknès
    Markt in Meknès
    Markt in Meknès

    Interessant war, dass wir zur Zeit des Ramadan unterwegs waren. Gläubige Muslime verzichten im heiligen Fastenmonats 30 Tage lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Speisen und Getränke sind erst nach Sonnenuntergang wieder erlaubt. Das bedeutete: unser Fahrer und unser Reiseführer durften tagsüber nicht essen und nicht trinken (für den Reiseführer war fast noch schwerer, nicht zu rauchen…).
    So kehrten wir bei Sonnenuntergang – wie hier auf der Dachterasse in Meknès – stets in ein Lokal ein und die beiden verspeisen ein ausgiebiges Mahl! – Nun, Morgen ist Fastenbrechen.
    Essen nach Sonnenuntergang - Ramadan
    Fès

    Fès ist mit rund einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Marokkos. Sie ist die älteste der vier Königsstädte des Landes (neben Marrakesch, Meknès und Rabat) und galt nach der Gründung der Qarawiyin-Universität als geistiges Zentrum des arabisch-islamischen Westens (Maghreb).
    Fès liegt ca. 60 km (Fahrtstrecke) östlich von Meknès am Ostrand der fruchtbaren und teilweise bewässerten Sais-Ebene. Nach Süden führt die Nationalstraße 8 (route impériale), die alte Karawanenroute, am Westrand des Mittleren Atlas entlang nach Marrakesch.
    (Wikipedia)

    Wir fahren erst einmal nach oben zum Aussichtspunkt Borj Sud, um einen sehr schönen Blick über Fès zu haben. Als Teil der Medina von Fès gehört es seit dem Jahr 1981 zum UNESCO-Welterbe. Im Bild unten kann man deutlich erkennen: oben ist die Altstadt, unten die Neustadt.

    Wir besuchen den Raumausstatter (Töpferei) »Art Naji«. Hier werden viele Gegenstände aus Ton hergestellt, vor allem Mosaike.
    Am Place des Alaouites befindet sich der Palast des Königs und wir bewundern die goldenen Tore.
    Auch das ist erwähnenswert: der Blechkollege!
    Der Postdienst in Marokko wird von La Poste Maroc betrieben, die landesweit verschiedene Post- und Finanzdienstleistungen anbietet. Aber es gibt auch noch andere Botschafter …
    Weil wir den Innenhof als Ungläubige nicht betreten dürfen, nimmt ein Aufpasser mein Handy und fotografiert für mich die Moschee.
    Die Moschee der Universität Karaouiyne wurde 859 von Fatima al-Fihri, Tochter des reichen Kaufmanns Mohammed Al-Fihri, gegründet. Sie hatte geschworen, ihr gesamtes Erbe für den Bau einer Moschee für ihre Gemeinde, die im frühen 9. Jahrhundert aus Kairouan (Tunesien) eingewandert waren, zu verwenden. Der Name der Hochschule bedeutet sinngemäß »Universität der Menschen aus Kairouan«.
    Die Medina von Fez ist ein herausragendes Beispiel einer mittelalterlichen Stadt, die während der ersten Jahrhunderte der Islamisierung Marokkos entstand und einen ursprünglichen Typ menschlicher Besiedlung und traditioneller Landnutzung darstellt, der für die marokkanische Stadtkultur über einen langen historischen Zeitraum repräsentativ ist.
    (UNESCO)
    Ein immer wieder gezeigtes Bild von Fès finden wir im Gerberviertel, wo Naturfarben angerührt werden. Hier werden in riesigen Bottichen Naturfarben gemischt, Häute werden zum Trocknen aufgespannt und Tierfelle bearbeitet. Der Zugang zu den Terrassen, von denen man auf die Gerberbecken schauen kann, ist ausschließlich über die Lederwarengeschäfte ringsum möglich (Verkaufsveranstaltung).
    Bevor wir essen gehen, besichtigen wir die ehemalige Koranschule »Madrasat al Attarin«. Sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe (1981).
    Die Madrasa wurde in den Jahren 1323 bis 1325 im Auftrag des Merinidensultans Abu Said Uthman erbaut. Sie war noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Nutzung.
    Die äußerlich unscheinbare, aus – an keiner Stelle sichtbaren – Ziegelsteinen gemauerte, Koranschule besteht aus mehreren Teilen: einem etwa 3 m² großen Vorraum, einem etwa 7 × 10 m messenden Innenhof mit zentraler Brunnenschale aus Marmor, einem angrenzenden ca. 5 × 6 m messenden Gebetsraum mit einer nach Osten (Mekka) weisenden Mihrab-Nische und einem Annexraum, in welchem sich die Wohn- und Schlafzellen der Koranschüler befinden.
    (Wikipedia)
    Und dann gibt es leckeres marokkanisches Essen!
    Gewürze und Heilmittel
    Bei einer Verkaufsveranstaltung im Gewürzladen lernen wir die vielseitigen Wirkungen von Kräutern kennen. Es gibt viel zu schauen, zu riechen und zu schmecken. Einige lassen sich zur Entspannung auch die Schläfen einreiben … Es ist eine lustige Veranstaltung! Am Ende wird auch erstaunlich viel mitgenommen.

    Wir verlassen Fès und fahren weiter Richtung Süden. Der nächste Ort Merzouga wird am Rand der Wüste Sahara liegen, von der ein kleiner Teil hier zu Marokko gehört. Nicht so weit weg liegt auch die Grenze zu Algerien.
    Wir sind jetzt schon in wärmeren Gefilden!

    Zunächst aber gibt es eine Pause beim Löwen!

    Auf dem nächsten Parkplatz im Nationalpark Ifrane haben wir es nun mit Affen zu tun!
    Auf dem Weg in die Wüste nach Merzouga machen wir Pause in dem mondänen Kur- und Wintersportort Ifrane. Er liegt mit 1600 m schon recht hoch im Mittleren Atlasgebirge. Hier befindet sich auch eine private Eliteuniversität. Die Besucher zieht es aber zuerst einmal zum Löwen …
    Im Riad Mimouna De Timnay verbrachten wir, hier an der Nationalstraße 13 in Richtung Süden, unsere Mittagspause. Es gab leckere Suppen auf der Speisekarte!

    Übrigens: Das arabische Wort Riad bedeutet eigentlich »Garten« und bezeichnet in Marokko traditionelle marokkanische Häuser mit Innenhof. Dieser besteht meistens aus vier Orangenbäumen.
    Die Riad-Hotels in den Städten haben ihre Fenster oft nur zum Innenhof.
    Die Nationalstraße 13 ist auch eine fantastische Möglichkeit, das Ziz-Tal zu erkunden. Diese Straße, die Midelt und Erfoud verbindet, verläuft über 200 Kilometer entlang des Flusses Ziz und bietet atemberaubende Landschaften: Berge, Kalksteinfelsen, grüne Flecken, Denkmäler, Schluchten.
    Am Ziz verbrachten wir eine weitere Pause am Nachmittag und nahmen dabei Kontakt in die Heimat auf.
    Am Abend komnmen wir zu unserem Hotel am Rande der Sahara!
    Am Rande der Sahara
    Das Hotel in Merzouga war eine Oase, in der wir uns von der Fahrt erholen konnten. Es gab Abendessen und ein schönes Zimmer mit besonderem Balkon. Nach einem guten Frühstück am Morgen fuhren wir gegen Mittag in die Wüste zu unseren Zelten! Die Koffer passten nicht alle in die Pkw und wurden auf den Dachträger geladen.

    Der Vorplatz und die Wege zu den Zelten (Untergrund ist Sand) waren mit guten Teppichen ausgelegt! Die Zelte waren recht komfortabel: großer Wohnraum, abgetrennte Dusche, Toilette und Waschraum.
    Kamelausritt

    Der unvermeidliche Ausritt mit den »Wüstenschiffen« darf in der Sahara natürlich nicht fehlen (Es müsste m. E. auch Dromedare statt Kamele heissen?). Wir reiten ein Stück durch den Sand, steigen ab und geniessen den Sonnenuntergang.

    Mein Kamel hat es beim hinlegen relativ eilig und ich muss mich sehr festhalten, um nicht kopfüber in den Sand zu fliegen.
    Auf nach Dades Boumalne
    Die Koffer sind zur Weiterfahrt gepackt! Eben noch das Zelt abschließen und wir fahren ca. 45 Minuten nach Erfoud. Dort soll es lt. Reiseleiter die besten Datteln geben! Und wir gehen eben noch ein paar Meter zu einem Hammelmarkt.

    Wir besichtigen einen Quanat

    Was ist ein Quanat? Bei Wikipedia lesen wir: Es »ist eine traditionelle Form der Frischwasserförderung meist in Wüstengebieten, um Trink- und Nutzwasser aus höher gelegenen Regionen zu beziehen. Ein Qanat besteht aus einem Mutterbrunnen, mehreren vertikalen Zugangsschächten und dem Qanat-Kanal. Der Qanat-Kanal ist ein Freispiegelstollen, der mit geringem Gefälle vom Mutterbrunnen über die Zugangsschächte bis zum Qanat-Austritt führt. «
    Es ist also, einfach gesagt, eine Wasserleitung, die – meist aus den Bergen – eine Wüsenregion mit Wasser versorgen kann. Dieser Quamat ist offensichtlich trocken und für die Touristen zur Besichtigung hergerichtet worden. In den Gängen ist es teilweise sehr dunkel, die Handylampe muss helfen.
    Mitten auf einer Brücke halten wir an, steigen aus und gehen aufs Feld! Eine Art Wiese, auf der landwirtschaftliche Produkte angebaut werden. Der Weg ist teilweise schwierig, das Ziel aber stets vor unseren Augen: Tinghir. Hier wollen wir in die Altstadt und eine Teppichmanufaktur besuchen.
    Mitten im Ort brauche ich beim Aufstiegt eine Pause! Eine Frau stellt mir einen Stuhl zur Verfügung! Die Marokkaner sind, das stelle ich immer wieder fest, sehr freundlich!
    Die Todra-Schlucht
    Wieder eine Touristen-Attraktion:
    Der Oued Todra hat sie auf dem Weg nach Süden in die letzten Gebirgsketten des Hohen Atlas eingeschnitten, bevor der Flusslauf bei der Provinzhauptstadt Tinghir das Hochland zwischen dem Hohen Atlas und der Djebel-Sarhro-Gebirgskette erreicht.

    Die bis zu 300 Meter hohen Steilwände der Schlucht, deren Boden etwa auf 1400 m über Meereshöhe liegt, sind sehr attraktiv für den Klettersport. Eine Vielzahl von Kletterrouten und etliche Hotels erschließen das Gebiet für den internationalen Tourismus. (Wikipedia)
    Wir verlassen unser schönes Hotelzimmer in Boumalne und fahren weiter. Unser Ziel heute ist Quarzazate, der Provinzhauptstadt des Draa-Tales. Unterwegs werden wir noch einiges sehen!
    Quarzazate
    Ouarzazate ist die knapp 80.000 Einwohner zählende Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Region Drâa-Tafilalet im Süden Marokkos.
    Die überwiegend moderne Stadt bietet kaum Sehenswürdigkeiten. Lediglich die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Thami El Glaoui erbaute Kasbah Taourirt und das unmittelbar benachbarte Kasbah-Viertel lohnen einen Besuch. Auch die meist außerhalb gelegenen Filmstudios können im Rahmen von Führungen besichtigt werden.
    (aus Wikipedia)
    Kasbah Tourirt
    Kasbah Tourirt aussen
    Taourirt liegt am Oued Za im Nordosten Marokkos an der Strecke Fès-Taza-Guercif-Oujda in einer hügeligen bis bergigen Umgebung etwa 400 bis 450 m. Das Klima ist meist trocken; der eher spärliche Regen (ca. 220 mm/Jahr) fällt – abgesehen von wenigen Sommergewittern – eigentlich nur in den Wintermonaten.
    Ein kleiner Teil der Kasbah (Foto) wurde in den 1990er Jahren mit Hilfe der UNESCO restauriert und ist nun als historische Attraktion geöffnet. Einige unrestaurierte Gebiete der Kasbah sind bis heute von Familien bewohnt. Die Kasbah trat in Filmen wie Gladiator und Prinz von Persien auf. Auf dem Dach hat man eine schöne Aussicht.
    Atlas-Filmstudios
    Atlas Studios ist ein 5 Kilometer westlich der Stadt Ouarzazate gelegenes Filmstudio. Der größte Teil des Anwesens liegt in der nahe gelegenen Wüste und den Bergen. Viele Sets aus den Dreharbeiten verschiedener Filme bleiben bestehen, es werden Führungen angeboten und so sind die Studios zu einem beliebten Touristenziel geworden.
    Aït-Ben-Haddou
    Aït-Ben-Haddou ist ein befestigtes Dorf (ksar) am Fuße des Hohen Atlas in der Provinz Ouarzazate im Südosten Marokkos. Der komplette alte Ortskern ist seit dem Jahr 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
    Das alte Dorf besteht aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen (Tighremts). Deren Lehmmauern ruhen auf natürlichem Fels und haben eine Sockelzone aus größeren oder kleineren Findlingen. Die Bauten mit ihren Ecktürmen und Zinnen verleihen dem Ort sein wehrhaftes Aussehen, welches durch die Hanglage noch verstärkt wird. Die meisten Ecktürme waren im oberen Bereich mit geometrischen Motiven dekoriert, wobei die immer wiederkehrenden Rautenmotive als abstrahierte Augen gedeutet werden können und ursprünglich wohl eine apotropäische (Unheil abwehrende) Funktion hatten.
    (Wikipedia)
    Dort oben war es ziemlich windig und nicht leicht zu gehen. Doch wir fanden in der Mitte noch ein sehr gemütliches Café!
    Trotz der Touristenströme und der sich immer wieder einfindenden Filmschaffenden aus aller Welt ist Ait Benhaddou eine der wenigen noch einigermaßen gut erhaltenen Lehmbausiedlungen in Südmarokko (auch als Filmkulisse bekannt!).

    Frühstück mit Aussicht!
    Über den hohen Atlas
    Der Hohe Atlas erhebt sich vom Westen an der Atlantikküste in östliche Richtung bis vor die marokkanisch-algerische Grenze, wo er noch Höhen von 2500 m erreicht. Weiter östlich werden Höhen von 2000 m nur selten überschritten. Zum Atlantik wie südwestlich zur Souss-Ebene hin fällt er steil ab und bildet einen eindrucksvollen Kontrast zur Küste bzw. dem Antiatlas. Zum Norden hin, Richtung Marrakesch, fällt er weniger abrupt ab. Er ist die west-östlich verlaufende Wetterscheide Marokkos gegen die saharischen Klimaeinflüsse, die besonders im Sommer stark abgemildert werden.
    (Wikipedia)
    Nach unseren Aufzeichnungen haben wir beim Überqueren eine Höhe von 2216 Metern erreicht.

     

    Marrakesch
    Wir fahren – vorbei am Palast – zu einem Restaurant ins Zentrum. Hier fällt als erstes der 77 Meter hohe Turm der Koutoubia-Moschee auf. Der Turm ist der höchste in Marrakesch und ist so etwas wie das Wahrzeichen der Stadt. „Koutoubia“ heißt übersetzt „… des Buchhandels“. Die Moschee wurde im 12. Jahrhundert während der Almohaden-Dynastie erbaut.
    Marrakesch (deutsch ‚Land Gottes‘) ist eine Stadt im Zentrum Marokkos, mit über einer Million Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes. Marrakesch ist neben Fès, Meknès und Rabat eine der vier Königsstädte Marokkos. Marrakesch wurde am 7. Mai 1070 durch Abu Bakr ibn Umar gegründet, um der neuen Bewegung der Almoraviden ein Zentrum zu geben. Abu Bakrs Nachfolger Yusuf ibn Taschfin (1009–1106) eroberte das heutige Nordmarokko und Andalusien und ließ Marrakesch zur Hauptstadt seines Reiches ausbauen. Unter seinem Sohn Ali ibn Yusuf wurde die Stadt erheblich erweitert und die bis heute erhaltene Stadtmauer errichtet.
    (aus Wikipedia)
    Palais de la Bahia
    Die 8 ha große Palastanlage (etwa 2 ha mit Gebäuden und Ausgängen zu Gärten) in der Medina, der Altstadt von Marrakesch, wurde um 1900 vom Großwesir des Sultans Si Moussa als Harem angelegt. Es gibt 150 Zimmer in dieser, nach andalusischem und marokkanischen Stil angelegten Anlage, die durch Khettaras (unterirdische Wasserleitungen) versorgt wird. In den Gärten und Höfen wachsen Orangen, Bananen, Zypressen, Hibiskus und Jasmin Bäume. Auch die französische Verwaltung hatte sich später hier einquartiert. Heute ist die Anlage ein Museum und Kulturzentrum, das dem Ministerium für Kultur untersteht.
    Bei YouTube können Sie ein kleines Video sehen: Palais de la Bahia

    – WIRD FORTGESETZT –

    OBEN

  • An der Elbe

     


    Alle Rechte bei ©gerd-buckan.de Köln 2013

    Auf nach Riesa!

    Die Trinitatiskirche war nach der mittelalterlichen Klosterkirche der erste Kirchenneubau in Riesa und vor allem aus Platzgründen notwendig geworden. Aber: Geschlossen!
    Sehenswürdigkeiten: Kloster – Nudelcenter – Trinitatiskirche – Klosterkirche „St. Marien zu Riesa“.

    Strehla

     
    In Strehla kann man sich die Kirche ansehen (geschlossen!) und das Schloss (privat! kein Zustritt!)

    Mühlberg / Elbe

    Die Stadt wurde in den letzten Jahren vornehmlich durch das Elbhochwasser bekannt. Dabei lohnt sich ein Besuch und ein Rundgang sehr! Auf der Tourismusseite der Stadt wird ein Rundgang mit 19 Sehenswürdigkeiten angeboten! Den kann ich nur empfehlen! Und nehmen Sie sich etwas Zeit dafür!
    Dankstein für Verschonung!  

    »Hier zeltete Kurfürst Joh. Frd. v. Sachsen vor der Schlacht b. Mühlberg am 24.4.1547«

    Oberlausitzer Pönfall!

    Belgern

    Roland Rathaus Postsäule

    Wittenberg

    »Vor fast 500 Jahren leitete der Reformator Martin Luther in Wittenberg die Erneuerung der christlichen Kirche ein und machte die Elbestadt Wittenberg zur Wiege der Reformation. 2017 wird das historische Ereignis am Ende der Lutherdekade mit einem großen Festjahr „Luther 2017“ in der Lutherstadt Wittenberg gefeiert. Tausende Besucher aus aller Welt werden erwartet.« zur Seite Stadt Wittenberg
    » Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht«
    Psalm 119,46 – Zitat am Philipp-Melanchthons-Denkmal
    Ein Besuch in der Stadt und ein Bummel über die Collegienstraße zum Markt, zur Schloßkirche (wo Luther seine Thesen annagelte), zum Markt und zur Stadtkirche St. Marien lohnen sich jederzeit!

    Torgau

       
     

     

  • Kommern LVR

    Man muss nicht immer in die Ferne schweifen …
    Als Jugendlicher erlebte ich den Start des Freilichtmuseum auf dem Kahlenbusch mit.

    Das LVR-Freilichtmuseum Kommern und Rheinische Landesmuseum für Volkskunde in Kommern/Eifel in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) ist mit über 100 ha eines der größten Freilichtmuseen Europas mit rund 78 historischen Gebäuden aus der preußischen Rheinprovinz. Die Planungen zu einem Freilichtmuseum im Rheinland gehen bis in die 1950er Jahre zurück. Um den Standort bewarben sich rund 30 Städte und Gemeinden zwischen Aachen, Köln und dem Ruhrgebiet, darunter Duisburg, Krefeld, Rheydt und das damals noch selbstständige Kommern (heute Stadtteil von Mechernich). Die Wahl von Kommern am 28. März 1958 in einer Stichwahl gegen Krefeld soll auf den damaligen Gemeindevorstand Kommerns, Norbert Leduc, zurückgegangen sein. Das Museum wurde am 20. Juli 1961 eröffnet.
    aus Wikipedia

  • Graubünden/Schweiz

     

    Alle Rechte ©gerd-buckan.de Köln 2014 – Verwendung der Bilder nur mit Genehmigung!
    [Andermatt]
    [St. Gotthard Pass]
    [St. Moritz]
    [Julier Pass]
    [Luzern]
    [Bernina Express]

    [Soliser Viadukt]
    [Viamala Schlucht]
    [Kirche Zillis]
    [CHUR]
    [Davos Kurpark]
    [Schatzalp]

    Impressionen aus Graubünden

    An der Grenze treffen wir ‚unseren‘ Rhein wieder, der uns auch noch in Graubünden als Vorder- und Hinterrhein begegnen wird.
    Unser Standort ist Davos, bekannt u.a. durch den „Zauberberg“ von Thomas Mann und den Weltwirtschaftsgipfel. Verglichen mit den anderen Schweizer Städten und Ortschaften ist Davos nach meinem Eindruck eher farblos. Aber: es ist die Stadt in Europa, die am höchsten liegt! Das ist auch der Grund für die gute (heilsame) Luft.

    Mit der »Rhätischen Bahn« von Chur nach Andermatt

    In Chur steigen wir vom Bus in die Schweizer Bahn um und fahren zunächst bis Disentis. Gleich nach Abfahrt treffen wir auch »unseren Rhein« wieder und können den Zusammenfluß von Vorder- und Hinterrhein bestaunen. In Disentis wechseln wir über den Bahnsteig den Zug und fahren mit einer Zahnradbahn übers Gebirge nach Andermatt. Wikipedia
    Ganz erstaunlich ist, wie viele Kirchtürme uns unterwegs begegnen. Hier links das Kloster »St. Martin« in Disentis. Dann geht es in die Berge, vorbei an wunderbaren Panoramen, bis hinauf zum Stausee … wo uns eine tiefhängende Wolke empfängt!
    In Andermatt wartet der Bus auf uns und wir fahren den St. Gotthardpass hinunter in Richtung Italien. Wikipedia
    So immer steigend, kommt Ihr auf die Höhen
    Des Gotthards, wo die Ewg’en Seen sind
    Die von des Himmels Strömen selbst sich füllen
    Dort nehmt Ihr Abschied von der deutschen Erde,
    Und muntern Laufs führt Euch ein andrer Strom
    Ins Land Italien hinab, Euch das gelobte
    (Wilhelm Tell von Friedrich Schiller)

    Luzern am Vierwaldstättersee

    Und wieder habe ich etwas dazu gelernt:
    Die Urschweiz bestand bis zum 15. Jh. aus den drei Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden , danach kam der Begriff »Waldstatt« auf. Und als Luzern zu den drei Waldstätten hinzukam, gab es die »Vier Waldstätten« (deshalb: Vierwaldstättersee!).
    Die Jesuitenkirche St. Franz Xaver wurde als erste grosse Barockkirche der Schweiz 1666 bis 1677 möglicherweise nach Plänen eines Vorarlbergers, etwa Michael Beer oder Michael Thumb, oder nach Plänen des Jesuitenpaters Heinrich Mayer und des Paters Christoph Vogler errichtet. Von Mayer stammen jedenfalls die Entwürfe der Stuckaturen der Seitenkapellen, welche schweizweit die ältesten Beispiele für den Stil der Wessobrunner Schule darstellen. Die beiden Türme wurden 1893 nachträglich aufgesetzt. Die Kirche wurde in den 1950er und umfangreicher in den 1970er Jahren renoviert.
    Die Kirche wurde 1755 baulich mit dem Kollegium verbunden. Bedeutsam ist sie vor allem wegen der reichhaltigen Ausstattung. Wikipedia
    Da die Stadt durch die Reuss geteilt wird, besitzt sie mehrere Brücken, welche die Altstadt mit der Neustadt verbinden. Die bekannteste davon ist die Kapellbrücke von 1365 . Sie ist die älteste noch erhaltene und mit 202 Metern die zweitlängste gedeckte Holzbrücke Europas. Im Jahre 1993 zerstörte ein Feuer einen Grossteil der Brücke. Da diese in den 1960er Jahren umfassend renoviert und jedes einzelne hölzerne Bauteil registriert worden war, konnte sie nach dem Brand originalgetreu wieder aufgebaut werden. Von den dreieckigen mittelalterlichen Originalgemälden, welche auf ihrer ganzen Länge im Giebel der Brücke angebracht waren, wurden beim Brand jedoch 81 von 111 unrettbar zerstört. In der Mitte der Brücke befindet sich das Wahrzeichen von Luzern, der Wasserturm mit einem achteckigen Grundriss. Brücke wie Turm bildeten einen Teil der Stadtbefestigung. Deshalb sind auf der Seite des Wasserturms die Holzgeländer höher. Wikipedia
    Eine Bildtafel der Kapellbrücke (Nr. 143/158) zeigt – für uns Kölner von bes. Interesse – die Enthauptung Gereon und seiner Schar in Köln:
    »Gereon dem Schwerdt entgangen,
    Wird zu Cöllen auffgefangen,

    Volget seiner Legion,
    Mit erlangter Marter=Cron«

    Auf dem Weg nach St. Moritz

    St. Moritz

    Vom Parkplatz am Bahnhof gehen wir eine Treppe hoch, durch einen Fußgängertunnel und gelangen in ein Parkhaus, welches wir durchqueren. Am Ende fahren wir mit einer langen Rolltreppe zur Altstadt von St. Moritz hinauf (man kann auch einen Aufzug benutzen, der wie eine Standseilbahn funktioniert).
    Badrutt’s Palace ist ein 5-Sterne-Hotel in St. Moritz mit Blick auf den See und die Corviglia. Es wurde 1896 eröffnet und ist bis heute im Besitz der Familie Badrutt [s. Statue des Gründers hierunter!]. Das Hotel hat 159 Gästezimmer und 38 Suiten. Es gilt als populär und weltbekannt und ist eines der «Leading Hotels of the World». (aus Wikipedia)
    Auf der Seite der Rhätischen Bahn lesen wir über den Bernina Express :
    Hoch hinauf zum Gletscherglitzern der Berge, tief hinab ins Palmenparadies Italiens: Der Bernina Express verbindet als höchste Bahnstrecke über die Alpen den Norden Europas mit dem Süden, schlägt Brücken zwischen Sprachregionen und Kulturen.

    Und dies auf einzigartige Weise: Die Bahnstrecke fügt sich harmonisch in die Gebirgswelt von Albula und Bernina ein. 55 Tunnels, 196 Brücken *) und Steigungen von bis zu 70 Promille meistert der Zug mit Leichtigkeit. Auf 2 253 Meter über Meer thront das Dach der RhB, das Ospizio Bernina. Hier werden Naturgenuss und Kulturerlebnis eins, hier werden sie zur schönsten Erfahrung der Alpen. Die Strecke von Thusis bis Tirano gehört zum UNESCO Welterbe. Ein Markenzeichen.

    *) Hier geschah jüngst ein Unglück, als die Bahn aus einem Tunnel kommend auf der Brücke in eine Schlammlawine fuhr und entgleiste. Es war ein großes Glück, dass kein Waggon abstürzte! Bild!
    Wir fahren von Tirano/Italien mit dem Bernina Express zurück nach St. Moritz.

    Ausflüge am Montag!

    Soliser Viadukt (Eisenbahnbrücke)

    Die den Fluss Albula überspannende Brücke ist 89 m hoch und 164 m lang. Sie besteht aus einem Hauptbogen mit einer Spannweite von 42 m und zehn Nebenbögen von 8 bis 10 m. Sie ist die höchste Brücke der RhB.

    Die Viamala-Schlucht

    Viamala oder Via Mala (Kanzleilatein, rätoromanisch „veia mala“, übersetzt «schlechter Weg») bezeichnet einen früher berüchtigten, rund 8 km langen Wegabschnitt entlang des Hinterrheins zwischen Thusis und Zillis-Reischen im Schweizer Kanton Graubünden. Die tief eingegrabene Schlucht bildet das schwierigste Hindernis im Verlauf der Unteren Strasse von Chur zu den Alpenpässen Splügen und San Bernardino. (s. auch bei Wikipedia!)
    Die Touristen zieht der Ort wegen des Films „Via Mala“ aus dem Jahre 1961 (nach dem Buch von John Knittel) an! Er wurde mit Gert Fröbe in der Nähe gedreht.
    Homepage der Via Mala !

    St. Martin in Zillis

    Die Kirche St. Martin steht im Dorfkern von Zillis im Schweizer Kanton Graubünden und ist eine romanische Saalkirche, weltberühmt wegen ihrer bemalten Kirchendecke. Die Kirchendecke ist ein Kunstwerk aus der Epoche der Hochromanik und eines der ganz seltenen Werke dieser Art, das nahezu vollständig und ohne Übermalungen erhalten geblieben ist (vgl. Alte Kirche (Dädesjö) in Schweden). Die Decke wurde um 1109 bis 1114 gemalt und besteht aus 153 quadratischen Bildtafeln (9 Reihen à 17 Tafeln) von ca. 90 cm Seitenlänge. Die meisten sind aus Tannholz und wurden zuerst mit einer dünnen Schicht Gips grundiert, dann aufrecht bemalt und erst dann in die Decke eingesetzt. Der grafische Stil der Bilder weist darauf hin, dass der heute unbekannte Künstler die Buchmalerei beherrscht haben muss.
    Wikipedia
    Die Decke besteht aus 48 Randfeldern und 105 Innenfeldern. Die Randfelder stellen grösstenteils seltsame Fabelwesen als Sinnbild des Bösen sowie drei Szenen mit Schiffen aus der Darstellung der Geschichte von Jona dar. Ferner sind auf den vier Eckfeldern Engel als Personifikation der vier Winde und Verkünder des Jüngsten Gerichts angeordnet. Die inneren Bilder sind folgenden Themen aus dem Leben Christi gewidmet: König David, Salomon und Rehabeam als Vorfahren Christi, dann die Verkündigung und die Geschichte der Heiligen Drei Könige, die Flucht nach Ägypten und der Kindermord zu Bethlehem. Es folgen die Taufe Jesu und anschliessend die Lehrtätigkeit und die Wundertaten Christi. Nach dem Abendmahl Jesu endet die Leidensgeschichte mit der Dornenkrönung. Die letzte Bilderreihe berichtet aus dem Leben des Heiligen Martin. Wikipedia

    Wir fahren nach Chur

    Chur, die Hauptstadt des Kantons Graubünden, bietet seinen Einwohnerinnen und Einwohnern in allen Belangen eine hohe Lebensqualität. Triftige Gründe dafür sind das besondere Klima, die Wohnlichkeit, das breite Aus- und Weiterbildungsangebot, die kulturelle Vielfalt, die stadtnahen Natur- und Erholungsräume, fast unbegrenzte Sport- und Freizeitmöglichkeiten, das attraktive Zentrum mit der malerischen Altstadt und den mediterranen Einflüssen. Stadt Chur
    Die Kathedrale von Chur ist das Wahrzeichen des ältesten Bischofsitzes nördlich der Alpen, ein Sakralbau aus dem 12./13. Jahrhundert.

    Zurück nach Davos

    Davos Kurpark

    Hinauf auf die »Schatzalp«

    Das Hotel Schatzalp inspirierte Thomas Mann zu seinem Zauberberg. In dem Sanatorium verbrachte seine Frau 1912 sechs Monate.

    Ende der Reise!